Etiketten-Archiv | E-Books

So wandeln Sie in Scrivener Ihr Manuskript zum Kindle E-Book um

Verschiedene Wege führen vom Manuskript aus Scrivener zum fertigen E-Book im Kindle-Format. Am schnellsten kommen Sie voran, wenn Sie als Ausgangsbasis eine der mitgelieferten Vorlagen einsetzen. Entscheiden Sie sich für „Novel“ sind bereits alle Elemente angelegt, die beim Kompilieren in ein E-Book nützlich sein können. Oder aber Sie gehen Schritt für Schritt mit einer leeren Vorlage vor, wie in diesem Artikel beschrieben

Sie benötigen zwei zusätzliche Anwendungen

Für die Veröffentlichung auf der Kindle-Plattform benötigen Sie zwei weitere Programme. Zum einen eine Software, die aus Ihrem Text das eigentliche E-Book produziert. Der Kindle Generator (kindlegen) wird für Windows, Mac und sogar Linux angeboten.

Es ist eine schmucklose Software, die ohne grafische Oberfläche auskommen muss und nur auf der Kommandozeile läuft. Glücklicherweise kümmert sich Scrivener aber um alle Details des Funktionsaufrufs.

Amazon bietet auch eine Software an, mit der Sie sich eine Vorschau eines E-Books ansehen können. So können Sie sich vor dem Hochladen auf die Plattform davon überzeugen, dass alles soweit ansprechend aussieht.

Der Kindle Previewer ist nur für Mac und Windows zu bekommen. Sie finden beide Programme auf der Seite http://www.amazon.de/veröffentlichen-auf-kindle-ebooks-kindle als Download angeboten.

Der Kindle Generator ist in einem einfachen Archiv verpackt. Sie können dessen Inhalt in einen beliebigen Ordner auf Ihrem Computer verschieben. Schreiben Sie sich den genauen Ort auf oder merken Sie sich den Pfad zu der Datei, da Sie diesen später in Scrivener hinterlegen müssen.

Organisieren Sie Ihr Manuskript sinnvoll

Bei der Erzeugung eines E-Books erleichtern Sie sich die Arbeit, wenn Sie die Datei im Binder nach einem bestimmten Schema organisieren.

Legen Sie einen Ordner mit der Bezeichnung Front Matter an. Darunter werden Elemente zusammengefasst, die im E-Book vor dem eigentlichen Inhalt erscheinen sollen. Viele Reader sind dennoch so konfiguriert, dass dieser Teil, der meist ein Titelblatt sowie wenigstens ein Impressum enthält, nur auf Anforderung des Nutzers eingeblendet wird, während das Buch zum Lesen direkt mit dem Text beginnt. Sie könnten in diesen Bereich auch eine Abbildung für das Cover hinterlegen. Da Sie die Cover-Datei aber auch noch einmal separat sowohl in Scrivener als auch bei Amazon selbst definieren können, ist das nicht unbedingt notwendig.

scrivener-2-kindle-01.jpg

Von Scrivener zum Kindle – Schritt für Schritt

Starten Sie das Kompilieren über „File, Compile“ und entscheiden Sie sich „Kindle eBook“ am unteren Rand des Dialogs. Legen Sie im Abschnitt „Contents“ zunächst die Bereiche des Manuskripts fest, die in E-Books erscheinen sollen. Achten Sie dabei auf die Option „Add front matter“ am unteren Rand. Setzen Sie einen Haken in dieses Optionsfeld und wählen Sie den Ordner aus, der die ergänzenden Elemente enthält.

Zusammenstellung des Contents in Scrivener für den Kindle

Wechseln Sie in den Abschnitt „Cover“ und wählen Sie die vorbereitete Bild-Datei für den Umschlag aus. Wenn Sie in der Liste keinen Eintrag vorfinden, bedeutet dies lediglich, dass Sie keine Bilddatei in das Projekt importiert haben. Dieser Schritt ist aber zwingend notwendig. Schieben Sie die Umschlagabbildung also aus dem Finder oder dem Explorer mit der Maus in die Projektdatei und versuchen Sie die Auswahl erneut.

Im Abschnitt „Layout“ aktivieren Sie im oberen Bereich die Option „Book begins after front matter“ und auch „Generate HTML-Table of contents“. Zusätzlich können Sie dort auch den Namen für das Inhaltsverzeichnis ändern.

Layoutangaben für Kindle-EBook in Scrivener

Der Abschnitt „Meta-Data“ ist speziell. Dort tragen Sie die Basisinformationen zum Buch ein. Dazu gehören:

  • Titel des Werks
  • Name des Autoren
  • Kürzel der im Buch verwendeten Sprache
  • Beschreibung des Inhalts
  • Name des Publishers (falls nicht mit dem Autoren identisch)

Jetzt können Sie erstmals kompilieren. Scrivener weist sie rechtzeitig darauf hin, dass Sie für das Kindle-Format auch das offizielle Programm von Amazon auf dem Rechner haben müssen. Wenn es soweit ist, wechseln Sie einfach in das Verzeichnis, das den Konverter enthält und markieren Sie die Datei.

Meta-Daten für Kindle-Ebook in Scrivener

Ergebnis kontrollieren

Ist der Vorgang abgeschlossen, kommt also erstmals das Programm „Kindle Previewer“ zum Einsatz. Öffnen Sie die gerade angelegt Datei und begutachten Sie das Ergebnis.

Kontrollieren Sie:

  • Beginnt das Buch tatsächlich nach den Elementen des „Front Matters“. Sind alle Elemente, die Sie darin angelegt haben, auch sichtbar?
  • Fehlen im Inhaltsverzeichnis Kapitel? Dann sehen Sie nach, wie Sie die verschiedenen Bereiche unter „Separators“ geteilt haben. Und überprüfen Sie, ob Sie die Abschnitte überhaupt zum Kompilieren ausgewählt haben und auch den Titel übernehmen lassen wollten.
  • Wenn Sie auf dem Kindle zwischen den Bereichen navigieren wollen, zeigt Ihnen das Gerät nichts an? Aktivieren Sie unter „Layout“ auch die Einrichtung eines „Navigation Controls (NCX), den manche E-Reader auswerten, statt die HTML-Seiten zu öffnen.

Zu den größten Problemfällen gehören aber mit Sicherheit Grafiken und Abbildungen. Wird die Abbildung gar nicht erst angezeigt, müssen Sie überprüfen, ob diese tatsächlich in der Projektdatei enthalten ist. Ausserdem geht Amazon von diesen Grenzen in Bezug auf Grafiken aus:

  • 127 KB Dateivolumen pro Bild.
  • 500 x 600 Pixel maximale Abmessungen.

Der Wert für die maximale Größe von Abbildungen resultiert auch aus der Tatsache heraus, dass auf dem Bildschirm auch Platz für die Navigationselemente benötigt werden.

Korrigieren Sie bei Bedarf die Fehler und kompilieren Sie die Datei erneut.

2

Tipps für ein erfolgreiches E-Book

Der Markt für elektronische Bücher scheint zu explodieren. Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls bei einer aufmerksamen Sicht auf Tages- und Online-Medien auf. Und nahezu jedes Blog bietet mittlerweile eines oder gar mehrere E-Books an. Damit stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, die lange gehütete Idee in Form eines eigenen E-Books umzusetzen. Wird das Buch seine Lesern finden? Oder geht es schlicht im Rauschen der Titel unter?

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

Wie bei jedem neuen Medium setzt ein regelrechter »Goldrausch« ein. Jeder möchte am neuen Markt partizipieren. Jeder möchte reich werden, und die Betreiber von E-Book-Plattformen versprachen und versprechen den Autoren enormes Potential.

In den vergangenen 12 Monaten sind Tausende elektronische Bücher auf den Markt gekommen. Doch darunter auch extrem viele Titel, die sich nur mit dem Titel »Schrott« charakterisieren lassen. Zwei Faktoren spielen hier eine Rolle:

  1. Zu schnelle Produktion: Gerade weil die Autoren schnell einen Platz auf dem Markt erobern wollten, haben zahlreiche Bücher weder ein Lektorat gesehen, noch wurde überhaupt darauf geachtet, wie sich die Besonderheiten des neuen Mediums nutzen lassen.
  2. Zu viele selbsternannte Autoren: Unter den E-Books gibt es fast unendlich viel unleserliches »Zeug«. Aneinanderreihungen leerer Worthülsen, stilistisch schwer verdauliche Satzkonstruktionen, kurz um: Bücher von Autoren, die eigentlich nicht schreiben können, denen dies nur noch nie jemand gesagt hat. Und das betrifft Belletristik genauso wie Sachbücher.

Wenn Sie die Idee für ein E-Book haben, lassen Sie sich nicht von den bereits veröffentlichten Titeln unter Druck setzen. Selbst, wenn es »Ihr« Thema vielleicht schon gibt. Das Schreiben eines E-Books ist kein Wettrennen, das Sie gewinnen müssten. Wenn Ihnen ein Thema am Herzen liegt, Sie für Ihre Idee glühen, werden das die Leser bemerken. Vertrauen Sie auch hier auf den alten Leitsatz: »Qualität setzt sich durch.«

Ob ein E-Book erfolgreich wird, hängt weder von der Geschwindigkeit ab, mit der Sie es veröffentlichen, noch vom Preis. Es entscheiden schlicht der Inhalt sowie die Präsentation des Buches selbst.

Nehmen Sie sich Zeit! Aber woher?

Vom Schreiben seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Das schaffen nur sehr sehr wenige E-Book-Autoren. Auch wenn es Ihnen nicht an Selbstbewusstsein mangelt, sind die Chancen für einen durchschlagenden und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg des Buches eher gering. Mit anderen Worten: Sie werden das Buch in der Freizeit oder Randstunden Ihres Arbeitstages schreiben müssen.

Die Zeit, die für das Schreiben eines Buches benötigt wird, ist nicht plötzlich da, sondern will gefunden und besetzt werden. Kontinuität ist hier das Zauberwort. Egal wie gut Ihre Idee auch sein mag, sie wird nicht veröffentlicht werden, wenn Sie sich nicht regelmäßig an Ihr Manuskript setzen.

Nehmen Sie sich vor, täglich an Ihrem Buch zu arbeiten. Reservieren Sie Zeit dafür. Vielleicht mögen Sie am frühen Morgen eine halbe oder eine ganze Stunde an Ihrem Manuskript arbeiten? Gerade die Morgenstunden können sehr produktiv sein. Wenn Sie sich bewusst machen, dass Sie jetzt auch nur diese Stunde für das Schreiben haben, werden Sie schnell und (meist) gut schreiben.

Oder Sie bevorzugen größere Zeiteinheiten: Dann könnten Sie sich in den kommenden Wochen einen Nachmittag des Wochenendes für das Schreiben frei halten. Wichtig ist dabei, dass Sie diese Zeit in Ihrem Kalender blockieren und dann auch nutzen! Dann wächst das Manuskript über die Zeit von ganz allein.

Schreiben Sie ein gutes Buch!

Ein elektronisches Buch ist in erster Linie zunächst einmal ein Buch. Das bedeutet, dass Sie sich an den klassischen Schreibprozess halten müssen, um überzeugende Arbeit abzuliefern.

  1. Sie brauchen eine Idee oder einen Aufhänger. Und dies nicht für das Buch allein, sondern auch für jedes Kapitel und jeden Abschnitt. Notieren Sie sich die Idee am besten direkt in Ihrem Editor, mit dem Sie auch das Buch schreiben werden.
  2. Recherchieren Sie gründlich: Dies gilt natürlich besonders für Sachtitel, aber auch Romane profitieren von einer soliden Recherche. Wer mag schon über eine Stadt lesen, die er in einem Buch nicht wieder erkennt, weil die geschilderten Orte oder Straßenzüge schlicht nicht vorhanden sind.
  3. Sie brauchen eine Gliederung. Das können für jedes Kapitel einige wenige Stichpunkte sein oder auch sehr umfangreiche Aufstellungen. Das hängt von Ihrem persönlichen Arbeitsstil ab. Aber wenn Sie dank der Gliederung bereits vor dem Schreiben wissen, was Sie vermitteln wollen, geht die Arbeit schneller und leichter von der Hand.
  4. Schreiben Sie!
  5. Überarbeiten Sie das Manuskript – sorgfältig! Genau an dieser Stelle können Sie gegenüber vielen Mitbewerbern punkten. Achten Sie auf die korrekte Schreibung. Feilen Sie am Stil Ihrer Sätze. Kümmern Sie sich aber auch um eventuell eingebundene Abbildungen. Kurzum: Geben Sie sich viel Mühe mit Ihrem Buch und verwenden Sie ausreichend Zeit auf diese Phase.

Erst dann veröffentlichen Sie Ihr Buch. Wandeln Sie es in das Zielformat um und betrachten Sie das Ergebnis noch einmal kritisch mit einer Software zum Lesen elektronischer Bücher. Oder laden Sie Ihr Buch in Ihren Reader und sehen Sie es sich Seite für Seite noch einmal durch.

Ans Marketing denken: Beziehen Sie die Leser mit ein

Sie wollen natürlich viele Leser erreichen. Und dies nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen. Sobald Ihr Buch einen präsentablen Stand erreicht hat, beginnen Sie am besten mit dem Marketing für Ihr Buch. Bloggen Sie? Dann berichten Sie doch in Ihren Blog über den Text. Veröffentlichen Sie Leseproben und geben Sie einen Ausblick auf den Titel. Bitten Sie Ihre Leser dabei auch um Unterstützung. Fragen Sie, ob ein wichtiger Aspekt Ihres Themas fehlt. Erkundigen Sie sich danach, ob es Inhalte gibt, die sich die zukünftigen Leser (Käufer) von Ihrem Buch wünschen.

0

Vom Manuskript zum Kindle: E-Books mit Sigil und Calibre

Vor einigen Tagen sind meine beiden ersten E-Books für den Kindle bei Amazon live geschaltet worden. Bis es soweit war, habe ich einige verschiedene Wege zum Ziel ausprobiert. Zunächst: Wer lediglich Texte in seinem E-Book veröffentlicht, also auf die Einbindung von Grafiken verzichten kann, ist mit den integrierten Export-Funktionen von Pages oder Papyrus durchaus gut bedient. Die Ergebnisse lassen sich sehen. Dazu aber gleich noch mehr.

Etwas schwieriger wird es, wenn, wie in meinem Falle, zahlreiche Abbildungen im Text platziert werden sollen. Hier musste an der einen oder anderen Stelle immer etwas nachgearbeitet werden. Insbesondere die Nutzung des offiziellen Kindle-Generators hat nicht nicht immer überzeugt. Ein Arbeitsablauf, der sich aus meiner Sicht bewährt hat, besteht aus drei Stufen.

Schreiben des Textes in Scrivener

Meine Texte entstehen auf dem Mac unter Verwendung der Syntax von Markdown. Ich habe mich an dieses Vorgehen inzwischen so gewöhnt, dass ich mir kaum noch vorstellen kann, mit einer manchmal doch etwas zickigen Anwendung wie Word längere Dokumente zu schreiben. Die Version für Windows steht wohl kurz vor der Vollendung, so dass auch die Nutzer dieses Betriebssystems sich von den Vorzügen überzeugen können.

Bilder bearbeite ich soweit, dass diese von den Dimensionen nicht zu groß werden. Zwar kann der Kindle auch eingebundene Grafiken vergrößern, allerdings müssen Sie an die Begrenzung des Displays denken. Dieses gibt ja den maximalen Rahmen vor.

Nachdem das Manuskript soweit fertig ist, kompiliere ich den Text über die integrierte Funktion von Markdown nach HTML direkt aus Scrivener. Damit ergibt sich eine einfache HTML-Datei mit allen Texten und den Referenzen auf die Grafiken . Diese dient mir dann als Ausgangsbasis für den nächsten Schritt.

E-Book Erstellungen in Sigil

Das Programm Sigil ist für Mac, Windows und Linux erhältlich. Es handelt sich um einen sehr einfach aufgebauten Editor, mit dem Sie elektronische Bücher im EPUB Format anlegen können. Sie können Texte in den Editor entweder über die Zwischenablage aus anderen Anwendungen einfügen oder Sie öffnen eine HTML-Datei. Über die Symbolleiste weisen Sie dann die recht rudimentären Formate, die ein E-Book-Reader interpretieren kann, zu.

Sigil: E-Book erstellen mit dem Editor

Sobald Sie das Projekt speichern, liegt auf Ihrem System bereits eine EPUB-Datei vor. Zu jedem Titel gehören einige Informationen, die das Buch näher beschreiben und von den Shopsystemen und Readern ausgewertet werden. Über Tools, Meta Editor holen Sie sich den Editor für diese Informationen auf den Schirm. Neben den minimalen Informationen wie dem Namen des Autoren und des Titels stehen Ihnen über die Schaltflächen weitere Einträge zur Verfügung. Nach dem Klick auf dem Schalter treffen Sie Ihre Auswahl und vergeben anschließend einen Wert für den Eintrag.

Metadaten E-Book mit Sigil ändern

Ebenfalls unter Tools ist auch ein Editor für das Inhaltsverzeichnis (TOC) verfügbar. Hier können Sie sich vergewissern, dass die Hierarchie der Einträge auch korrekt ist. Mit einem Klick auf den kleinen Pfeil unterziehen Sie das Projekt einer Syntax-Prüfung. Am unteren Rand des Bildschirms wirft Ihnen das Programm eventuell aufgetretene Fehler aus. Sie können von dort dann in den Quelltext des Buches springen und das Problem beheben.

Kein E-Book ohne Cover. Damit eine Grafik auch diese Funktion übernehmen kann, muss die Abbildung in der Datei vorhanden sein. In der Projektübersicht am linken Rand klicken Sie mit der rechte Maustaste auf den Eintrag images und rufen dann mit dem Befehl Add existing items eine Grafik von der Festplatte auf. Nachdem die Abbildung Teil des Buches geworden ist, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und entscheiden sich für den Befehl Add Semantics aus dem Kontextmenü. Dort markieren Sie jetzt, dass es sich um das Cover handelt.

Sie können das Projekt abspeichern.

Mit Calibre für den Kindle vorbereiten

Sie haben jetzt ein vollständiges E-Book im EPUB-Format, das mit allen gängigen Anzeigeprogrammen gelesen werden kann. Es ist ohne DRM ausgestattet, kann also problemlos verteilt und kopiert werden. Es ist allerdings nicht für den Kindle tauglich, der auf das Mobi-Format setzt. Im letzten Schritt wandeln Sie mit Calibre das Buch um.

Starten Sie die Anwendung und klicken Sie auf Bücher hinzufügen. Entscheiden Sie sich für den Eintrag für die Übernahme eines einzelnen Buches und navigieren Sie anschließend zum Speicherort der Datei. Damit nehmen Sie Ihr neues E-Book in die Sammlung auf. Markieren Sie es anschließend in der Sammlung und klicken Sie auf Konvertiere Bücher.

Konvertierung eines Buches in Calibre

Im nachfolgenden Dialog entscheiden Sie sich unter “Ausgabe-Format” für Mobi. Wechseln Sie in das Register Seiteneinrichtung. Unter Ausgabe-Profil entscheiden Sie sich für den Kindle. Mit einem Klick auf OK beginnen Sie dann die Konvertierung.

Kindle Konvertierung Calibre

Jetzt haben Sie eine Datei, die Sie zu Kontrollzwecken entweder auf Ihren Kindle laden oder per Mail senden. Alternativ können Sie auch den Kindle-Previewer von Amazon nutzen. Schließlich laden Sie die Datei bei Amazon hoch, um die Erstellung des E-Books abzuschließen.

3

Online publizieren – mit XinXii

Viele Autoren versuchen heute, ihre Publikationen im Selbstverlag zu publizieren und zu vertreiben. Sein eigenes Buch drucken zu lassen, ist dank Publikationsformen wie dem Print on demand ohne weiteres möglich. In den vergangenen Jahren ist die Technik besser geworden und auch die Preise für diese Dienstleistung haben stark nachgegeben. Trotzdem ist der Kostenblock für den Druck nicht gerade klein. Buchtitel zum Verkaufspreis unter 20 Euro sind dabei in den seltensten Fällen profitabel. Oder sie besitzen einen so geringen Seitenumfang, dass nur wenige Leser bereit sein werden, so viel Geld für das Werk eines noch unbekannten Autoren auszugeben.

Eine Alternative ist das elektronische Publizieren. Es bietet zwei wesentliche Vorteile:

  • Es fallen keinen nennenswerten Produktionskosten an.
  • Der Leser hat das Werk unmittelbar nach dem Kauf auf seinem Rechner.

Allerdings hat der Distributionsweg auch wieder seine Schattenseiten. Ein elektronisches Buch ohne einen entsprechenden Mechanismus, der die Lizenz überwacht, kann natürlich problemlos kopiert und unerlaubt verteilt werden. Und die Technik und das Know-how beispielsweise ein PDF mit DRM anzureichern, haben wieder nur Spezialanbieter und Verlage.

Wenn Sie nach dem Abwägen von Vor- und Nachteilen zu dem Entschluss gekommen sind, Ihr Werk direkt und elektronisch zu publizieren, müssen Sie sich nach dem Schreiben dem Vertrieb und Verkauf widmen. Spezielle Marktplätze bieten Ihnen da ihre Dienste an. Sie funktionieren wie Spezialbuchhandlungen für elektronische Bücher. Der größte Vorteil, den diese Plattformen Ihnen bietet, liegt in ihrer Infrastruktur. Sie brauchen sich um die Zahlungsabwicklung nicht selbst zu kümmern. Das macht der Dienstleister für Sie.

In loser Reihe möchte ich Ihnen einige dieser Marktplätze vorstellen. Den Anfang macht XinXii

Überblick

Über Geschmack lässt sich mit Sicherheit vortrefflich streiten. Der Name des Dienstes ist nicht leicht zu merken und vor allem hat man sich beim Aufruf der Adresse schnell im Browser vertippt. Aber bereits der Aufruf der Homepage vermittelt Seriosität. Für Leser interessant (und damit auch für Autoren, die dort publizieren), ist eine Aufstellung der neuesten Bücher direkt auf der Homepage. Zum Stöbern laden die verschiedenen Rubriken ein.

Von der Registrierung bis zum Einstellen eines Buches

Um auf XinXii Ihre Publikationen veröffentlichen zu können, ist eine kostenfreie Registrierung als Autor nötig. Den Bereich für das Veröffentlichen finden Sie über den gleichnamigen Link auf der Startseite. Der Einsteiger findet eine gute Unterstützung in sehr ausführlichen Hilfetexten. Die Registrierung ist schnell und unkompliziert.

Auf der Plattform können Sie alle nur erdenklichen Texte und Dokumente veröffentlichen: vom Roman über Anleitungen bis hin zu Formatvorlagen für bekannte Programme. Ihre Dokumente dürfen in diesen Formaten vorliegen:

  • MS Office (xls, doc, ppt)
  • Openoffice (ods, odt, odp und deren Vorgängerversionen)
  • pdf
  • mp3
  • txt
  • rtf
  • epub

Das ist schon eine recht stattliche Anzahl. Sie werden Schritt für Schritt von der Plattform durch den Veröffentlichungsprozess geführt. Damit Sie schneller voran kommen, meine Tipps:

  • Machen Sie sich mit den Kategorien vertraut und überlegen Sie, wo Ihr Text am besten aufgehoben ist.
  • Sie brauchen eine Kurzbeschreibung von 80 Zeichen. Außerdem eine ausführliche Beschreibung Ihres Werkes, die bis zu 4000 Zeichen lang sein darf.
  • Überlegen Sie sich Stichwörter, die Ihren Text charakterisieren. Erfahrungsgemäß suchen zukünftige Leser nach Begriffen, die ein Problem oder Interessengebiet beschreiben.
  • Erstellen Sie für sich ein kurzes und prägnantes Autorenprofil. Dieses sollte natürlich unterstreichen, warum Sie gerade auf diesem Gebiet ein Experte sind.
  • Wer kauft schon gern die Katze im Sack? Deswegen ermöglicht die Plattform es Ihnen sowohl ein Inhaltsverzeichnis als auch eine Leseprobe anzubieten. Wenn das möglich ist, sollten Sie beides erstellen und hochladen.

Wenn Sie alles beisammen haben, werden Sie Ihre Publikation schneller online anbieten können.

Dialog zum Veröffentlichen auf XinXii

Ihre Verdienstchancen

Es gibt zwei einfache Provisionsstufen. Bei einem Preis zwischen 0,99 und 1,98 Euro erhalten Sie 40% des Verkaufserlöses. 70% bekommen Sie, wenn das Angebot teurer ist. Beachten sollten Sie aber, dass es ein Auszahlungsminimum von 25 Euro gibt. Das bedeutet, dass Sie erst 25 Euro mit Ihren Titeln verdient haben müssen, bevor Sie sich den Betrags auszahlen lassen können. Die Provision wird übrigens per PayPal ausbezahlt. Sie brauchen also ein entsprechendes Benutzerkonto dort.

Wenn Sie einen neuen Titel auf der Plattform eingestellt haben, müssen Sie sich aber um die Vermarktung kümmern. Zwar werden Sie gelistet und auch der neue Titel im Twitter-Account von Xinxii erwähnt, aber das sorgt natürlich nicht für einen Ansturm auf Ihr Manuskript. Hüten Sie sich also vor überzogenen Erwartungen. Ohne aktive Vermarktung werden die Erlöse wahrscheinlich hinter Ihren Erwartungen zurückbleiben.

Fazit

Die Plattform von XinXii ist seriös und bietet gute Vertriebschancen. Auch Einsteiger können schnell und unkompliziert ihre Texte und Vorlagen online anbieten. Durchaus empfehlenswert.

9

Schneller Reichtum mit E-Books und digitalen Infoprodukten?

E-Books scheinen ja die größte Erfindung der Menschheitsgeschichte zu sein, zumindest seit der Idee des tiefen Tellers. Ob man will oder nicht, allerorten stolpert der geneigte Autor im Internet auf Angebote und Ratgeber, die bei der Entwicklung eigener E-Books helfen wollen und tolle Verdienstmöglichkeiten in Aussicht stellen.

Ich greife wahllos aus einer Werbeseite einen Satz heraus:

Einmal geschrieben, und bergeweise verkauft, können Sie morgens ausschlafen und gegen Mittag den ersten Morgenkaffe schlürfen.

Mal ganz ehrlich: Abgesehen davon, dass das morgendliche Heißgetränk falsch geschrieben ist. Glauben Sie daran? Da wird seitenweise über passive Einkommensströme schwadroniert und Testimonials versuchen dem Besucher der Seite einzureden, dass jeder ein Autor sein kann, der dann über Nacht mit einem E-Book oder einem so genannten digitalen Infoprodukt reich wird.

In den vergangenen Monaten habe ich mir den einen oder anderen dieser Ratgeber besorgt und interessiert gelesen. Leider machen sich nur die wenigsten Autoren überhaupt die Mühe, dem Leser zu verraten, wie er denn zu seinem E-Book oder Infoprodukt kommt. Üblicherweise haben Sie bereits fertiges Manuskript in der Tasche, das nur nach Veröffentlichung schreit. Was in den Ratgebern über die Vermarktungsmöglichkeiten im Internet geschrieben wird, ist weitestgehend wenigstens nicht falsch. Allerdings kratzen die Informationen an der Oberfläche und gehen kaum über das hinaus, was Sie nicht auch kostenlos mit Google in Erfahrung gebracht hätten.

Warum das so ist, wird spätestens dann deutlich, wenn es konkrete Hinweise gibt, wie Sie denn Ihr digitales Infoprodukt entwickeln. Da wird großzügig empfohlen, dass es im Internet ja bereits reichlich Material gibt, das nur darauf wartet, umgearbeitet zu werden. Anstatt von E-Books ist dann überraschend schnell von Content die Rede.

Sicher, wenn Sie es sich trauen und Texte aus dem Internet umarbeiten, werden Sie schnell genügend Seiten für ein E-Book zusammenstellen können. Und wenn das Marketing stimmt, finden Sie möglicherweise Käufer. Aber zufriedene Leser erreichen Sie damit nicht. Ein per Copy und Paste entstandener Text wird oberflächlich bleiben und vor allem jede persönliche Äußerung seines Autoren vermissen lassen. Dieser Weg führt, wenn überhaupt, zu einem einmaligen wirtschaftlichen Erfolg.

Vergessen Sie also den Traum vom schnellen Reichtum mit digitalen Informationsprodukten oder E-Books. Was Sie zuerst brauchen, ist ein gut geschriebener Text, der den Leser anspricht und der aus Ihren Erfahrungen und eigenen Ideen besteht. Das ist mühsam, aber ohne diesen Fleiß werden Sie keinen Erfolg haben.

1

Powered by WordPress. Gestaltet von Woo Themes