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In Word schreiben, Markdown speichern – Writage

Ich gebe es unumwunden zu. Word nutze ich nur noch selten. Beruflich habe ich natürlich nach wie vor damit zu tun, etwa wenn ich einen Artikel rund um das Office-Paket verfasse. Aber ein solcher Artikel entsteht dann mit einer anderen Software. Das liegt auch daran, dass ich intern nur noch das Markdown-Format verwende. Und das wird von Microsoft ja nicht unterstützt.

Das ändert sich mit dem Programm Writage, das derzeit kostenlos angeboten wird. Es arbeitet als Add-in für Word und rüstet die Markdown-Funktion für Word (getestet mit 2013 und 2010) nach.

Einfache Installation – Pandoc notwendig

Die Installation und Einrichtung von Writage ist sehr einfach und stellt auch Computerneulinge vor keine Probleme. Sie laden sich die aktuelle Version von der Homepage des Projekts auf Ihren Rechner und beginnen die Installation mit einem Doppelklick.

Writage nutzt im Hintergrund Pandoc. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, weist das Setup-Programm Sie darauf hin. Sie werden dann auf die Pandoc-Seite verwiesen und laden sich die aktuelle Version von dort auf Ihren Rechner.

Schreiben wie gewohnt – Markdown speichern

Writage wendet sich an alle Autoren, die von den Vorzügen des Markdown-Formats überzeugt sind, aber weder Lust noch Zeit haben, sich in die Syntax einzuarbeiten. Sie können wie gewohnt in Word schreiben und den Text mit den Funktionen der Werkzeugleisten formatieren.

writage-01

Das funktioniert soweit auch bereits mit dieser ersten Version von Writage sehr gut. Problemlos und intuitiv werden diese Formate verstanden:

  • Überschriften
  • Links (werden als Inline-Links umgesetzt)
  • Auszeichnungen wie fett, kursiv und unterstrichen
  • Tabellen
  • Fußnoten

Probleme bereiten derzeit noch Code-Blöcke. Werden die Codezeilen mit einem Tabulator eingerückt, hat dies im finalen Markdown-Text keine Auswirkungen.

Um den Text mit einem beliebigen Markdown-Editor bearbeiten zu können, nutzen Sie in Word einfach den Befehl „Speichern unter“. In der Liste der Formate markieren Sie „Markdown“. Der exportierte Text kann mit jedem beliebigen Markdown-Editor bearbeitet werden.

Markdown-Text bearbeiten

Erhalten Sie Markdown-Texte anderer Autoren, öffnen Sie diese direkt in Word. Sie müssen dort ebenfalls lediglich im Feld „Format“ die Option „Markdown“ aktivieren. Nun greift Writage auf eine Formatvorlage zurück, die dann auch Formate für die eher selten genutzten Auszeichnungen enthält. Ich glaube aber, dass der Entwickler sicherlich noch im Laufe der Zeit eine Dokumentation nachreicht oder eine entsprechende Vorlage freigibt.

writage-02

Fazit

Mit Writage liegt ein ganz interessanter Ansatz für alle Nutzer vor, die etwa Markdown-Texte an andere Autoren weitergeben wollen, die nach wie vor mit Word arbeiten wollen. Die Konvertierung jedenfalls funktioniert bereits für eine so frühe Version sehr gut.

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Bücher schreiben mit Sublime Text und Markdown

Ein Buch mit einem einfachen Texteditor schreiben? Kann das funktionieren? Die Frage beschäftigte mich schon etwas länger. Warum also nicht einen Selbstversuch wagen?

Manchmal benötigt man einfach einen neuen Hammer, um wieder motiviert an die Arbeit zu gehen. Deshalb habe ich mich für einige Kapitel meines Buches zu Yosemite von meinem Lieblingswerkzeug Scrivener abgewendet und stattdessen SublimeText als Schreibwerkzeug genutzt.

Obwohl und gerade Sublime Text!

Die Antwort auf die Frage, warum gerade einen Texteditor statt einer Textverarbeitung zu benutzen, ist einfach. Ein Texteditor lässt Sie mit Ihrem Werk allein. Sie können nichts formatieren und die meisten Programme sind auch optisch so einfach gestaltet, dass es nichts gibt, was Sie ablenken könnte. Das macht sich auch beim Schreiben bemerkbar. Denn falls Sie zu den Schnell- und Vielschreibern zählen, werden Sie die Erfahrung machen, dass es keine schnellere Form der Texterfassung am Computer gibt.

Die Antwort auf die Frage, warum ich mich gerade für Sublime Text entschieden habe, ist schon etwas schwieriger. SublimeText bietet eine ganze Reihe von Vorteilen, zu denen ich gleich noch im Detail komme. Allerdings mache ich mir auch etwas Sorge um die Zukunft der Software. Die letzte Betaversion der Nachfolgeversion stammt aus dem vergangenen Jahr. Beiträge im Benutzerforum sind teilweise seit einiger Zeit unbeantwortet und der Twitteraccount ebenfalls alles andere als aktuell. Fast scheint es so, als habe der Entwickler seine Arbeit eingestellt und ruhe sich auf dem phänomenalen Erfolg aus, den das Programm erzielen konnte.

Schließlich haben mich aber die von mir geschätzten Vorteile von Sublime Text davon überzeugt, das Experiment mit dem Programm zu wagen.

  • Plattformübergreifend: Sublime Text kann ich unter Windows, Mac und Linux einsetzen. Und zwar ohne funktionale Unterschiede oder Einschränkungen.
  • Erweiterbar: Das Programm ist mittels so genannter Pakete funktional und in Sachen Optik zu erweitern.
  • Vollbildmodus: Sublime Text beherrscht den für mich wichtigen Vollbildmodus, mit dem ich ohne Ablenkung meinen Text verfassen kann.

Damit war zumindest die Frage nach dem Werkzeug entschieden.

Textformat: Markdown

Regelmäßige Leser dieses Blogs werden nicht überrascht davon sein, dass die Frage nach dem Datenformat deutlich schneller entschieden werden konnte. Ich wollte in Markdown schreiben. Und das nicht nur, weil auch der Rest des Projekts in Scrivener als Markdown angelegt wurde.

Markdown bietet mir die größten Freiheiten, meinen Text später auch anderweitig auszugeben. Selbst umfangreiche Kapitel belegen nur wenig Speicherplatz auf der Festplatte. Und Textdateien lassen sich ja nun tatsächlich mit so ziemlich jedem Schreibprogramm auf jeder Plattform bearbeiten und lesen. Da muss ich mir keine Sorgen machen, dass ich eines Tages vielleicht nicht mehr auf meinen Text zugreifen könnte.

Damit ich beim Schreiben eines so umfangreichen Textes den größten Nutzen aus Markdown ziele, und gleichzeitig damit komfortabel arbeiten kann, helfen ein paar Erweiterungen für Sublime Text weiter.

Sublime Text für das Buchschreiben optimieren

Um möglichst einfach und komfortabel schreiben zu können, rüste ich folgende Funktionen nach:

  • Darstellung der Markdown-Syntax
  • Direktes Ansprechen von Pandoc zum Konvertieren des Textes in unterschiedliche Zielformate.
  • Statistik zum Text, also die Zählung von Zeichen und Wörtern
  • Schnellere Übersicht mit einem Inhaltsverzeichnis

Damit Sie die Pakete installieren können, ist die Installation des Pakets „Package Control“ empfehlenswert. Dazu haben ich bereits einmal etwas in dem Artikel Scrivener, Tabellen und Markdown geschrieben. Sobald Sie die Ergänzung installiert haben, richten Sie damit folgende Pakete ein:

Monokai Extended

Brett Terpstra hat eine tolle Erweiterung für Sublime Text geschrieben. Das Paket hört auf den Namen Markdown Editing und gilt vielen Autoren als mustergültige Umsetzung. Das Ergebnis ist am Ende eine Oberfläche, die sich in vielerlei Hinsicht an iAWriter orientiert. Soweit wollte ich indes nicht gehen.

Ich bevorzuge, wenn ich die Markdown-Auszeichnungen einfach nur farbig kodiert sehe. Und genau das bietet Monokai Extended.
Auf dem Mac führen Sie das Kürzel cmd-umschalt-P aus. Mit „Package Controll: Install Package“ blättern Sie durch die angebotenen Pakete bzw. suchen den gewünschten Eintrag. Wenn Sie das Format in Sublime Text dann auf Markdown stellen, erfolg die Kodierung sofort.

Suchen Sie das passende Paket aus.

Suchen Sie das passende Paket aus.

Wordcount

Für jeden Autor ist die Frage, wie viel Text er bereits geschrieben hat, wichtig. Im Sachbuchbereich motiviert die Zahl nicht nur, sondern hilft dabei, nicht den geplanten Rahmen des Werks zu sprengen. Denn hier wird knapp kalkuliert.

Die Erweiterung LaTex Word Count nistet sich direkt als Kommando in der Menüleiste von Sublime Text ein. Mit einem Mausklick oder Tastenkürzel kann ich mir gleich sofort einen Überblick verschaffen, wie weit ich bereits bin.

Das Ergebnis von LaTeX Word Count in Sublime Text

Das Ergebnis von LaTeX Word Count in Sublime Text

Pandoc

Das Paket Pandoc setzt natürlich eine funktionierende Installation dieses Konverters voraus. Die Erweiterung erleichtert die Umwandlung der Texte in jedes von Pandoc unterstützte Format. Möchte ich mir rasch einen Eindruck davon verschaffen, wie der Text als RTF-Datei wirkt, rufe ich mit cmd-Umschalt-P erneut die Eingabezeile auf und gebe dort „Pandoc“ ein. Danach noch das gewünschte Zielformat wählen und die Erweiterung zeigt den neuen Quelltext (z.B. LaTeX) direkt in Sublime Text an oder erzeugt die externe Datei.

Markdown TOC

Ich lege pro Kapitel jeweils eine neue Datei an. Bei Sachbüchern ist es ja keine Seltenheit, dass ein Kapitel sich in eine ganze Reihe von Unterkapitel gliedert. Da ist es trotz der „Minimap“-Ansicht von Sublime Text nicht immer einfach, den Überblick zu behalten, welche Segmente ich nun bereits geschrieben habe. Die Erweiterung Markdown TOC (TOC steht für Table of Content) legt mir einfach an den oberen Rand der Datei automatisch ein Inhaltsverzeichnis an. So sehe ich sofort, ob ich alle Gedanken bereits erfasst habe.

Mit Markdown TOC erkennt man direkt in der Datei die Struktur.

Mit Markdown TOC erkennt man direkt in der Datei die Struktur.

Buchschreiben mit Sublime Text? Das funktioniert!

Dank der Zusammenstellung der verschiedenen Tools habe ich mir mit Sublime Text eine aus meiner Sicht perfekte Umgebung für das Schreiben von Büchern geschaffen. Das Programm ist schnell, ich kann in Markdown schreiben und erleichtere mir dabei die Arbeit. Dank des Markdown-Formats kann ich meine Inhalte zum Beispiel auch ganz einfach an Leanpub senden. Zu meinen Erfahrungen mit Leanpub werde ich später noch einmal etwas schreiben.

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Scrivener, Tabellen und Markdown

Aus nur einer Quelle eine ganze Reihe von Produktionen anlegen – das funktioniert mit Scrivener sehr gut. Nach meiner Einschätzung schneidet in dieser Hinsicht die Kombination mit Markdown am besten ab. Sie schreiben Ihren Text in Scrivener und exportieren ihn als Markdown. Anschließend generieren Sie dann die gewünschten Zielformate. Kompliziert wird das nur, wenn Sie viel mit Tabellen arbeiten, was in Sachbüchern ja nicht selten ist.

Scrivener und der Export von Tabellen

Die Formatierungsoptionen in Scrivener sind der Philosophie der Software gemäß recht beschränkt. Tabellen lassen sich aber recht einfach anlegen und pflegen.

Allerdings exportiert Scrivener in der aktuellen Version (2.6) die Tabellen nicht nach Markdown.

Wenn Sie also mit Markdown in Scrivener arbeiten wollen, müssen Sie den Quelltext für die Tabellen manuell schreiben. Und jeder, der bereits mit Tabellen in Markdown gearbeitet hat, wird mir wohl recht geben. Das ist alles andere als ein Vergnügen. Der Quellcode für die Tabellen wird schnell unübersichtlich. Und das provoziert gerade zu Fehler, die dann später beim Kompilieren nur schwer zu entdecken sind.

Markdown-Tabellen in SublimeText pflegen

Für mein Buch zu Yosemite, das an einigen Stellen Tabellen nutzt, habe ich nach einer einfachen Lösung gesucht. In einer Erweiterung für den Editor SublimeText habe ich sie auch gefunden. Für die dauerhafte Nutzung von SublimeText erwartet der Autor von Ihnen den Abschluss einer Lizenz. Allerdings dürfen Sie den Editor für eine unbegrenzte Zeit testen. Es sind zwei Besonderheiten, die SublimeText für mich so interessant machen. Zum einen wird das Programm für Mac, Windows und Linux entwickelt. Und die Lizenz gilt auch für alle diese Plattformen gemeinsam. Zum anderen werden unzählige Erweiterungen („Packages“) angeboten, die den Funktionsumfang ergänzen. Eine dieser Erweiterungen ist der Tabelleneditor, der sehr vielversprechend erschien.

Um ihn zu nutzen, müssen Sie sich zuerst die Ergänzung „Package Control“ installieren, mit der sich Erweiterungen viel einfacher beziehen und integrieren lassen. Dazu besuchen Sie zuerst die Seite https://packagecontrol.io/ und klicken dort auf „Installation“. Auf der nachfolgenden Seite entscheiden Sie sich für die genutzte Version des Editors und kopieren den gezeigten Quellcode in die Zwischenablage.

Wechseln Sie zum Editor und führen Sie dort „View, Show Console“ aus. In die untere Eingabezeile fügen Sie den kopierten Text ein, drücken die Eingabetaste und beenden den Editor. Rufen Sie die Software erneut auf.

Mit cmd-umschalt-p öffnen Sie die Eingabemaske und geben dort „Install Package“ ein. Im nächsten Dialog geben Sie „Table“ ein und markieren „Table Editor“. Drücken Sie die Eingabetaste. Ist der Rechner mit dem Internet verbunden, lädt er jetzt die Erweiterung herunter. Beenden Sie anschließend zur Sicherheit den Editor und rufen ihn wieder auf.

In SublimeText aktivieren Sie die Installation eines Pakets.

In SublimeText aktivieren Sie die Installation eines Pakets.

Damit ist das kleine Programm einsatzbereit. Legen Sie in SublimeText eine neue Datei an. Achten Sie darauf, dass Sie in der rechten unteren Ecke des Programmfensters das Format der Datei auf „Markdown“ setzen. Jetzt drücken Sie die Tastenkombination cmd-umschalt-p. Geben Sie „Table“ ein und wählen Sie aus den Treffern „Table editor: Enable for current syntax“.

Aktivieren Sie die Nutzung der Tabellen im aktuellen Code.

Aktivieren Sie die Nutzung der Tabellen im aktuellen Code.

Jetzt beginnen Sie mit dem Schreiben der ersten Zeile der Tabelle, also dem Kopfbereich. Danach beginnen Sie die zweite Zeile. Am Ende sieht das dann etwa so aus:

|Name|Vorname|Strasse|PLZ|Ort|
|-

Drücken Sie am Ende der zweiten Zeile jetzt die Tab-Taste. Die Erweiterung ordnet die Eingaben ganz ordentlich in Form einer Tabelle an. Füllen Sie die erste Zelle aus. Navigieren Sie erneut mit der Tab-Taste zur nächsten Zelle. Die Breite der Spalten wird Ihrer Eingabe angepasst. Am Ende der aktuellen Zeile fügen Sie mit Tab eine weitere Tabellenreihe ein.

Die Erweiterung formatiert Ihre Eingabe perfekt.

Die Erweiterung formatiert Ihre Eingabe perfekt.

Zur Erweiterung gehört auch eine umfangreiche Readme-Datei, die Ihnen die weiteren Kürzel und Techniken mit dem Plug-in verrät, wie zum Beispiel das nachträgliche Hinzufügen von Zeilen oder auch das Löschen von Einträgen. Am Ende markieren Sie Ihre Tabelle und kopieren diese in die Zwischenablage.

Tabelle in Scrivener einfügen

Wenn Sie den Quelltext aus dem Editor in Scrivener einfügen, dürfte der optisch perfekte Eindruck sofort getrübt werden. Die Tabelle wird auseinandergerissen und sieht nicht mehr korrekt aus. Das liegt daran, dass Sie in Scrivener wahrscheinlich einen proportionalen Font für das Dokument aktiviert haben.

scrivener-tabellen-06

Markieren Sie den Text der Tabelle und ändern Sie über die Formatleiste die Schriftart etwa zu „Courier“. Jetzt erscheint die Tabelle auch korrekt in Scrivener. So lange Scrivener nicht in der Lage ist, seine eigenen Tabellen auch nach Markdown zu exportieren, wird dies der von mir bevorzugte Arbeitsablauf bleiben.

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So produzieren Sie ansprechende E-Books mit Markdown und Pandoc

Wenn Sie ein E-Book schreiben wollen, müssen Sie nicht gleich zu einem der großen Office-Boliden oder zu einer Software für Schriftsteller greifen. Schon mit einem Texteditor, etwas Markdown und einem wunderbar kleinem Programm, das für Linux, Mac und Windows gleichermaßen angeboten wird, lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf und erhalten als Lohn ein E-Book.

Was ist Markdown?

Ich habe an dieser Stelle bereits häufiger über das Semantische Schreiben mit Markdown geschrieben. Deshalb nur sehr kurz zusammengefasst:

  • Markdown speichert Dokument in einfachen Textdateien. Ein Format, das seit Jahrzehnten bewährt ist und auf jedem System gelesen werden kann.
  • Markdown ist eine sehr einfache Markup-Sprache, mit der Sie mittels kurzer Befehle aus jedem Text HTML-Dokumente oder PDF-Dateien erzeugen können.

Pandoc – Konverter für Markdown in andere Formate

Würde man Pandoc lediglich als Konverter für Markdown beschreiben, täte man der Software eigentlich unrecht. Ich werde das Werkzeug mit Sicherheit noch einmal in einem ausführlicheren Beitrag vorstellen. Deshalb beschränke ich mich in diesem Artikel auf einen Teilaspekt des Programms.

Pandoc ist eine Software für die Kommandozeile. Sowohl unter Windows, Linux als auch OS X müssen Sie es in einem Terminal bzw. der Eingabeaufforderung starten und ihm Parameter übergeben.

Als Lohn der Mühe setzen Sie auf ein Stück Software, das Ihren Markdown-Text in viele zusätzliche Formate konvertieren kann. Zu den drei interessantesten zählen sicherlich:

  • ODT (Also Dateien für LibreOffice)
  • DOCX (Dokumente für die aktuellen Versionen von Word)
  • EPUB (das freie Format für elektronische Bücher)

Markdown-Dateien vorbereiten

Der EPUB-Standard sieht vor, dass die E-Book-Datei zumindest einen Titel enthält. Notieren Sie in der ersten Datei, aus der Sie Ihr E-Book zusammenstellen wollen, einen solchen Block:


% Buchtitel
% Autor
% Erscheinungsdatum

Also zum Beispiel:

% E-Books mit Pandoc
% Stephan Lamprecht
% 2013-07-25

Cover-Abbildung nutzen

Zu einem professionellen E-Books gehört auch eine Cover-Abbildung. Das Cover zählt zu den ersten und wichtigsten Eindrücken zu einem Buchtitel in einem Online-Shop, da bilden auch E-Books keine Ausnahme. Ich rate Ihnen dazu, die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, in das E-Book eine Cover-Abbildung zu integrieren.

E-Book-Reader und Programme zur Verwaltung von E-Books erwarten bei einer Cover-Abbildung, dass Sie sich an diese Begrenzungen halten:

  • Proportionen 3:4 oder 2:3
  • Horizontal zwischen 500 und 1000 Pixel
  • Format: JPG oder PNG

Die Datei legen Sie am besten in das gleiche Verzeichnis, in dem Sie auch die Markdown-Dateien für die Produktion abgelegt haben.

Einfacher Funktionsaufruf für E-Book Produktion

Der Aufruf für die Produktion eines E-Books in Pandoc sieht damit so aus:

pandoc kap1.txt kap2.txt kap3.txt -t epub3  - - epub-cover-image
mein_tolles_bild.png -o buchtitel.epub

Wenn Sie das EPUB-Format 2 vorziehen, können Sie auf den Parameter -t epub3 verzichten, da Pandoc anhand der Extension der Ausgabedatei ohnehin erkennt, dass Sie ein E-Book herstellen wollen.

Meta-Daten im E-Book hinterlegen

Zu einem professionellen E-Book gehören auch Meta-Informationen, in denen sich Angaben zur verwendeten Sprache befinden sowie Infos zum Copyright. Die Daten müssen dem Dublin Core Metadata Element Set entsprechen. Die Datei könnte etwa so aufgebaut sein:

<dc:rights>Copyright 2013 Stephan Lamprecht</dc:rights>
<dc:description>Tolles E-Book zu Pandoc</dc:description>
<dc:language>de</dc:language>
<dc:publisher>Lifehacker Verlag</dc:publisher>
<dc:identifier id="ISBN">1234567890123</dc:identifier>

Wenn Sie eine solche Datei beim Kompilieren mit Pandoc einbinden wollen, nutzen Sie dazu den Parameter --epub-metadata.

Layout beeinflussen und Schriften einbinden

Wenn Sie ein E-Book produzieren, können Sie sich auf die Optionen und Einstellungen des E-Book-Readers verlassen, oder im Falle eines E-PUB auch eigene Schriftarten definieren und mitliefern. Dazu müssen Sie eine so genannte CSS-Datei anlegen. Sie übernimmt die Rolle einer externen Formatvorlage und regelt das Erscheinungsbild des Buches. Legen Sie mit einem Editor eine einfache Textdatei an. Nutzen Sie dafür nicht Word oder eine andere Textverarbeitung, sondern tatsächlich einen Editor. Diese Datei trägt die Endung *.css, also etwa mein_stil.css.

Die meisten E-Book-Reader haben die unsägliche Angewohnheit, Texte generell im Blocksatz darzustellen. Nur leider sind die Funktionen zur Silbentrennung und dem Randausgleich so rudimentär, dass es in den Texten hässliche Löcher gibt. Das sieht alles nicht schön aus und behindert eher den Lesefluss. In der CSS-Datei können Sie festlegen, dass Ihr Text generell linksbündig gesetzt wird, setzen sich also über die Definition hinweg. Dazu notieren Sie in der Datei:

body, p  {
text-align: left;
}

Mit dieser einfachen Syntax haben Sie die Ausrichtung im Buch bereits geändert. Die Ausrichtung „left“ bezieht sich dabei auf HTML-Befehle, die im E-Book versteckt sind.

Auf ähnliche Weise können Sie auch eigene Schriftarten in das Buch integrieren. Diese müssen dann aber auch in der Datei ausgeliefert, also an den Leser weitergegeben werden. Deswegen dürfen Sie dazu auch nur Schriftarten verwenden, in deren Lizenzbedingungen die Weitergabe gestattet ist. Die Verwendung eigener Schriftarten erfolgt in zwei Schritten.

Zunächst definieren Sie die Schrift in der CSS-Datei:

@font-face {
font-family: SourceSansPro;
font-style: normal;
font-weight: normal;
src:url("SourceSansPro.ttf");
}

Damit haben Sie die freie Schriftart von Adobe im einfachen Schriftschnitt integriert. An einer weiteren Stelle der Datei müssen Sie jetzt auch aktivieren, dass die Schrift verwendet wird:

body {
font-family: "SourceSansPro";
}

Der zweite Schritt besteht darin, dass Sie die Schriftarten in das gleiche Verzeichnis legen, in dem sich auch Ihre Quelldokumente befinden. Damit Pandoc die Schriften auch in das E-Book verpackt, müssen Sie für jede Schriftart, die Sie einbinden wollen, einen zusätzlichen Parameter übergeben:

--epub-embed-font SourceSansPro.ttf

Pandoc-Aufruf für professionelle E-Books

Damit kann der Aufruf für Pandoc eine recht umfangreiche Sache werden. Ich rate Ihnen, den Funktionsaufruf in Ruhe in einem Editor zu formulieren und dann in das Terminal (Konsole) über die Zwischenablage einzufügen. Wenn Sie sich verschrieben haben, müssen Sie dann nur eine Position korrigieren und nicht gleich immer alles manuell von vorn eingeben. Wichtig ist dabei, dass die Eingaben in einer Zeile erfolgt, auch wenn es an dieser Stelle anders aussieht. Das Terminal kümmert sich selbst um den Umbruch im Fenster. Der exemplarisch Aufruf kann dann so aussehen:

pandoc --smart -t epub3 -o meinbuch.epub
--epub-metadata meta-data.xml --epub-stylesheet mein_stil.css
--epub-embed-font SourceSansPro-Regular.ttf
kapitel_1.md kapitel_2.md 

Wenige Augenblicke später präsentiert Ihnen Pandoc Ihr eigenes E-Book.

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Textdown – mit Markdown direkt im Browser schreiben

Bei meinen Recherchen im Internet auf der Suche nach neuen Werkzeugen für Schriftsteller stoße ich immer wieder auf überraschende Ansätze und Entwicklungen. João Colombo hat mit Textdown einen kleinen Editor geschrieben, der direkt im Browser Chrome von Google läuft.

Chrome kann über eine von den Entwicklern definierte Schnittstelle funktional mit so genannten Apps erweitert werden. Auch ohne eine Verbindung mit dem Internet greifen Apps, sofern sie so programmiert wurden, auf Daten zu. So auch Textdown. Das Programm ist also kein Online-Editor, sondern verhält sich wie eine Software, die Sie auf Ihrem Rechner installiert haben.

Wie es der zweite Teil in seinem Namen andeutet, beherrscht Textdown Markdown. Die App hat also gleich zwei Vorteile auf ihrer Seite:

  • Textdown ist auf jedem Computer lauffähig, auf dem auch Google Chrome eingesetzt werden kann.
  • Sie nutzen die Vorteile, die Ihnen Markdown selbst bietet.

Einrichtung

Eine regelrechte Installation ist nicht notwendig. Sie besuchen den Webstore und suchen nach der App. Mit einem Klick auf “Hinzufügen” übernehmen Sie die Einrichtung. Wenn Sie in Chrome jetzt einen neuen Tab öffnen, taucht Textdown als zusätzlicher Eintrag auf der nachfolgenden Seite auf.

Sobald die Software geöffnet wird, fragt Sie die App nach einem Namen für Ihr Dokument. Damit landen Sie auch sofort in einer Beispieldatei, die Sie über die wichtigsten Funktionen und vor allem über die Tastenkombinationen informiert, die Sie in Textdown nutzen können.

Markdown Editor Textdown in Aktion

Schreiben in Textdown

Die Arbeit mit dem Editor geht flott von der Hand. Der Autor hat eine Reihen von Komfortfunktionen integriert. Dazu gehören u.a.

  • “Pairing” von Zeichen: Sobald Sie Anführungszeichen, runde oder eckige Klammern oder auch Markdown-Befehle setzen, sorgt Textdown automatisch für deren Vervollständigung.
  • Tastenkürzel für wichtige Formate wie den Fettdruck. Diese funktionieren auch bei Text, den Sie markiert haben.
  • Übersicht aller Befehle. Mit <cmd>-d rufen Sie ein kleines Fenster auf, in dem alle Kurzbefehle übersichtlich aufgelistet sind.
  • Vorschaufunktion: Über <cmd>-p öffnen Sie eine Vorschau, die den Markdown-Code interpretiert.

Tastenkürzel in Textdown

Reichlich Optionen

In den Optionen der Software verstecken sich noch eine Reihe von zusätzlichen Möglichkeiten. So haben Sie dort nicht nur die Wahl zwischen drei verschiedenen Farbschemata, sondern ändern auf Wunsch auch die verwendete Schriftart und -größe. Sie passen das zugrundeliegende Stylesheet an (nur für Experten natürlich) und definierten individuelle Textbausteine, um besonders häufig genutzte Phrasen schneller zu schreiben.

Optionen in Textdown

Exportieren

Natürlich wollen Sie am Ende Ihre Arbeit mit einer anderen Software weiter verwenden oder auch den Text exportieren. Neben dem reinen Kopieren und Einfügen des eigentlichen Markdown-Codes übernehmen Sie Ihren Text unmittelbar in andere Formate:

  • einfacher Text
  • RTF
  • HTML

Der Quellcode wird so aufbereitet, dass Sie das anschließende Ergebnis nur noch in die Zielanwendung übernehmen müssen, um etwas ein Dokument im RTF-Format zu besitzen oder den Quellcode in das Redaktionssystem Ihres Blogs oder Webseite zu übernehmen.

Editor in Textdown in anderer Optik

Fazit: Textdown ist ein wirklich erstaunliches Werkzeug, mit dem nicht nur das Schreiben in Markdown Spaß macht, sondern das auch zugleich zeigt, was mit dem Browser alles möglich ist.

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Multimarkdown Composer – guter Markdown Editor für den Mac

In einer losen Reihenfolge möchte ich Ihnen einige Editoren für Markdown etwas genauer vorstellen. Und da der Multimarkdown Composer gerade ein größeres Update erhalten hat, bietet es sich an, damit zu starten.

Editor mit Live-Vorschau

Den Multimarkdown Composer gibt es exklusiv für den Mac. Vor wenigen Tagen wurde eine völlig überarbeitete Version 2.0 des Programms im App-Store zum Kauf bereitgestellt. Entwickelt wird die Software vom Erfinder des Multimarkdown-Converters, was sich an der sehr guten Darstellung aller in Multimarkdown verfügbaren Kommandos und Auszeichnungen zeigt.

Oberfläche Multimarkdown Composer

Der Editor startet seinen Voreinstellungen nach immer mit einem zugleich geöffneten Vorschaufenster, die alle Änderungen am Text live darstellt. Ein kleiner Wermutstropfen der brandneuen Version: Wenn Sie den Text bearbeiten, ist im Vorschaubereich ein deutliches Flackern wahrzunehmen. Diese Aktualisierung der Darstellung lenkt mich persönlich stark beim Schreiben ab. In den Einstellungen des Programms können Sie allerdings auch definieren, dass die Vorschau lediglich dann aktualisiert wird, wenn das Dokument gespeichert wird. Die interne Preview arbeitet problemlos auch mit noch nicht gespeicherten Dateien. Optional kann in den Einstellungen auch die Vorschau mit Marked aktiviert werden. Dies funktioniert allerdings immer nur bei bereits gespeicherten Dateien.

Neue Funktionen in Multimarkdown Composer

Viele durchdachte Extras

Wer sich auf die Software einlässt, wird von einer Reihe sehr durchdachter Funktionen positiv überrascht werden. Dazu gehören:

  • Tastenkürzel für die Formatierung von Texten in fetter und kursiver Schrift.
  • Statistikfenster mit der Anzahl von Wörtern, Zeichen und Zeilen
  • Referenzfenster: Wenn Sie eine Markdown-Referenz setzen, wird dies vom Programm automatisch erkannt. Sie können die Referenz einfach an einer weiteren beliebigen Stelle im Dokument erneut hinterlegen. Dazu müssen Sie nur einen Doppelklick auf den Eintrag ausführen.
  • Inhaltsverzeichnis: Auf Wunsch blenden Sie sich ein Fenster mit der Gliederung Ihres Dokuments ein. Hierzu wertet die Software die gesetzten Überschriften aus. Mit einem Doppelklick auf einen Eintrag, gelangen Sie damit sofort zur korrespondierenden Stelle im Dokument. Sehr praktisch für umfangreiche Dokumente.
  • Überzeugende Stylesheets für den Editor: Mitgeliefert werden eine Reihe von Stylesheets für den Editor. Hier dürfte für (fast) jeden Geschmack bereits etwas dabei sein. Wenn nicht, können Sie die Vorlagen auch problemlos anpassen.
  • Komplettierung von Zeichenpaaren: Sobald Sie eine runde oder eckige Klammer eingeben, wird das Gegenstück dazu sofort gesetzt. Welche dieser »Smart Pairs« Sie nutzen wollen, ändern Sie bequem in den Einstellungen der Software.

Insgesamt ist der Editor ansprechend schnell und reagiert gut. Enthalten ist auch ein so genannter »Focus Mode«, der den Blick auf den jeweils gerade bearbeiteten Textteil reduzieren soll. Eigentlich eine gute Idee, aber in der momentanen Umsetzung schlicht nicht brauchbar, weil der Text kaum lesbar ist. Schade. Hier sollte der Entwickler genauso nacharbeiten, wie beim Beheben des Flackerns während der Aktualisierung von Texten.

Einstellungen in Multimarkdown Composer

Einfachster Export

Sehr bequem ist ohne Zweifel der Export von Markdown-Texten direkt aus dem Editor heraus. Über das Kommando Export legen Sie die Texte in diesen Zielformaten ab:

  • HTML
  • LaTeX
  • RTF
  • ODT: Dabei entsprechen die Überschriftsebenen des Quelltextes auch dem Ziel.
  • DOC: Überschriften werden zwar deutlich als solche formatiert, allerdings bekommt Word von der Gliederungsebene nichts mit.
  • PDF

Der Export ist auch bei umfangreicheren Dateien zügig erledigt. Die Export-Optionen betreffen auch die Zwischenablage. Im Menü Edit finden Sie die Möglichkeit, den gesamten Inhalt des Dokuments zu kopieren und dabei zwischen verschiedenen Formaten zu wählen:

  • HTML
  • RichText
  • LaTeX

Fazit

Der Multimarkdown Composer ist ein solider Editor, trotz einiger leichter Schwächen. Insbesondere die vielen neuen Funktionen in der aktuellen Version 2.0 (z.B. Inhaltsverzeichnis-Ansicht) haben dem Programm gut getan.

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Writing Kit – tolles Schreibprogramm auf dem iPad

Sie möchten auch unterwegs mit ihrem iPad an Ihren Manuskripten arbeiten? Die integrierte Bildschirmtastatur erlaubt durchaus flüssiges Schreiben. Alles, was Sie dann noch brauchen, ist eine Software, die etwas mehr kann, als die integrierten Notizen.

An Editoren herrscht für iOS kein Mangel. Meistens gehen diese aber kaum über die Möglichkeiten der mitgelieferten Programme hinaus. Writing Kit bildet hier eine deutliche Ausnahme. Die Software wendet sich an professionelle Autoren, die auch unterwegs Texte schreiben wollen und dabei auf Markdown als Format setzen.

Grundfunktionen von Writing Kit

Nach dem Programmstart befinden Sie sich unmittelbar in der Übersicht der angelegten Dokumente. Über das Pluszeichen am unteren Rand legen Sie eine neue Datei an. Hier wählen Sie zwischen Markdown und Fountain. Letzteres ist allerdings nur für die Verfasser von Drehbüchern interessant.

Startbildschirm Writing Kit

Sie befinden sich anschließend bereits im Bearbeitungsmodus. Lassen Sie sich dort nicht von dem kryptischen Dateinamen beirren. Das lässt sich später jederzeit ändern. Sobald Sie auf die Seite tippen, blendet sich die Tastatur ein.

Diese ist mit einer eigenen Symbolleiste ergänzt und stellt die unter Markdown am häufigsten benötigten Formate zur Auswahl:

  • Überschriften
  • Fett- und Kursivdruck
  • Einsetzen von Links
  • Platzieren von Bildern
  • Einfügen von Code- und Blockquote-Blöcken
  • Listen und Aufzählungen

Jede der Funktionen platziert den korrespondierenden Code auf der Seite. Die Schreibmarke befindet sich dann automatisch zwischen den Elementen, sodass Sie unmittelbar den formatierten Text eingeben können.

Dokument bearbeiten in Writing Kit

Der Entwickler steckt viel Liebe ins Detail. Haben Sie die Eingabe eines besonders formatierten Textes beendet, tippen Sie einfach an den Rand des Bildschirms, damit die Schreibmarke rechts vom Markdown-Code platziert wird. Legen Sie gerade eine Liste oder Aufzählung an, wird ein weiteres Element, wie Sie es erwarten durften, mit einem “Return” definiert. Damit wird das Arbeiten zügiger.

Möchten Sie sich einen Zwischenstand Ihrer Arbeit ansehen, tippen Sie auf das Auge in der oberen Symbolleiste. Damit öffnen Sie die integrierte Vorschau.

Vorschau Writing Kit

Datei-Management

Wenn Sie eine neue Datei im Writing Kit anlegen, wird ihr zunächst ein kryptischer Name zugewiesen. Außerdem bekommt das Dokument automatisch die Dateiendung “txt”. In dem Programm ist ein kleines Modul integriert, mit dem Sie die Dokumente verwalten.

Dazu tippen Sie in der Symbolleiste auf den Eintrag neben dem kleinen Aktenschrank. Sie haben jetzt die Möglichkeit, sowohl den Namen der Datei mit Rename zu verändern, als auch eine neue Dateierweiterung über Change Extension zu definieren. Außerdem erhalten Sie dort eine kleine Statistik.

Dateimanagement Writing KIt

Gliederung ansehen

Wirklich beachtlich finde ich, dass der Entwickler auch an eine Gliederungsansicht gedacht hat. Dazu tippen Sie auf das Listensymbol am oberen Bildschirmrand. In einem kleinen Fenster sehen Sie jetzt den Aufbau Ihrer Datei. Durch einfachen Antippen navigieren Sie jetzt an die entsprechende Stelle.

Schade, dass es derzeit noch nicht möglich ist, darüber auch die Gliederung der Datei zu bearbeiten. Eine Funktion, die durchaus sehr sinnvoll sein könnte.

Unterstützung bei der Recherche

Während der Arbeit an einem Text kommt es immer wieder vor, dass eine Information benötigt wird. Wenn Sie auf den kleinen Leuchtturm tippen, öffnet sich der Dialog für die Recherche. Dieser arbeitet unter anderem mit Google Suggest zusammen und nimmt diverse Fragestellungen auf. So eignet sich der Dialog für :

  • Kalkulationen
  • Umwandlungen
  • Abfragen von Zeiten oder Temperaturen
  • Allgemeine Suchen

Das klappt mit englischsprachigen Formulierungen auf Anhieb. Wenn Sie die Begriffe in Deutsch eingeben, starten Sie damit letzlich nur eine normale Internetsuche. Brauchen aber dazu die Schreibumgebung nicht zu verlassen.

Exportfunktionen und Dropbox-Sync

Damit Sie Ihre Texte möglichst einfach auch auf einem anderem System bearbeiten können, stellt Writing Kit eine Anbindung an Dropbox zur Verfügung. Sobald Sie diese über die Einstellungen des Programms aktiviert haben, was über das Web-Interface von Dropbox geschieht, landen automatisch alle Dateien, die Sie anlegen oder speichern dort.

Früher oder später werden Sie aber Ihre Texte weiterverarbeiten oder veröffentlichen wollen. Dazu nutzen Sie die Export-Funktion des Programms. Diese gliedert sich in zwei Teilbereiche:

Über die Schaltfläche Tasks sind die Funktionen für HTML-Quellcode und den Markdown-Code aufgeteilt.

Sie können den Markdown-Quelltext in die Zwischenablage kopieren oder auch per E-Mail versenden. Außerdem sind eine Reihe von Diensten hinterlegt, die Eingaben in diesem Format akzeptieren. Dies funktioniert mit den HTML-Dateien, die aus dem Markdown-Code entstehen, analog. Im Rahmen der Restriktionen des iPad ist das gut gelöst. Wünschenswert wäre natürlich in einer späteren Version mehr Freiheit in Hinblick auf den Anbieter der Synchronisation.

Die App kostet knapp 5 Dollar, also etwas mehr als zwei Becher Kaffee unterwegs. Aus meiner Sicht lohnt sich diese Anschaffung für alle Autoren, die das iPad nicht nur für die Lektüre oder Recherche nutzen wollen, sondern auch damit arbeiten.

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Drei Markdown-Editoren für den Mac im Vergleich

Für den Mac werden inzwischen eine ganze Reihe von Texteditoren angeboten, die die Auszeichnungssprache Markdown unmittelbar unterstützen. Aber welches Programm lohnt die Anschaffung? Ein direkter Vergleich von drei Markdown-Editoren für den Mac.

Das Testfeld

Für diesen einfachen Vergleich habe ich mir drei Anwendungen herausgesucht, die ich miteinander vergleiche:

  • Byword: Ist bereits seit einiger Zeit auf dem Markt und kann im App-Store für 9,99 Dollar erworben werden.
  • Mou: Ist derzeit noch in der Betaphase und kostenlos. Wer sich für eine Spende entschließt, soll später die finale Version kostenlos erhalten.
  • Macchiato: Ein Editor, der in der Berichterstattung bereits viel Aufmerksamkeit erfahren hat. Das Programm kostet im App-Store doppelt so viel wie Byword.

Byword – der Platzhirsch

Regelmäßige Leser dieser Seiten oder meines Blogs Der Lifehacker wissen wahrscheinlich, dass ich die meisten meiner Artikel mit dem wunderbaren Scrivener schreibe. Kürzere Artikel oder Blogeinträge entstehen aber durchaus auch mit Byword.

Das Programm kann sowohl Texte im Markdown– als auch RTF-Format verarbeiten. Optisch ist die Software eine regelrechte Augenweide. Eine angenehme Zusammenstellung der Farben, keine störenden Icons und sehr überschaubare Optionen. Lediglich den Stil des Fensters, die Breite des Textes sowie den verwendeten Font können Sie einstellen.

Oberfläche von Byword

Wenn Sie in Markdown schreiben, werden die Code-Elemente im Text gedimmt und Sie sehen lediglich die damit angelegten Formatierungen. Lobenswert ist die gute Unterstützung von Tastenkürzeln. Ob Sie Text fetten wollen, oder Listen erzeugen – die entsprechenden Befehle sind auch per Tastatur erreichbar. Das spart im Laufe des Tages eine Menge Tipparbeit. Ebenfalls sehr angenehm, ist die (abschaltbare) Vervollständigungsfunktion. Haben Sie etwa eine Klammer gesetzt, kümmert sich die Anwendung auch gleich um das schließende Element.

Optionen in Byword

Am unteren Rand des Fensters finden Sie eine Statistik, die Ihnen die Zahl der geschriebenen Zeichen und Wörter anzeigt.

Was die Unterstützung von Lion angeht, zeigt sich Byword auf der Höhe der Zeit. Sowohl das Versionieren als auch der Vollbildmodus werden unterstützt. Letzterer steht aber auch auf älteren Versionen des OS zur Verfügung.

Byword bietet eine Vorschaufunktion, die Ihnen Ihren Text ohne Markdown-Code darstellt. Aus der Vorschau exportieren Sie unmittelbar Ihren Text in andere Formate oder Sie nutzen dazu das Ablage-Menü.

Vorschaufunktion in Byword

Exportieren können Sie in:

  • HTML (optional nur über die Zwischenablage)
  • PDF
  • RTF
  • Word
  • LaTeX

Mou – der (noch) kostenlose Herausforderer

Einen anderen Weg geht Mou. Das Programm nennt sich selbst einen Editor für Programmierer und wartet mit einer zweigeteilten Ansicht des Bildschirms auf. Im linken Bereich bearbeiten Sie den Markdown-Code, während daneben eine Live-Vorschau eingeblendet wird. Die Aufteilung ist frei wählbar, optional schalten Sie die Vorschau auch vollständig aus.

Der Markdown-Code wird farbig hervorgehoben. Auch dieses Programm bietet eine sehr gute Unterstützung der Tastatur. Ob Listen, Links oder auch Textformate: sie greifen direkt über einen Kurzbefehl auf die Funktion zu.

Oberfläche Markdown Editor Mou

Die beiden wichtigsten Funktionen von MacOS 10.7 werden auch von Mou unterstützt. Allerdings wird der gute Gesamteindruck durch den einen oder anderen Absturz der Anwendung getrübt, was bei einer Beta-Software aber auch wieder nicht so überraschend ist.

Momentan deutlich bescheidener als seine Mitbewerber präsentiert sich die App beim Export der Dokumente. Hier haben Sie lediglich die Wahl zwischen PDF und HTML.

Macchiato – lohnt der Preis?

Das Programm war der erste Markdown-Editor, der exklusiv für OSX 10.7 veröffentlicht wurde und von dessen Neuerungen Gebrauch machte. Versionierung und Vollbild-Modus waren von Anfang an dabei. Ein zeitlicher Vorteil, den die Entwickler wohl auch in einen geldwerten Vorteil wandeln wollten. Denn mit knapp 20 Dollar ist Macchiato alles andere als ein Schnäppchen.

Oberfläche Macchiato Editor

Ihr Quelltext wird in diesem Editor nicht geparst, sondern lediglich formatiert, sodass Sie einen besseren Überblick über den Text erhalten. Das vermag Byword ebenfalls, bietet aber hier noch den Vorteil der Vorschaufunktion. Zwar erlaubt sich Macchiato keine Schwächen bei der Nutzung der Funktionen aus OSX 10.7, aber funktional ist hier ansonsten sehr schmale Kost angesagt. Besonders enttäuschend: Sie brauchen unbedingt einen Markdown-Parser, denn Export-Funktionen suchen Sie in der App vergeblich. Zu diesem Preis darf man sicherlich mehr erwarten.

Fazit

Im unmittelbaren Vergleich belegt Byword eindeutig den ersten Platz. Das Programm unterstützt den Anwender durch eine Vielzahl an cleveren Funktionen und kann auch in Sachen Vorschau und Export überzeugen. Ein weiteres Plus ist dabei natürlich, dass Sie mit der Software auch RTF-Dateien bearbeiten können.

Gespannt bin ich auf die weitere Entwicklung von Mou, das ebenfalls bereits einige schöne Ansätze zeigt, aber noch stabiler werden muss. Insbesondere spielt natürlich auch der spätere Preis eine Rolle.

Abgeschlagen ist Macchiato: Die Software kann zu wenig und ist eindeutig zu teuer.

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Scrivener mit externen Text-Dateien synchronisieren

Scrivener ist ein fantastisches Werkzeug für alle Autoren. Sie können damit hervorragend Ihre Gedanken gliedern, Stoffe sammeln und verwalten und der Vollbild-Modus ist wirklich vortrefflich. Doch nach wie vor steht der komplette Funktionsumfang lediglich in der Version für den Mac zu Verfügung. Zwar ist MacOS auch das Betriebssystem, mit dem ich meine meiste Zeit zubringe, ich schreibe aber auch viel über Windows und Linux. Und da empfinde ich es als praktisch, wenn ein Teil der Texte auch auf dem System entsteht, mit dem ich mich gerade beschäftige. Dennoch möchte ich auf Scrivener nicht verzichten, insbesondere die Unterstützung von Markdown erweist sich für mich als unverzichtbar.

Glücklicherweise verfügt die Software über eine Funktion, mit der Sie Ihr Manuskript mit externen Ordnern synchronisieren können. Steht dieser Ordner über das Netzwerk oder das Internet zur Verfügung, können Sie Ihre Texte also auch auf anderen Systemen bearbeiten und sind damit dennoch immer auf dem aktuellen Stand.

Synchronisation einrichten

Eine Projektdatei aus Scrivener ist bei weitem kein so starres Gebilde, wie es auf den ersten Blick scheint. Scrivener speichert Ihre Dokument in Form einzelner Dateien ab, die in einem Archiv gemeinsam mit einigen Metainformationen abgelegt werden. Wenn Sie die Synchronisation mit einem externen Ordner einrichten, werden die einzelnen Dateien in diesen Ordner geschrieben und können dort von Ihnen bearbeitet werden.

Ein Wort zur Vorsicht: Versuchen Sie nicht eine Projektdatei mittels Dropbox auf mehreren Systemen zu synchronisieren. Ich habe in der Vergangenheit die schmerzliche Erfahrung machen müssen, dass dies zu Komplikationen führen kann, die schlimmstenfalls das gesamte Projekt unbrauchbar machen. Dropbox eignet sich aber sehr wohl für die Synchronisation der einzelnen Dateien. Genauso wie ein NAS oder auch freigegebenes Laufwerk.

Empfehlenswert ist immer vor einer Synchronisation zu überprüfen, ob das Laufwerk auch verfügbar ist. Zur Einrichtung öffnen Sie das gewünschte Projekt in Scrivener und führen aus dem Menü File das Kommando Sync aus. Entscheiden Sie sich dann für External Folder. Im nachfolgenden Dialog wechseln Sie über Choose in das Verzeichnis Ihrer Wahl. In den Optionen aktivieren Sie die Synchronisation des Ordners des Entwurfes (Draft). Optional können Sie auch alle weiteren Dokumente mit einem externen Ordner synchronisieren. Für die reine Bearbeitung genügt aber der Draft-Ordner.

scrivener synchronisation externer ordner

Empfehlenswert ist auch die Aktivierung von Check external folder on project open, denn damit erhalten Sie stets den aktuellen Stand des Projekts. Verlassen Sie den Dialog. Damit führen Sie bereits die erste Synchronisation aus. Sie können Scrivener damit beenden.

Im ausgewählten Ordner liegen nach der Synchronisation jetzt eine Reihe von RTF-Dateien. Dies ist das interne Format, in dem Scrivener seine Dateien ablegt. Diese Dateien können Sie jetzt mit einem beliebigen Programme öffnen und auch dort bearbeiten. Wenn Sie die automatisch Synchronisation beim Programmstart aktiviert haben, erkennt Scrivener, dass sich etwas an den Dateien geändert hat und übernimmt die Änderungen. Im Binder werden Ihnen die geänderten Dateien präsentiert, sodass Sie auch die Änderungen nachverfolgen können.

In seinen Voreinstellungen nummeriert Scrivener die synchronisierten Dateien automatisch. Ich persönlich habe diese Option ausgeschaltet, da sie meiner Meinung nach nicht zur Übersichtlichkeit beiträgt. Insbesondere wenn es sich um zahlreiche Dateien handelt, fällt es mir dann schwer, die richtige Datei im externen Programm zu öffnen.

Mit reinen Textdateien unter Scrivener arbeiten

Ich bevorzuge aus verschiedenen Gründen Markdown, wenn ich Texte schreibe. Das reine Textformat, das als Grundlage für Markdown genutzt wird, hat für mich den Vorteil, dass ich die Dateien wirklich auf jeder Plattform und einer breiten Palette an Werkzeugen bearbeiten kann. Mit einer kleinen zusätzlich Einstellung in der Konfiguration nutzen Sie für die externen Dateien das Text-Format. Unter Format wählen Sie aus dem Listenfeld das TXT-Format aus. Scrivener speichert damit nach wie vor die Dokumente intern im RTF-Format ab, Sie können die Dokumente aber mit jedem beliebigen Editor bearbeiten.

Scrivener externe Textdateien

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Zeit und Mühe sparen: Semantisches Schreiben mit Markdown

Vielleicht sind alle Ihre Texte bisher mit Word von Microsoft oder dem OpenOffice-Paket entstanden. So lange Sie Ihre Texte mit Nutzern der gleichen Software austauschen, verläuft das ja ohne Probleme. Wie Sie aber mit Sicherheit aus eigener Erfahrung wissen, kommt es gerade bei der Weitergabe von Dokumenten immer mal wieder zu Problemen. Ich möchte Ihnen in diesem Artikel zeigen, wie ich arbeite und Sie mit dem Konzept des semantischen Schreibens vertraut machen.

Was ist falsch an der Textverarbeitung

Ob Fachbuch oder Artikel: Mit den integrierten Vorlagen gestalten Sie Ihren Text ganz nach Ihren Vorstellungen. Wie Sie ja wissen, benötigt die Textverarbeitung diese Vorlagen auch noch aus einem anderen Grund. Wenn automatisch ein Inhaltsverzeichnis erzeugt werden soll, durchsuchen die Programme den Text nach passenden Vorlagen und nehmen die entsprechend formatieren Passagen dann auch in den Index und das Verzeichnis auf.

Als ich meine Schreibmaschine zugunsten eines IBM-PC eingemottet habe, bin ich lange Zeit davon ausgegangen, dass ich mit der Funktion der Formatvorlage auch der so formatierten Passage einen entsprechenden Sinn verliehen habe. Denn das wollte ich ja eigentlich erreichen: eine Textpassage als Überschrift kennzeichnen, und nicht ihr nicht nur das Aussehen einer Überschrift geben. Als ich dann erstmals einen Text aus Word heraus in einem anderen Format exportierte, war im Zielprogramm leider von meiner Überschrift nichts mehr zu sehen.

An diesem Problem hat sich in den vergangenen Jahren recht wenig geändert. Zwar bemühen sich Word und OpenOffice darum, in ihren Textformaten auch den Sinn einer Passage zu speichern, ob dieser aber übertragen wird, ist unter anderem vom Importfilter des Programms abhängig, in dem Sie den Text weiterverarbeiten wollen. Im schlimmsten Fall bleibt Ihnen dann nur das Textformat übrig, wobei von Ihrer Struktur aber nichts übrig bleibt.

Semantisches Schreiben mit Markdown

Seit einiger Zeit entstehen alle meine Arbeiten, ob Fachartikel, Buch oder Blogbeitrag im reinen Textformat. Für das Format sprechen einige Vorteile:

  • Die Dateien bleiben sehr klein.
  • Die Dateien können leicht durchsucht werden
  • Der Inhalt kann wirklich auf jedem System betrachtet werden.
  • Das Format lässt mir die Freiheit, mich für die Software zu entscheiden, mit der ich arbeiten möchte.

In Kombination mit einem kostenlosen Werkzeug, kann ich dennoch meinen Texten Struktur und Formate zuweisen, die ich dann mit anderen Anwendungen wieder einlesen kann. Möglich macht dies MarkDown. Dabei handelt es sich um eine Textauszeichnungssprache, mit der ich während des Schreibens den Sinn einer Passage zuweisen kann. Diese werden dann später abweichend formatiert.

Markdown kann Txt-Dateien als HTML bzw. XHTML, LaTex und RTF bzw. PDF ausgeben. Wenn ich beispielsweise eine Passage als Überschrift der dritten Ebene formatieren möchte, gebe ich ein:

###Überschrift der dritten Ebene#

Auf ähnliche Weise kann ich Links und Verweise setzen. Sogar an Metainformationen wie eine Beschreibung oder den Namen des Autoren hat der Entwickler gedacht.

Der Workflow von Markdown

Ausgabe der Texte in verschiedene Formate

Damit ich meine Textdateien dann an Redaktionen und andere Kunden weitergeben kann, muss ich meine Text-Dateien ins das gewünschte Format übertragen. Dieser Vorgang wird als Kompilieren bezeichnet. Das klingt sehr technisch und kompliziert, ist es aber gar nicht. Sie müssen sich lediglich das passende Markdown-Paket für Ihren Rechner herunterladen und in einem Verzeichnis Ihrer Wahl entpacken. Anschließend genügen einige wenige Befehle, um das Kompilieren zu starten.

Die Arbeit mit Markdown erweist sich als echter Zeitsparer. Ich schreibe viel und kenne die meisten Tastenkürzel meiner Lieblingsprogramme. Aber das Auszeichnen einer Passage mittels der passenden Befehle geht doch schneller als jeder Formatbefehl. Und meine Texte behalten ihren Sinn. Egal in welches Format ich sie verwandeln möchte.

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