Etiketten-Archiv | scrivener

Scrivener, Tabellen und Markdown

Aus nur einer Quelle eine ganze Reihe von Produktionen anlegen – das funktioniert mit Scrivener sehr gut. Nach meiner Einschätzung schneidet in dieser Hinsicht die Kombination mit Markdown am besten ab. Sie schreiben Ihren Text in Scrivener und exportieren ihn als Markdown. Anschließend generieren Sie dann die gewünschten Zielformate. Kompliziert wird das nur, wenn Sie viel mit Tabellen arbeiten, was in Sachbüchern ja nicht selten ist.

Scrivener und der Export von Tabellen

Die Formatierungsoptionen in Scrivener sind der Philosophie der Software gemäß recht beschränkt. Tabellen lassen sich aber recht einfach anlegen und pflegen.

Allerdings exportiert Scrivener in der aktuellen Version (2.6) die Tabellen nicht nach Markdown.

Wenn Sie also mit Markdown in Scrivener arbeiten wollen, müssen Sie den Quelltext für die Tabellen manuell schreiben. Und jeder, der bereits mit Tabellen in Markdown gearbeitet hat, wird mir wohl recht geben. Das ist alles andere als ein Vergnügen. Der Quellcode für die Tabellen wird schnell unübersichtlich. Und das provoziert gerade zu Fehler, die dann später beim Kompilieren nur schwer zu entdecken sind.

Markdown-Tabellen in SublimeText pflegen

Für mein Buch zu Yosemite, das an einigen Stellen Tabellen nutzt, habe ich nach einer einfachen Lösung gesucht. In einer Erweiterung für den Editor SublimeText habe ich sie auch gefunden. Für die dauerhafte Nutzung von SublimeText erwartet der Autor von Ihnen den Abschluss einer Lizenz. Allerdings dürfen Sie den Editor für eine unbegrenzte Zeit testen. Es sind zwei Besonderheiten, die SublimeText für mich so interessant machen. Zum einen wird das Programm für Mac, Windows und Linux entwickelt. Und die Lizenz gilt auch für alle diese Plattformen gemeinsam. Zum anderen werden unzählige Erweiterungen („Packages“) angeboten, die den Funktionsumfang ergänzen. Eine dieser Erweiterungen ist der Tabelleneditor, der sehr vielversprechend erschien.

Um ihn zu nutzen, müssen Sie sich zuerst die Ergänzung „Package Control“ installieren, mit der sich Erweiterungen viel einfacher beziehen und integrieren lassen. Dazu besuchen Sie zuerst die Seite https://packagecontrol.io/ und klicken dort auf „Installation“. Auf der nachfolgenden Seite entscheiden Sie sich für die genutzte Version des Editors und kopieren den gezeigten Quellcode in die Zwischenablage.

Wechseln Sie zum Editor und führen Sie dort „View, Show Console“ aus. In die untere Eingabezeile fügen Sie den kopierten Text ein, drücken die Eingabetaste und beenden den Editor. Rufen Sie die Software erneut auf.

Mit cmd-umschalt-p öffnen Sie die Eingabemaske und geben dort „Install Package“ ein. Im nächsten Dialog geben Sie „Table“ ein und markieren „Table Editor“. Drücken Sie die Eingabetaste. Ist der Rechner mit dem Internet verbunden, lädt er jetzt die Erweiterung herunter. Beenden Sie anschließend zur Sicherheit den Editor und rufen ihn wieder auf.

In SublimeText aktivieren Sie die Installation eines Pakets.

In SublimeText aktivieren Sie die Installation eines Pakets.

Damit ist das kleine Programm einsatzbereit. Legen Sie in SublimeText eine neue Datei an. Achten Sie darauf, dass Sie in der rechten unteren Ecke des Programmfensters das Format der Datei auf „Markdown“ setzen. Jetzt drücken Sie die Tastenkombination cmd-umschalt-p. Geben Sie „Table“ ein und wählen Sie aus den Treffern „Table editor: Enable for current syntax“.

Aktivieren Sie die Nutzung der Tabellen im aktuellen Code.

Aktivieren Sie die Nutzung der Tabellen im aktuellen Code.

Jetzt beginnen Sie mit dem Schreiben der ersten Zeile der Tabelle, also dem Kopfbereich. Danach beginnen Sie die zweite Zeile. Am Ende sieht das dann etwa so aus:

|Name|Vorname|Strasse|PLZ|Ort|
|-

Drücken Sie am Ende der zweiten Zeile jetzt die Tab-Taste. Die Erweiterung ordnet die Eingaben ganz ordentlich in Form einer Tabelle an. Füllen Sie die erste Zelle aus. Navigieren Sie erneut mit der Tab-Taste zur nächsten Zelle. Die Breite der Spalten wird Ihrer Eingabe angepasst. Am Ende der aktuellen Zeile fügen Sie mit Tab eine weitere Tabellenreihe ein.

Die Erweiterung formatiert Ihre Eingabe perfekt.

Die Erweiterung formatiert Ihre Eingabe perfekt.

Zur Erweiterung gehört auch eine umfangreiche Readme-Datei, die Ihnen die weiteren Kürzel und Techniken mit dem Plug-in verrät, wie zum Beispiel das nachträgliche Hinzufügen von Zeilen oder auch das Löschen von Einträgen. Am Ende markieren Sie Ihre Tabelle und kopieren diese in die Zwischenablage.

Tabelle in Scrivener einfügen

Wenn Sie den Quelltext aus dem Editor in Scrivener einfügen, dürfte der optisch perfekte Eindruck sofort getrübt werden. Die Tabelle wird auseinandergerissen und sieht nicht mehr korrekt aus. Das liegt daran, dass Sie in Scrivener wahrscheinlich einen proportionalen Font für das Dokument aktiviert haben.

scrivener-tabellen-06

Markieren Sie den Text der Tabelle und ändern Sie über die Formatleiste die Schriftart etwa zu „Courier“. Jetzt erscheint die Tabelle auch korrekt in Scrivener. So lange Scrivener nicht in der Lage ist, seine eigenen Tabellen auch nach Markdown zu exportieren, wird dies der von mir bevorzugte Arbeitsablauf bleiben.

5

Texte überarbeiten: Von Scrivener nach Word und zurück

Wie Sie es als Autor auch immer drehen. Es wird Ihnen kaum gelingen, Redaktion oder Lektorat vom Einsatz von Scrivener zu überzeugen. Microsoft Word ist einfach viel zu tief in den Arbeitsabläufen in vielen Unternehmen integriert, um einfach so ausgetauscht werden zu können. Sie müssen also einen Weg finden, wie Sie als Autor mit Scrivener schreiben können, ihr Lektor aber weiter mit Word arbeiten kann.

Überarbeitung in Scrivener vorbereiten

Damit das funktioniert, wählen Sie RTF als Austauschformat. Es kann von Scrivener exportiert werden und wird von allen Word-Versionen eingelesen. Rein technisch funktioniert der Austausch so:

  1. Sie exportieren Ihr Manuskript nach RTF.
  2. Der Lektor bearbeitet die Dateien in Word.
  3. Sie lesen die Dokumente wieder in Scrivener ein.

Dazu nutzen Sie die Option, in Scrivener ein Manuskript mit einem externen Ordner zu synchronisieren. Das erledigen Sie so (derzeit nur in der Mac-Version):

  1. Wählen Sie „Datei, Synchronisierung, mit externem Ordner“.
  2. Im oberen Teil des Dialogs wählen Sie zunächst einen Ordner aus oder legen einen neuen an.
  3. Sie müssen lediglich zusätzlich darauf achten, dass Sie unter „Format“ auch „RTF“ aktiviert haben.
  4. Mit einem Klick auf „Synchronisierung“ Damit werden die externen Daten angelegt.
Legen Sie die Optionen für die Synchronisation mit einem externen Ordner fest.

Legen Sie die Optionen für die Synchronisation mit einem externen Ordner fest.

Dokumente an den Lektor weitergeben

Die RTF-Dokumente können Sie jetzt an den Lektor weitergeben. Oder Sie richten als Synchronisations-Ordner gleich ein Verzeichnis in der Dropbox oder einer ähnlichen externen Quelle ein. Der Bearbeiter öffnet die Dateien dann in Word. Folgende Einschränkungen und Vorgaben sind zu beachten:

  • Die Dateien müssen (ohne weitere Änderungen am Dateiformat) wieder als RTF gespeichert werden. Auch der Dateiname muss gleich bleiben.
  • Änderungswünsche müssen als Kommentare eingefügt werden.
  • Streichungen können über das Formatieren als durchgestrichener Text erfolgen.
  • Die Funktion des „Überarbeitens“ in Word darf nicht genutzt werden.
Der Lektor kommentiert und bearbeitet den Scrivener-Text in Word.

Der Lektor kommentiert und bearbeitet den Scrivener-Text in Word.

Änderungen verfolgen

Nachdem Sie von Ihrem Lektor das Dokument zurück erhalten haben, kopieren Sie die Dateien in den Ordner, den Sie für die Synchronisation vorgesehen haben. Wenn Sie das Projekt in Scrivener starten, zeigt Ihnen die Software an, dass Änderungen gefunden worden sind. Führen Sie also die Synchronisation aus.

Um sich die Kommentare anzusehen, nutzen Sie „Ansicht, Layout, Prüfer einblenden“. Damit blenden Sie sich auf der rechten Seite den Inspektor ein. Klicken Sie dort auf das Icon, das eine Sprechblase zeigt. Dies ist die Übersicht der Kommentare. Die Kommentare sind auch im Text markiert.

Kommentare aus Word werden in Scrivener sichtbar mit dem Inspektor.

Kommentare aus Word werden in Scrivener sichtbar mit dem Inspektor.

Textliche Änderungen finden Sie am besten über den Vergleich der Schnappschüsse. Im Dialog für die Synchronisation finden Sie die Option, dass vor dem Abgleich ein Schnappschuss der Datei angefertigt wird. Damit speichern Sie den aktuellen Zustand des Dokuments.

Erhalten Sie jetzt die Datei zurück, synchronisieren Sie und rufen sich den Inspektor auf (wie gerade beschrieben). Dort wechseln Sie mit einem Klick auf das Icon mit der Kamera zu den Snapshots. In der oberen Liste sehen Sie die gespeicherten Schnappschüsse. Markieren Sie dort den Eintrag, den Sie vor der Weitergabe an den Lektor angelegt haben. Danach drücken Sie auf „Vergleichen“. Innerhalb des Inspektors sehen Sie jetzt den überarbeiteten Text. Neuerungen sind blau markiert, gelöschte Bereiche rot und durchgestrichen.

Im Inspektor in Scrivener sehen Sie auch Textbearbeitungen über die Schnappschüsse.

Im Inspektor in Scrivener sehen Sie auch Textbearbeitungen über die Schnappschüsse.

Snapshot im Editor ansehen

Die Ansicht auf den Schnappschuss ist im Inspektor etwas klein. Teilen Sie den Bildschirm in Scrivener. Halten Sie die Alt-Taste gedrückt, während Sie den Snapshot aus der Liste nun in die Titelleiste eines geteilten Editors ziehen. Jetzt haben Sie mehr Übersicht.

Mit einem kleinen Trick sehen Sie den Vergleich der Snapshots im zweiten Editor in Scrivener.

Mit einem kleinen Trick sehen Sie den Vergleich der Snapshots im zweiten Editor in Scrivener.

Arbeiten Sie auch mit Scrivener? Wie lösen Sie das Überarbeiten mit externen Bearbeitern?

0

Zwei kurze Tipps zu Scrivener

Wie schon häufiger an dieser und anderer Stelle geschrieben, entstehen alle Artikel, Blogbeiträge oder Bücher mit Scrivener. Durch Zufall oder Ausprobieren sind Sie bestimmt auch schon einmal auf Funktionen gestoßen, die weder im Handbuch noch der Hilfe eines Programms beschrieben waren. Dazu zählen während der Arbeit mit Scrivener in meinem Fall:

Titel des Dokument per Shortcut ändern

Da drückt man einmal eine falsche Tastenkombination und schon hat sich der Text des Dokuments geändert. In Scrivener für den Mac können Sie das aktuelle Dokument durch markierten Text umbenennen. Dazu drücken Sie cmd-alt-umschalt-t.

Internet-URL schneller in Research-Ordner aufnehmen

Gerade Sachbuchautoren lieben die Funktionen in Scrivener, mit denen Material organisiert und gesammelt werden kann. Dazu gehören auch Internetseiten. Und so fügen Sie Internetdokumente noch schneller in Scrivener ein. Markieren Sie im Browser das Icon in der Adressleiste. Klicken Sie und ziehen Sie das Icon jetzt im Binder auf den Ordner „Research“. Fertig.

0

Ulysses – der Herausforderer von Scrivener im Test (Update)

Es ist schon eine Weile her, seitdem ich mich intensiver mit Ulysses beschäftigt habe. Als ich die Übersicht von Programmen für Schriftsteller schrieb, lag die App in einer noch recht jungen Version vor. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt zeichnete das Programm einige Besonderheiten aus:

  • Unterstützung von Markdown
  • Ein guter Vollbildmodus (unabhängig von OSX)
  • Verschiedene Exportformate für den gleichen Text (HTML, EPUB, RTF)

Allerdings reichte Ulysses noch lange nicht an die Qualitäten von Scrivener heran. Dann brachten die Soulmen eine neue Version heraus, die aus meiner Sicht konzeptionell einen Rückschritt bedeutete. Die Entwickler versuchten, eine Papiermetapher zu finden und zu etablieren. Das gelang aber nur zum Teil. Die plötzlich vorhandene Seitenleiste in der Oberfläche und der damit einhergehende Verzicht von Ordnern ließen mich (wahrscheinlich nicht nur mich) etwas ratlos zurück.

Oberfläche von Ulysses.

Oberfläche von Ulysses.

Doch seit einigen Wochen erledige ich (fast) alle meine Arbeiten mit Ulysses. Deswegen möchte ich Ihnen die aktuelle Version gern ausführlicher vorstellen.

Markdown – ganz einfach

Aufmerksame Leser dieser Seiten ist es nicht entgangen. Seit einigen Jahren ist Markdown aus meinen Arbeitsabläufen nicht mehr wegzudenken. Konzepte, Notizen, Artikel, Blogbeiträge und Manuskripte entstehen im Markdown-Format und liegen als reine Textdateien vor. Erst wenn es an der Zeit ist, den Text zu publizieren, wird aus Markdown das gewünschte Format exportiert.

Ulysses unterstützt Markdown vorbildlich. Das war in den ersten Versionen noch nicht ganz der Fall. Da wurde eher ein eigener, etwas kruder Dialekt genutzt. Dafür hatte der Nutzer aber die Möglichkeit, sich eigene Markups zu definieren und diese in seinen Texten zu nutzen. Inzwischen arbeitet die Software mit reinem Markdown und der Autor kann auf Tastenkürzel zurückgreifen, um etwa Hervorhebungen wie in einer anderen Textverarbeitung zu setzen.

Leider haben die Entwickler vor einigen Stunden ein Update veröffentlicht, das den guten Eindruck in Sachen Markdown wieder trübt. Statt dem Nutzer die Wahl zu lassen, werden Links jetzt plötzlich nur noch „inline“ ermöglicht. Schade. Das ist mehr als ärgerlich, denn inline-Links produzieren einfach einen viel umständlicheren Quellcode. Selbst das Jetpack-Plugin für Markdown kommt mit Referenz-Links gut zurecht.

Eher ein Detail für Markdown-Kenner ist das Setzen von Links. Sie markieren den Text, der als Verweis dienen soll, und drücken die Tastenkombination cmd-L. In einem kleinen Dialog tragen Sie anschließend das Ziel ein. Der Link wird als Referenz ausgeführt. Wenn Sie Ihr Manuskript also als Markdown exportieren, besitzen Sie einen sehr übersichtlichen und eleganten Quelltext.

Setzen von Links in Ulysses

Setzen von Links in Ulysses

Fokussiert am Text arbeiten

Ulysses verfügt meiner Ansicht nach über einen der schönsten Vollbildansichten aller aktuellen Schreibprogramme. Diese Ansicht auf den Text hatte es mir schon bei meinen ersten Begegnungen mit er Software angetan. Da die finale Gestaltung des exportierten Manuskripts ja vom Zielformat abhängig ist, ändern Sie die Schriftgröße einfach mit cmd-+ oder cmd-- nach Ihren Wünschen, ohne Einfluss auf das finale Ergebnis auszuüben. Über Tastenkürzel blenden Sie sich bei Bedarf weitere Bildschirmelemente ein oder aus. Dazu gehört zum einen der Bereich der Dateiverwaltung (dazu gleich etwas mehr), aber auch eine Referenz der Markdown-Befehle. Sie können sich vollständig auf Ihren Text fokussieren. Entweder bildschirmfüllend in der Vollbildansicht oder aber auch im Programmfenster selbst.

Vollbildmodus von Ulysses.

Vollbildmodus von Ulysses.

Statt Ordner – Gruppen

Einer der größten Vorzüge aus meiner Sicht bei der Arbeit mit Scrivener besteht in der Option, seinen Stoff und das Manuskript so fein wie nur denkbar in Form von Ordnern und Dokumenten zu gliedern. In dieser Hinsicht hat Ulysses zumindest teilweise aufgeholt. Generell unterscheidet die Software zwischen zwei Orten, an denen Sie Ihre Dokumente ablegen können:

  • Lokales Verzeichnis
  • iCloud

An einem dieser Orte landen alle Blätter – die Metapher in Ulysses für ein Dokument. Da zahllose gestapelte Blätter eher die Unordnung begünstigen, organisieren Sie auf Wunsch die Blätter mithilfe von Gruppen. Eine solche Gruppe, die Sie mit einem Mausklick in der linken Navigation des Programms anlegen, nimmt dann die Dokumente auf. Durch die Möglichkeit, Blätter zu »verbinden«, kleben Sie einzelne Manuskriptseiten sozusagen zusammen. Eine solche Gruppe kann mit einem Klick exportiert werden. Damit schließt (zumindest teilweise) die Software in Sachen Flexibilität zu Scrivener auf.

ulysses-04

Ziele stecken und Texte organisieren

In der neuesten Version haben die Entwickler dem Programm eine Reihe von interessanten Funktionen spendiert. Für Autoren sicherlich eine sehr schöne Neuerung besteht in der Definition von Zielen. Diese verbinden Sie wahlweise mit einem Dokument oder auch einer Gruppe.

Ziele definieren.

Ziele definieren.

Über »Bearbeiten, Anhang« wählen Sie »Ziel« aus dem Menü aus, nachdem Sie entweder ein Blatt oder eine Gruppe in der linken Navigation markiert haben. Danach tragen Sie ein, ob es sich um einen Mindest- oder Höchstwert handeln soll. Danach definieren Sie das Maß. Sie haben die Wahl zwischen Zeichen, Wörtern, Sätzen, Absätze, Zeilen oder Seiten. Die Darstellung des Fortschritts ist optisch gelungen.

Zusätzlich zur Organisation Ihrer Arbeiten mit den Gruppen weisen Sie optional Ihren Texten auch Schlagwörter (Tags) zu. Dazu klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf ein Blatt in der List und entscheiden sich für den passenden Befehl aus dem Kontextmenü.

Export des Manuskript

Sie können ein oder mehrere Blätter aus Ulysses exportieren. Markieren Sie die Blätter und führen Sie etwa einen Rechtsklick aus. Aus dem Kontextmenü entscheiden Sie sich für »Schnellexport«. Der nächste Dialog gliedert sich über die Icons am oberen Rand in die vier möglichen Hauptformate für den Export.

  • Markdown / reiner Text
  • binäre Formate (RTF, Word)
  • HTML
  • E-Pub

In jedem Abschnitt haben Sie wiederum die Wahl, den exportierten Text an eine bestimmte Anwendung zu senden (zum Beispiel Markdown-Text an Marked oder einen entsprechenden Editor) oder aber das Ergebnis zu speichern. Die Umsetzung ist dabei stets gut gelungen. Der Export in Markdown-Text ist vorbildlich. Und auch die exportierten Dokumente können sich sehen lassen. Allerdings erlaubt Ulysses etwas weniger Einfluss auf die Formatierungen des exportierten Produkts im Vergleich zu Scrivener.

Export des Textes aus Ulysses.

Export des Textes aus Ulysses.

Muss Scrivener jetzt rüberrutschen?

Sie nutzen Scrivener? Dann kommen Ihnen sicherlich viele der in Ulysses enthaltenen Funktionen bekannt vor. Die Organisation des Manuskripts in kleinere Einheiten, die Kombination zu einem Gesamtwerk und der Export eines Quelltextes in unterschiedliche Endformate – das alles bietet auch Scrivener. Deutlich ausgefeilter sind darin die Gliederungsfunktionen. Die Pinnwand und der Gliederungsmodus erleichtern in Scrivener gerade die Arbeit mit sehr umfangreichen Werken und Manuskript, in denen eine Reihe von Charakteren und Handlungen zusammenfließen. Auch die Funktionen zur Sammlung von Material (PDF-Dateien, Web-Seiten etc.) sind in Scrivener viel tiefer gehend.

Dafür weiß Ulysses durch seine Geschwindigkeit und seine Oberfläche zu gefallen.

Ich persönlich sehe die beiden Programme gar nicht so sehr als Konkurrenten. Scrivener ist ein ausgefeiltes und bewährtes Programm für Autoren, die sich flexible Unterstützung bei der Gliederung und Sammlung von Ideen und Material wünschen. Auch während des Schreibprozesses behalten Sie bei umfangreichen Werken leichter den Überblick über noch offene Punkte und Aufgaben. Ulysses legt seinen Schwerpunkt dagegen eindeutig auf das Schreiben und punktet mit seiner guten Unterstützung von Markdown.

0

Szenen oder Abschnitte in Scrivener zählen

Wie viele Szenen hat das Stück jetzt eigentlich schon? In wie viele Abschnitte gliedert sich der Stoff aktuell? Solche Fragen werden gar nicht selten an den Autor gerichtet. Und mit Scrivener beantworten Sie diese Frage sogar ganz automatisch.

Auf dem Mac wählen Sie „Scrivener, Einstellungen“. Wechseln Sie dann in das Register „Aussehen“. In der hundsmiserabel übersetzten Rubrik „Einfasser“ (damit ist der Binder gemeint) aktivieren Sie die Option „Zählung für Subdokumente“.

szenen-zaehlen-scrivener-01

Verlassen Sie die Einstellungen. Jetzt sehen Sie im Binder neben jedem Abschnitt die Zahl der Dokumente, die darunter angeordnet sind. Im Stammverzeichnis erhalten Sie damit zuverlässig die Information auf einem Blick, wie viele Szenen oder Abschnitte Sie begonnen haben.

szenen-zaehlen-scrivener-02

Die Funktion ist auch unter Windows verfügbar. Nutzen Sie „Werkzeuge, Optionen“. Wechseln Sie in den Abschnitt „Aussehen“ und im oberen Abschnitt des Dialogs den Eintrag „Zeige Statistiken der Teildokumente in der Mappe“. Mit „OK“ bzw. „Anwenden“ übernehmen Sie die neue Einstellung.

0

Scrivener: Kompilieren Sie Dokumente – ganz nach Status

Mit der Option, den Dokumenten in Scrivener einen Status zuzuweisen, bietet Ihnen die Software ein flexibles Instrument an, um leichter den Überblick über den Grad der Fertigstellung eines Textes zu behalten. Ein Status kann aber auch dazu verwendet werden, zu steuern, ob der Text in der Kompilierung (dem Zusammenstellen) des finalen Werkes berücksichtigt werden soll.

Status in Scrivener zuweisen und bearbeiten

Den Status eines Dokuments ändern Sie am einfachsten mit einem Rechtsklick auf dessen Eintrag im „Binder“. Dieser heisst gleichermaßen in der aktuellen Mac- und Windows-Version „Mappe“. Entscheiden Sie sich anschließend für einen der vorhandenen Einträge oder wählen Sie „Bearbeiten“ aus.

Im nachfolgenden Dialog legen Sie einen individuellen Status mit einem Klick auf das Pluszeichen an. Um einen Eintrag zu entfernen, markieren Sie diesen und drücken auf „Minus“. Um die Beschriftung zu bearbeiten, genügt ein Doppelklick.

Ich persönlich nutze Scrivener natürlich auch zum Bloggen. Dabei erhalten erste Ideen oder Notizen den Status „Neu“. Ist der Text geschrieben, muss aber noch bearbeitet werden, setze ich „Review“. Und erst wenn das Dokument zu einem Blogartikel werden soll (wobei ich das Markdown-Format nutze), erhält das Dokument den Status „Publish“. Danach wandert das Dokument in einen anderen Ordner der Mappe und erhält den Status „Archiv“.

Dokument in Scrivener kompilieren – ganz nach Status

Das Kompilieren in Abhängigkeit des Status eines Dokuments ist derzeit noch der Mac-Version von Scrivener vorbehalten. Starten Sie den Vorgang mit „Datei, Zusammenstellen“. Im Register „Inhalt“ markieren Sie am unteren Rand die Option „Filter“.

Aus den nächsten beiden Listenfeldern entscheiden Sie sich für „Einschließen“ und „Dokumente mit Status“. Im letzten Feld markieren Sie den gewünschten Status. Jetzt sollten die betroffenen Dokumente in der Liste auftauchen.

scrivener-kompilieren-01

Sie können jetzt die weiteren Optionen des Dialogs durchgehen, bis Sie schließlich mit dem Kompilieren beginnen.

0

Scrivener 2.5 deutsch – und das Buch zu Scrivener

Scrivener 2.5 ist da. Neben der Anpassung an Mavericks und ein paar kleineren Änderungen im Backend wartet die aktuelle Fassung der Software mit einer deutschen Oberfläche auf.

Natürlich erscheint das auf den ersten Blick eine unbequeme Situation zu sein, denn schließlich ist das Buch zu Scrivener ja nun gerade wenige Wochen alt. Allerdings kam das jetzt auch nicht überraschend.

Schade ist indes, dass sich die Windows- und die Mac-Version jetzt momentan gerade bei der Bezeichnung von Menüs unterscheiden. Das hätte nicht sein müssen.

Sie haben mein Buch zu Scrivener aus dem mitp-Verlag bereits erworben?

Sofern Sie kein Problem mit der englischen Sprache haben oder gern die gleichen Sprache auf Bildschirmfotos und Programm sehen wollen, rufen Sie sich die Einstellungen von Scrivener auf. Unter “Allgemein” können Sie die Sprache umstellen. Wenn Sie dort “Englisch” aktivieren, entsprechen sich Buch und Software wieder.

Sie haben das Buch noch nicht erworben? Sind aber froh, dass Scrivener nun auf deutsch vorliegt? Dann kaufen Sie das Buch trotzdem ohne Bedenken. In den kommenden Tagen werde ich an dieser Stelle auf Besonderheiten der einzelnen Kapitel eingehen.

0

Das Scrivener-Buch – die Gewinner stehen fest

Die Gewinner stehen fest. Leider hat die Ziehung sich wegen einiger Terminprobleme etwas hingezogen. Das tut mir leid.

Wie wurden die Gewinner ermittelt? Damit auch die Verlosung nach dem Zufallsprinzip erfolgt, bin ich so vorgegangen: Die Kommentare haben jeweils beginnend mit dem ersten bis zum letzten eine bei eins beginnende Nummer erhalten. In Excel habe ich sodann eine Funktion verwendet, die eine Zufallszahl ermittelt, die genau aus dem Bereich dieser Zahlen stammt. Das habe ich fünfmal wiederholt. Und zum Glück gab es keine Doppelung. Dies erschien mir irgendwie fairer und zufälliger, als die Nummern auszudrucken und ein Familienmitglied ziehen zu lassen. Und somit stehen die Gewinner fest. Es sind:

  • Alexandra
  • Alexandra Graßler
  • Angela
  • Michael Rittgerott
  • Joerg

Herzlichen Glückwunsch. Ich schreibe den Gewinnern gleich einmal eine E-Mail (in der Hoffnung, dass alle auch eine gültige E-Mail-Adresse beim Versenden) des Kommentars eingetragen haben. Dabei erkundige ich mich dann mal nach der postalischen Adresse für den Versand.

2

Buch zu Scrivener – Gewinnen Sie 1 von 5 Exemplaren!

Wenn das Ergebnis wochenlanger Arbeit endlich vor einem liegt, ist das immer ein schönes Gefühl. Und vor wenigen Tagen brachte der Paketbote endlich die Belegexemplare meines Buches zu Scrivener.

“Scrivener – Texte professionell konzipieren, schreiben und veröffentlichen” ist bei mitp erschienen. Es sind darin meine Erfahrungen aus der Arbeit mit der Software aus den vergangenen Jahren eingeflossen. Alle Beispiele stammen aus meinem derzeit in Arbeit befindlichen Büchlein zu Thema Eishockey.

Beim Schreiben des Buches ging es mir weniger darum, Ihnen eine deutsche Übersetzung des Handbuches zu liefern, sondern eher einige typische Arbeitssituationen vorzustellen. Ich zeige Ihnen darin unter anderem:

  • Einrichtung der Arbeitsumgebung
  • Sammeln von Material
  • Gliederungen anlegen
  • Kompilieren für E-Books und Word
  • Die Arbeit mit Markdown
  • Den Umgang mit der Ersetzungsfunktion

Das Buch ist ab sofort im Buchhandel zu bekommen. Und bis zum 15.10.2013 haben Sie die Chance, hier eines von fünf Exemplaren zu gewinnen. Dazu schreiben Sie einfach in den Kommentaren, warum gerade Sie das Buch besonders gut gebrauchen könnten. Als Absender bitte Ihren Namen und Ihre Mailadresse (diese wird nicht veröffentlicht) nicht vergessen. Sofern mehr als 5 Kommentare hinterlassen werden, muss der Zufallen entscheiden.

Wer nicht so lange warten möchte, kann das Buch aber auch direkt bei Amazon bestellen:

Scrivener-Dokumente im Binder nach Meta-Daten sortieren

Eine wahrlich versteckte Funktion, die aber durchaus praktisch ist, besteht in der Möglichkeit, die Dokumente in Scrivener im Binder nach dem Inhalt einer Meta-Information sortieren zu können.

Warum Sie das tun sollten? Wer mit Scrivener einen Roman oder eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, wird die Dokumente im Binder wohl eher nach der Dramaturgie und Logik anordnen. Aber vielleicht verwenden Sie die Software als Artikelspeicher für Ihr Blog? Dann möchten Sie unter Umständen zu einem späteren Zeitpunkt Ihre Beiträge chronologisch sortieren, etwa, um daraus ein E-Book zu produzieren. Das lässt sich mit individuellen Meta-Daten umsetzen.

Meta-Daten in Scrivener

Scrivener speichert eine Reihe von Informationen über die in einer Datei gespeicherten Dokumente. Diese Meta-Daten werden sichtbar, wenn Sie vom Binder in den Outliner wechseln (cmd-3). Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Spaltenüberschrift der Tabelle. Die Einträge im nachfolgenden Menü enthalten die gespeicherten Informationen, wie etwa das Erstellungsdatum des Dokuments, die oft auch automatisch gespeichert werden.

Wenn Sie einen dieser Einträge auswählen, übernehmen Sie das Feld als eine weitere Spaltenüberschrift.

Die Liste der Meta-Daten erweiteren Sie auf Wunsch auch um individuelle Einträge. Blenden Sie sich den Inspektor ein (cmd-alt-i). Klicken Sie danach auf das Etikettensymbol am unteren Rand des Fensters. Jetzt sehen Sie den noch leeren Bereich mit den individuellen Meta-Daten. Mit einem Klick auf das Zahnrad rufen Sie sich ein Menü auf und entscheiden sich dort für „Edit-Custom-Meta-Data-Setting“.

Menu in Scrivener Meta-Daten

Rufen Sie das Menü auf, um eigene Meta-Daten in Scrivener anzulegen.

 

Als Alternative nutzen Sie Project, Meta-Data-Settings. Mit einem Klick auf die Plus-Taste legen Sie eine neue Zeile an und vergeben eine Bezeichnung für den neuen Eintrag. Dies kann zum Beispiel „Pub-Date“ sein. Sobald Sie den Dialog verlassen, erscheint der neue Abschnitt im Inspektor, um von Ihnen mit Daten gefüllt zu werden.

Eigene Meta-Daten in Scrivener anlegen.

Hinterlegen Sie Ihre individuellen Infos.

Nach Meta-Daten sortieren

Um die Dokumente im Binder nun nach den Inhalten der Meta-Daten zu sortieren, gehen Sie so vor:

Sie wechseln in den Outliner und lassen sich das Meta-Feld im Tabellenkopf anzeigen. Mit einem Klick auf den Eintrag sortieren Sie die Einträge in dieser Ansicht danach (aufsteigend, absteigend). Dadurch ändert sich die Reihenfolge der Dokumente im Binder nicht.

Markieren Sie im Outliner alle Einträge mit der Maus (cmd-a).

Klicken und Ziehen Sie jetzt die Dokumente mit der Maus in den Ordner des Binders, den Sie gerade bearbeiten.

Dokumente in Binder ziehen

Sortieren Sie im Outliner nach Ihren Werten und Ziehen Sie die Dokumente in den Binder.

 

Damit sind die Dokumente auch im Binder so sortiert, wie gerade im Outliner.

0

Powered by WordPress. Gestaltet von Woo Themes