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„iPad for Writers“ – ein schönes E-Book für Einsteiger

Dieser Blogbeitrag entsteht auf meinem iPad. Sein geringes Gewicht und die Fokussierung auf jeweils nur eine einzige Anwendung, machen aus dem Tablet aus meiner Sicht ein ganz hervorragendes Werkzeug für Autoren. Das sieht auch Thord Daniel Hedengren so und hat ein kleines englischsprachiges E-Book mit dem Titel “The Writers iPad” geschrieben. Für 3,99 Dollar können Sie es als EPUB-Version und als PDF-Dateien erhalten. Wenn Sie lieber auf dem Kindle lesen, ist auch das kein Problem.

Nachdem sich der Autor zunächst dem Thema widmet, welche Vor- und Nachteile sich beim Schreiben am iPad ergeben, folgt eine – aus meiner Sicht überflüssige – Aufstellung der aktuellen iPad-Modelle. Wer sich intensiver für die dahinterstehende Technik interessiert, kommt dabei zu kurz und Autoren, die tatsächlich darüber nachdenken, das iPad in ihre Produktion zu integrieren, werden die Informationen zur Wahl des passenden iPads anderswo mehr im Detail finden.

Im Anschluss an diese Einleitung folgt im ersten Hauptteil des Buches eine Würdigung der bereits vorhandenen Anwendungen. Die Notizen-App ist schnell vorgestellt und nach dem Hinweis, doch besser die Auto-Korrektur von iOS zu deaktivieren, widmet sich Hedengren dann der Verwendung von Zubehör, um sich eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Gerade Neueinsteiger werden von diesem Kapitel profitieren. Denn in diesem Kapitel sind einige Tastaturen für das iPad beschrieben. Außerdem erhält der Leser hier auch Hinweise zur Auswahl des richtigen Ständers für das Tablet, um der Nackenmuskulatur auch etwas Gutes zu tun. Abgerundet wird das Kapitel durch eine Übersicht praktischer Tastenkürzel, die ihren vollen Nutzen natürlich erst durch den Einsatz einer Tastatur entfalten.

Den Hauptteil des Buches bildet eine Übersicht aktueller Apps für Autoren. Hedengren hat sich der Fleißarbeit unterzogen und präsentiert alles, was derzeit Rang und Namen hat in Form einer kurzen Beschreibung, Bezugsquelle und Bildschirmfoto. Vom Writing Kit über Simple Note bis hin zu iAWriter. Das ist praktisch und erspart eigene Recherchen.

Gänzlich überflüssig ist dagegen ist meiner Meinung nach das letzte Kapitel, das zusätzliche Werkzeuge vorstellt. Darunter Dropbox oder auch Google Chrome.

Fazit: Zu wenig Tiefgang für Autoren

Wer sich bisher noch überhaupt nicht mit dem Thema “Schreiben mit dem iPad” beschäftigt hat, kann mit der Anschaffung dieses Büchleins nichts falsch machen. Alle wesentlichen Fakten sind auf den Punkt gebracht. Autoren und Journalisten, die Apples Tablet aber bereits arbeiten, finden darin mit Sicherheit keine Neuigkeiten. Unter diesem Aspekt besitzt das E-Book schlicht zu wenig Tiefgang. So fehlen etwa konkrete Beispiel dafür, wie sich das iPad in den Arbeitsablauf mit einer Redaktion oder einem Lektorat einbinden lässt. Der Hinweis auf Dropbox allein ist da zu wenig.

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