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Drei Markdown-Editoren für den Mac im Vergleich

11. April 2012

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Für den Mac werden inzwischen eine ganze Reihe von Texteditoren angeboten, die die Auszeichnungssprache Markdown unmittelbar unterstützen. Aber welches Programm lohnt die Anschaffung? Ein direkter Vergleich von drei Markdown-Editoren für den Mac.

Das Testfeld

Für diesen einfachen Vergleich habe ich mir drei Anwendungen herausgesucht, die ich miteinander vergleiche:

  • Byword: Ist bereits seit einiger Zeit auf dem Markt und kann im App-Store für 9,99 Dollar erworben werden.
  • Mou: Ist derzeit noch in der Betaphase und kostenlos. Wer sich für eine Spende entschließt, soll später die finale Version kostenlos erhalten.
  • Macchiato: Ein Editor, der in der Berichterstattung bereits viel Aufmerksamkeit erfahren hat. Das Programm kostet im App-Store doppelt so viel wie Byword.

Byword – der Platzhirsch

Regelmäßige Leser dieser Seiten oder meines Blogs Der Lifehacker wissen wahrscheinlich, dass ich die meisten meiner Artikel mit dem wunderbaren Scrivener schreibe. Kürzere Artikel oder Blogeinträge entstehen aber durchaus auch mit Byword.

Das Programm kann sowohl Texte im Markdown- als auch RTF-Format verarbeiten. Optisch ist die Software eine regelrechte Augenweide. Eine angenehme Zusammenstellung der Farben, keine störenden Icons und sehr überschaubare Optionen. Lediglich den Stil des Fensters, die Breite des Textes sowie den verwendeten Font können Sie einstellen.

Oberfläche von Byword

Wenn Sie in Markdown schreiben, werden die Code-Elemente im Text gedimmt und Sie sehen lediglich die damit angelegten Formatierungen. Lobenswert ist die gute Unterstützung von Tastenkürzeln. Ob Sie Text fetten wollen, oder Listen erzeugen – die entsprechenden Befehle sind auch per Tastatur erreichbar. Das spart im Laufe des Tages eine Menge Tipparbeit. Ebenfalls sehr angenehm, ist die (abschaltbare) Vervollständigungsfunktion. Haben Sie etwa eine Klammer gesetzt, kümmert sich die Anwendung auch gleich um das schließende Element.

Optionen in Byword

Am unteren Rand des Fensters finden Sie eine Statistik, die Ihnen die Zahl der geschriebenen Zeichen und Wörter anzeigt.

Was die Unterstützung von Lion angeht, zeigt sich Byword auf der Höhe der Zeit. Sowohl das Versionieren als auch der Vollbildmodus werden unterstützt. Letzterer steht aber auch auf älteren Versionen des OS zur Verfügung.

Byword bietet eine Vorschaufunktion, die Ihnen Ihren Text ohne Markdown-Code darstellt. Aus der Vorschau exportieren Sie unmittelbar Ihren Text in andere Formate oder Sie nutzen dazu das Ablage-Menü.

Vorschaufunktion in Byword

Exportieren können Sie in:

  • HTML (optional nur über die Zwischenablage)
  • PDF
  • RTF
  • Word
  • LaTeX

Mou – der (noch) kostenlose Herausforderer

Einen anderen Weg geht Mou. Das Programm nennt sich selbst einen Editor für Programmierer und wartet mit einer zweigeteilten Ansicht des Bildschirms auf. Im linken Bereich bearbeiten Sie den Markdown-Code, während daneben eine Live-Vorschau eingeblendet wird. Die Aufteilung ist frei wählbar, optional schalten Sie die Vorschau auch vollständig aus.

Der Markdown-Code wird farbig hervorgehoben. Auch dieses Programm bietet eine sehr gute Unterstützung der Tastatur. Ob Listen, Links oder auch Textformate: sie greifen direkt über einen Kurzbefehl auf die Funktion zu.

Oberfläche Markdown Editor Mou

Die beiden wichtigsten Funktionen von MacOS 10.7 werden auch von Mou unterstützt. Allerdings wird der gute Gesamteindruck durch den einen oder anderen Absturz der Anwendung getrübt, was bei einer Beta-Software aber auch wieder nicht so überraschend ist.

Momentan deutlich bescheidener als seine Mitbewerber präsentiert sich die App beim Export der Dokumente. Hier haben Sie lediglich die Wahl zwischen PDF und HTML.

Macchiato – lohnt der Preis?

Das Programm war der erste Markdown-Editor, der exklusiv für OSX 10.7 veröffentlicht wurde und von dessen Neuerungen Gebrauch machte. Versionierung und Vollbild-Modus waren von Anfang an dabei. Ein zeitlicher Vorteil, den die Entwickler wohl auch in einen geldwerten Vorteil wandeln wollten. Denn mit knapp 20 Dollar ist Macchiato alles andere als ein Schnäppchen.

Oberfläche Macchiato Editor

Ihr Quelltext wird in diesem Editor nicht geparst, sondern lediglich formatiert, sodass Sie einen besseren Überblick über den Text erhalten. Das vermag Byword ebenfalls, bietet aber hier noch den Vorteil der Vorschaufunktion. Zwar erlaubt sich Macchiato keine Schwächen bei der Nutzung der Funktionen aus OSX 10.7, aber funktional ist hier ansonsten sehr schmale Kost angesagt. Besonders enttäuschend: Sie brauchen unbedingt einen Markdown-Parser, denn Export-Funktionen suchen Sie in der App vergeblich. Zu diesem Preis darf man sicherlich mehr erwarten.

Fazit

Im unmittelbaren Vergleich belegt Byword eindeutig den ersten Platz. Das Programm unterstützt den Anwender durch eine Vielzahl an cleveren Funktionen und kann auch in Sachen Vorschau und Export überzeugen. Ein weiteres Plus ist dabei natürlich, dass Sie mit der Software auch RTF-Dateien bearbeiten können.

Gespannt bin ich auf die weitere Entwicklung von Mou, das ebenfalls bereits einige schöne Ansätze zeigt, aber noch stabiler werden muss. Insbesondere spielt natürlich auch der spätere Preis eine Rolle.

Abgeschlagen ist Macchiato: Die Software kann zu wenig und ist eindeutig zu teuer.

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Scrivener mit externen Text-Dateien synchronisieren

7. Februar 2012

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Scrivener ist ein fantastisches Werkzeug für alle Autoren. Sie können damit hervorragend Ihre Gedanken gliedern, Stoffe sammeln und verwalten und der Vollbild-Modus ist wirklich vortrefflich. Doch nach wie vor steht der komplette Funktionsumfang lediglich in der Version für den Mac zu Verfügung. Zwar ist MacOS auch das Betriebssystem, mit dem ich meine meiste Zeit zubringe, ich schreibe aber auch viel über Windows und Linux. Und da empfinde ich es als praktisch, wenn ein Teil der Texte auch auf dem System entsteht, mit dem ich mich gerade beschäftige. Dennoch möchte ich auf Scrivener nicht verzichten, insbesondere die Unterstützung von Markdown erweist sich für mich als unverzichtbar.

Glücklicherweise verfügt die Software über eine Funktion, mit der Sie Ihr Manuskript mit externen Ordnern synchronisieren können. Steht dieser Ordner über das Netzwerk oder das Internet zur Verfügung, können Sie Ihre Texte also auch auf anderen Systemen bearbeiten und sind damit dennoch immer auf dem aktuellen Stand.

Synchronisation einrichten

Eine Projektdatei aus Scrivener ist bei weitem kein so starres Gebilde, wie es auf den ersten Blick scheint. Scrivener speichert Ihre Dokument in Form einzelner Dateien ab, die in einem Archiv gemeinsam mit einigen Metainformationen abgelegt werden. Wenn Sie die Synchronisation mit einem externen Ordner einrichten, werden die einzelnen Dateien in diesen Ordner geschrieben und können dort von Ihnen bearbeitet werden.

Ein Wort zur Vorsicht: Versuchen Sie nicht eine Projektdatei mittels Dropbox auf mehreren Systemen zu synchronisieren. Ich habe in der Vergangenheit die schmerzliche Erfahrung machen müssen, dass dies zu Komplikationen führen kann, die schlimmstenfalls das gesamte Projekt unbrauchbar machen. Dropbox eignet sich aber sehr wohl für die Synchronisation der einzelnen Dateien. Genauso wie ein NAS oder auch freigegebenes Laufwerk.

Empfehlenswert ist immer vor einer Synchronisation zu überprüfen, ob das Laufwerk auch verfügbar ist. Zur Einrichtung öffnen Sie das gewünschte Projekt in Scrivener und führen aus dem Menü File das Kommando Sync aus. Entscheiden Sie sich dann für External Folder. Im nachfolgenden Dialog wechseln Sie über Choose in das Verzeichnis Ihrer Wahl. In den Optionen aktivieren Sie die Synchronisation des Ordners des Entwurfes (Draft). Optional können Sie auch alle weiteren Dokumente mit einem externen Ordner synchronisieren. Für die reine Bearbeitung genügt aber der Draft-Ordner.

scrivener synchronisation externer ordner

Empfehlenswert ist auch die Aktivierung von Check external folder on project open, denn damit erhalten Sie stets den aktuellen Stand des Projekts. Verlassen Sie den Dialog. Damit führen Sie bereits die erste Synchronisation aus. Sie können Scrivener damit beenden.

Im ausgewählten Ordner liegen nach der Synchronisation jetzt eine Reihe von RTF-Dateien. Dies ist das interne Format, in dem Scrivener seine Dateien ablegt. Diese Dateien können Sie jetzt mit einem beliebigen Programme öffnen und auch dort bearbeiten. Wenn Sie die automatisch Synchronisation beim Programmstart aktiviert haben, erkennt Scrivener, dass sich etwas an den Dateien geändert hat und übernimmt die Änderungen. Im Binder werden Ihnen die geänderten Dateien präsentiert, sodass Sie auch die Änderungen nachverfolgen können.

In seinen Voreinstellungen nummeriert Scrivener die synchronisierten Dateien automatisch. Ich persönlich habe diese Option ausgeschaltet, da sie meiner Meinung nach nicht zur Übersichtlichkeit beiträgt. Insbesondere wenn es sich um zahlreiche Dateien handelt, fällt es mir dann schwer, die richtige Datei im externen Programm zu öffnen.

Mit reinen Textdateien unter Scrivener arbeiten

Ich bevorzuge aus verschiedenen Gründen Markdown, wenn ich Texte schreibe. Das reine Textformat, das als Grundlage für Markdown genutzt wird, hat für mich den Vorteil, dass ich die Dateien wirklich auf jeder Plattform und einer breiten Palette an Werkzeugen bearbeiten kann. Mit einer kleinen zusätzlich Einstellung in der Konfiguration nutzen Sie für die externen Dateien das Text-Format. Unter Format wählen Sie aus dem Listenfeld das TXT-Format aus. Scrivener speichert damit nach wie vor die Dokumente intern im RTF-Format ab, Sie können die Dokumente aber mit jedem beliebigen Editor bearbeiten.

Scrivener externe Textdateien

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Zeit und Mühe sparen: Semantisches Schreiben mit Markdown

2. Februar 2011

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Vielleicht sind alle Ihre Texte bisher mit Word von Microsoft oder dem OpenOffice-Paket entstanden. So lange Sie Ihre Texte mit Nutzern der gleichen Software austauschen, verläuft das ja ohne Probleme. Wie Sie aber mit Sicherheit aus eigener Erfahrung wissen, kommt es gerade bei der Weitergabe von Dokumenten immer mal wieder zu Problemen. Ich möchte Ihnen in diesem Artikel zeigen, wie ich arbeite und Sie mit dem Konzept des semantischen Schreibens vertraut machen.

Was ist falsch an der Textverarbeitung

Ob Fachbuch oder Artikel: Mit den integrierten Vorlagen gestalten Sie Ihren Text ganz nach Ihren Vorstellungen. Wie Sie ja wissen, benötigt die Textverarbeitung diese Vorlagen auch noch aus einem anderen Grund. Wenn automatisch ein Inhaltsverzeichnis erzeugt werden soll, durchsuchen die Programme den Text nach passenden Vorlagen und nehmen die entsprechend formatieren Passagen dann auch in den Index und das Verzeichnis auf.

Als ich meine Schreibmaschine zugunsten eines IBM-PC eingemottet habe, bin ich lange Zeit davon ausgegangen, dass ich mit der Funktion der Formatvorlage auch der so formatierten Passage einen entsprechenden Sinn verliehen habe. Denn das wollte ich ja eigentlich erreichen: eine Textpassage als Überschrift kennzeichnen, und nicht ihr nicht nur das Aussehen einer Überschrift geben. Als ich dann erstmals einen Text aus Word heraus in einem anderen Format exportierte, war im Zielprogramm leider von meiner Überschrift nichts mehr zu sehen.

An diesem Problem hat sich in den vergangenen Jahren recht wenig geändert. Zwar bemühen sich Word und OpenOffice darum, in ihren Textformaten auch den Sinn einer Passage zu speichern, ob dieser aber übertragen wird, ist unter anderem vom Importfilter des Programms abhängig, in dem Sie den Text weiterverarbeiten wollen. Im schlimmsten Fall bleibt Ihnen dann nur das Textformat übrig, wobei von Ihrer Struktur aber nichts übrig bleibt.

Semantisches Schreiben mit Markdown

Seit einiger Zeit entstehen alle meine Arbeiten, ob Fachartikel, Buch oder Blogbeitrag im reinen Textformat. Für das Format sprechen einige Vorteile:

  • Die Dateien bleiben sehr klein.
  • Die Dateien können leicht durchsucht werden
  • Der Inhalt kann wirklich auf jedem System betrachtet werden.
  • Das Format lässt mir die Freiheit, mich für die Software zu entscheiden, mit der ich arbeiten möchte.

In Kombination mit einem kostenlosen Werkzeug, kann ich dennoch meinen Texten Struktur und Formate zuweisen, die ich dann mit anderen Anwendungen wieder einlesen kann. Möglich macht dies MarkDown. Dabei handelt es sich um eine Textauszeichnungssprache, mit der ich während des Schreibens den Sinn einer Passage zuweisen kann. Diese werden dann später abweichend formatiert.

Markdown kann Txt-Dateien als HTML bzw. XHTML, LaTex und RTF bzw. PDF ausgeben. Wenn ich beispielsweise eine Passage als Überschrift der dritten Ebene formatieren möchte, gebe ich ein:

###Überschrift der dritten Ebene#

Auf ähnliche Weise kann ich Links und Verweise setzen. Sogar an Metainformationen wie eine Beschreibung oder den Namen des Autoren hat der Entwickler gedacht.

Der Workflow von Markdown

Ausgabe der Texte in verschiedene Formate

Damit ich meine Textdateien dann an Redaktionen und andere Kunden weitergeben kann, muss ich meine Text-Dateien ins das gewünschte Format übertragen. Dieser Vorgang wird als Kompilieren bezeichnet. Das klingt sehr technisch und kompliziert, ist es aber gar nicht. Sie müssen sich lediglich das passende Markdown-Paket für Ihren Rechner herunterladen und in einem Verzeichnis Ihrer Wahl entpacken. Anschließend genügen einige wenige Befehle, um das Kompilieren zu starten.

Die Arbeit mit Markdown erweist sich als echter Zeitsparer. Ich schreibe viel und kenne die meisten Tastenkürzel meiner Lieblingsprogramme. Aber das Auszeichnen einer Passage mittels der passenden Befehle geht doch schneller als jeder Formatbefehl. Und meine Texte behalten ihren Sinn. Egal in welches Format ich sie verwandeln möchte.

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