Etiketten-Archiv | Writing-Kit

Scrivener mit dem iPad synchronisieren

Das iPad ist aus meiner Sicht ein perfektes Schreibwerkzeug für unterwegs. Es ist klein und leicht und damit ideal, um auch einmal die Umgebung beim Schreiben zu wechseln. Gerade, wenn der Schreibfluss in den eigenen vier Wänden stockt, kann ein Ortswechsel Wunder wirken. Derzeit gibt es leider noch keine Version von Scrivener, die auch auf dem iPad funktioniert. Dennoch können Sie an Ihrem Manuskript auch auf dem mobilen Begleiter arbeiten. Möglich wird dies mithilfe von Dropbox.

Auch wenn der Text dieses Artikels in erster Linie Writing Kit berücksichtigt, ist die Herangehensweise für andere Schreibprogramme auf dem iPad wie iAWriter oder ByWord identisch.

Scrivener mit Dropbox synchronisieren

Damit Sie die Änderungen, die Sie unterwegs an Ihrem Manuskript vorgenommen haben, auch in Scrivener vorfinden, müssen Sie das Projekt mit einem externen Ordner synchronisieren. Liegt dieser Ordner in der Dropbox, können Sie auf dem iPad darauf zugreifen.

Dazu öffnen Sie zunächst das Projekt in Scrivener. Wählen Sie danach “File, Sync” und anschließend “with external Folder”.

Im nächsten Dialog klicken Sie auf “Choose” und navigieren in Ihre Dropbox. Ich empfehle Ihnen, einen neuen separaten Ordner für das Projekt anzulegen. Aktivieren Sie in den Optionen, dass Sie den Inhalt des Draft-Ordners aus Scrivener synchronisieren wollen (“Sync the contents of the Draft folder”).

Writing Kit mit Scrivener synchronisieren

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass Sie im Abschnitt “Format” unter “Format for external Draft files” das TXT-Format auswählen. Sobald Sie “Plain Text” auswählen, können Sie optional auch eine abweichende Dateierweiterung auswählen. Drücken Sie danach aus “Sync”.

Dateien in Writing Kit einlesen

Auf Ihrem iPad muss die offzielle Dropbox-App installiert und betriebsbereit sein. Ist dies der Fall, öffnen Sie Writing Kit und rufen mit einem Druck auf das Schrank-Symbol in einem Dokument die Dateiverwaltung auf. Sie finden dort die beiden Optionen “iPad” und “Dropbox”. Entscheiden Sie sich für “Dropbox” werden Sie gefragt, ob Sie den Zugriff der App auf die Dropbox erlauben wollen. Entscheiden Sie sich für “Zulassen”.

Writing Kit Zugriff auf Dropbox

Sie werden anschließend wieder zurück geleitet und können erneut “Dropbox” aussuchen.

Damit öffnen Sie die Ordnerhierarchie der Dropbox. Alle Elemente des Binders sind als einzelne Dateien vorhanden und können dann auf dem iPad bearbeitet werden.

Dropbox Ordner in Writing Kit

Arbeitsergebnisse mit Scrivener synchronisieren

Wenn Sie an den Voreinstellungen nichts verändert haben, wird das Projekt automatisch mit den externen Dateien synchronisiert, sobald es in Scrivener wieder geöffnet wird. Ist die Option nicht aktiv, gewöhnen Sie sich am heimischen Rechner an, zunächst “File, Sync, with external Folder now” auszuwählen. Damit übernehmen Sie Änderungen, die Ihnen auch erst in einem eigenen Bereich angezeigt werden.

Ab jetzt arbeiten Writing Kit und Scrivener Hand in Hand.

2

Writing Kit – tolles Schreibprogramm auf dem iPad

Sie möchten auch unterwegs mit ihrem iPad an Ihren Manuskripten arbeiten? Die integrierte Bildschirmtastatur erlaubt durchaus flüssiges Schreiben. Alles, was Sie dann noch brauchen, ist eine Software, die etwas mehr kann, als die integrierten Notizen.

An Editoren herrscht für iOS kein Mangel. Meistens gehen diese aber kaum über die Möglichkeiten der mitgelieferten Programme hinaus. Writing Kit bildet hier eine deutliche Ausnahme. Die Software wendet sich an professionelle Autoren, die auch unterwegs Texte schreiben wollen und dabei auf Markdown als Format setzen.

Grundfunktionen von Writing Kit

Nach dem Programmstart befinden Sie sich unmittelbar in der Übersicht der angelegten Dokumente. Über das Pluszeichen am unteren Rand legen Sie eine neue Datei an. Hier wählen Sie zwischen Markdown und Fountain. Letzteres ist allerdings nur für die Verfasser von Drehbüchern interessant.

Startbildschirm Writing Kit

Sie befinden sich anschließend bereits im Bearbeitungsmodus. Lassen Sie sich dort nicht von dem kryptischen Dateinamen beirren. Das lässt sich später jederzeit ändern. Sobald Sie auf die Seite tippen, blendet sich die Tastatur ein.

Diese ist mit einer eigenen Symbolleiste ergänzt und stellt die unter Markdown am häufigsten benötigten Formate zur Auswahl:

  • Überschriften
  • Fett- und Kursivdruck
  • Einsetzen von Links
  • Platzieren von Bildern
  • Einfügen von Code- und Blockquote-Blöcken
  • Listen und Aufzählungen

Jede der Funktionen platziert den korrespondierenden Code auf der Seite. Die Schreibmarke befindet sich dann automatisch zwischen den Elementen, sodass Sie unmittelbar den formatierten Text eingeben können.

Dokument bearbeiten in Writing Kit

Der Entwickler steckt viel Liebe ins Detail. Haben Sie die Eingabe eines besonders formatierten Textes beendet, tippen Sie einfach an den Rand des Bildschirms, damit die Schreibmarke rechts vom Markdown-Code platziert wird. Legen Sie gerade eine Liste oder Aufzählung an, wird ein weiteres Element, wie Sie es erwarten durften, mit einem “Return” definiert. Damit wird das Arbeiten zügiger.

Möchten Sie sich einen Zwischenstand Ihrer Arbeit ansehen, tippen Sie auf das Auge in der oberen Symbolleiste. Damit öffnen Sie die integrierte Vorschau.

Vorschau Writing Kit

Datei-Management

Wenn Sie eine neue Datei im Writing Kit anlegen, wird ihr zunächst ein kryptischer Name zugewiesen. Außerdem bekommt das Dokument automatisch die Dateiendung “txt”. In dem Programm ist ein kleines Modul integriert, mit dem Sie die Dokumente verwalten.

Dazu tippen Sie in der Symbolleiste auf den Eintrag neben dem kleinen Aktenschrank. Sie haben jetzt die Möglichkeit, sowohl den Namen der Datei mit Rename zu verändern, als auch eine neue Dateierweiterung über Change Extension zu definieren. Außerdem erhalten Sie dort eine kleine Statistik.

Dateimanagement Writing KIt

Gliederung ansehen

Wirklich beachtlich finde ich, dass der Entwickler auch an eine Gliederungsansicht gedacht hat. Dazu tippen Sie auf das Listensymbol am oberen Bildschirmrand. In einem kleinen Fenster sehen Sie jetzt den Aufbau Ihrer Datei. Durch einfachen Antippen navigieren Sie jetzt an die entsprechende Stelle.

Schade, dass es derzeit noch nicht möglich ist, darüber auch die Gliederung der Datei zu bearbeiten. Eine Funktion, die durchaus sehr sinnvoll sein könnte.

Unterstützung bei der Recherche

Während der Arbeit an einem Text kommt es immer wieder vor, dass eine Information benötigt wird. Wenn Sie auf den kleinen Leuchtturm tippen, öffnet sich der Dialog für die Recherche. Dieser arbeitet unter anderem mit Google Suggest zusammen und nimmt diverse Fragestellungen auf. So eignet sich der Dialog für :

  • Kalkulationen
  • Umwandlungen
  • Abfragen von Zeiten oder Temperaturen
  • Allgemeine Suchen

Das klappt mit englischsprachigen Formulierungen auf Anhieb. Wenn Sie die Begriffe in Deutsch eingeben, starten Sie damit letzlich nur eine normale Internetsuche. Brauchen aber dazu die Schreibumgebung nicht zu verlassen.

Exportfunktionen und Dropbox-Sync

Damit Sie Ihre Texte möglichst einfach auch auf einem anderem System bearbeiten können, stellt Writing Kit eine Anbindung an Dropbox zur Verfügung. Sobald Sie diese über die Einstellungen des Programms aktiviert haben, was über das Web-Interface von Dropbox geschieht, landen automatisch alle Dateien, die Sie anlegen oder speichern dort.

Früher oder später werden Sie aber Ihre Texte weiterverarbeiten oder veröffentlichen wollen. Dazu nutzen Sie die Export-Funktion des Programms. Diese gliedert sich in zwei Teilbereiche:

Über die Schaltfläche Tasks sind die Funktionen für HTML-Quellcode und den Markdown-Code aufgeteilt.

Sie können den Markdown-Quelltext in die Zwischenablage kopieren oder auch per E-Mail versenden. Außerdem sind eine Reihe von Diensten hinterlegt, die Eingaben in diesem Format akzeptieren. Dies funktioniert mit den HTML-Dateien, die aus dem Markdown-Code entstehen, analog. Im Rahmen der Restriktionen des iPad ist das gut gelöst. Wünschenswert wäre natürlich in einer späteren Version mehr Freiheit in Hinblick auf den Anbieter der Synchronisation.

Die App kostet knapp 5 Dollar, also etwas mehr als zwei Becher Kaffee unterwegs. Aus meiner Sicht lohnt sich diese Anschaffung für alle Autoren, die das iPad nicht nur für die Lektüre oder Recherche nutzen wollen, sondern auch damit arbeiten.

0

Powered by WordPress. Gestaltet von Woo Themes