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Wie Sie als Autor mit gezielter Lektüre Ihren Schreibstil verbessern

Viele Autoren haben sich in Gesprächen oder sogar Artikeln zu der Frage geäußert, wie sich das eigene Schreiben verbessern lässt. Wie kann man zu einem besseren Autor werden. Und nicht wenige Schriftsteller haben die Meinung vertreten, dass ständiges Üben der Schlüssel zum Erfolg ist. Mit jeder Zeile werden Sie besser und sicherer in Ihrem Ausdruck und finden Ihren eigenen Stil.

Wer seine Schwächen kennt, kann gezielt daran arbeiten, sie zu beseitigen. Das gilt natürlich auch in Hinblick auf den Sprachstil und den Wortschatz. Als Autor werden Sie ohnehin gern und viel lesen. Und mit einer gezielten Lektüreauswahl optimieren Sie Ihren passiven und damit auch aktiven Wortschatz und erhalten ein besseres Gespür für Klang und Stilmittel. Ein Werk wie »Herr der Ringe« mag Sie persönlich nicht fesseln, wenn Sie es aber aufmerksam lesen, werden Sie viel darüber lernen, wie Sie ganze Welten erschaffen und völlig neue Begriffe erschaffen.

Sie möchten lernen,

  • wie Sie einen ganzen Kosmos an Ländereien und Welten erschaffen? Dann lesen Sie Fantasy. In guten Werken des Genres erfahren Sie nebenbei, wie Sie Magie und Zauberei fesselnd und glaubwürdig für den Leser beschreiben.
  • wie Sie überraschende Wendungen beschreiben? Dann sind Krimis und Thriller eine gute Schule. Autoren dieses Genres müssen die Spannung für den Leser aufrechterhalten und viel mit so genannten »Cliffhangern« arbeiten, um zum Weiterlesen zwischen den Kapiteln zu motivieren. Werke dieses Genres sind zusätzlich eine gute Schule, um das Geschehen permanent in Richtung des Höhepunkts auf die Spitze zu treiben.
  • wie Sie Hintergrundinfos aufbereiten? Aus meiner Sicht gibt es dazu keine bessere Schule als Science Fiction. Glaubwürdig fantastische Zukunftstechnologien zu schildern, gelingt nur, wenn die Darstellung der Hintergründe und Verfahrensweisen glaubwürdig und potentiell möglich erscheint. Und zwar so, dass auch Laien die Informationen verstehen.
  • wie Sie eine dichte Atmosphäre schaffen? Historische Romane nehmen deren Leser mit auf eine faszinierende Welt aus vergangenen Zeiten und Fiktion. Ob die Schilderung mittelalterlicher Gebräuche oder die herrschende Stimmung rund um die Jahrhundertwende. Achten Sie darauf, wie Sie in diese fremde Welt hineingezogen werden.

In diesem Sinne: Wie wäre es denn mal wieder mit einem Gang in die nächste Buchhandlung oder öffentliche Bibliothek?

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Scrivener-Serie: Texte gliedern in Scrivener mit dem Outliner

Im ersten Teil der Artikelserie zu Scrivener habe ich Ihnen bereits den Binder vorgestellt. Heute möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie in Scrivener Ihre Texte gliedern können, um dann daran zu arbeiten.

Scrivener kennt auch eine Gliederungsansicht

Während der Binder unmittelbar nach dem Programmstart von Scrivener sichtbar ist, gehört zum Programm noch eine weitere Ansicht, die Ihnen die Gliederung Ihres Stoffes in einer anderen Form darstellt. Der Gliederungsmodus (Outliner) funktioniert so, wie Sie es vielleicht aus anderen Schreibprogrammen gewohnt sind. Mit <CMD>+3 rufen Sie zunächst den Modus auf.

Auf den ersten Blick scheint sich jetzt nicht viel getan zu haben. Scrivener wechselt die Ansicht und im Hauptbereich des Fensters sehen Sie jetzt eine leere Tabelle.

Das was Sie dort sehen, steht immer in unmittelbarer Verbindung zum Binder. Die Gliederung korrespondiert damit also mit der Position innerhalb der Ordnerhierarchie des Binders.

Gliederungsansicht in Scrivener

Um einen ersten Gliederungspunkt anzulegen, drücken Sie <Ctrl>+<Tab>. Damit setzten Sie den Focus vom Binder in die Gliederung. Um wieder in den Binder zu wechseln, nutzen Sie erneut <Ctrl>+<Tab>.

Mit einem Druck auf die Eingabetaste legen Sie den ersten Eintrag an. Scrivener hat eine Zeile dafür angelegt und das Feld für den Titel ist jetzt editierbar. Tragen Sie den gewünschten Text ein und beenden Sie die Eingabe mit einem Druck auf ESC.

Erste Einträge im Outliner von Scrivener

Wenn Sie jetzt erneut die Eingabetaste drücken, legen Sie ein weiteres Element an, das sich auf der gleichen Hierarchie-Ebene befindet. Das sehen Sie auch innerhalb des Binders selbst.

Im weiteren Verlauf des Artikels zeige ich Ihnen, wie Sie solche Elemente umstellen.

Möchten Sie jetzt ein Unterelement anlegen, zum Beispiel einen Abschnitt eins Kapitels, wechseln Sie zurück in den Binder. Mit den Pfeiltasten wechseln Sie den Hauptabschnitt. Rufen Sie jetzt erneut den Outliner-Modus (CMD+3) auf und legen Sie den Unterabschnitt an.

Kapitel, Abschnitte oder logische Einheiten? Wie in Scrivener gliedern?

Es liegt nahe, eine Gliederung anzulegen, die letztlich nur aus den bekannten Aufteilungen wie Teile, Kapitel und Unterkapitel besteht. Wenn Sie so arbeiten, spricht natürlich nichts dagegen, die Gliederung auch exakt so in Scrivener umzusetzen. Da ein Element im Binder bzw. dem Outliner nicht automatisch im fertigen Manuskript als Überschrift auftaucht, können Sie Ihren Stoff aber viel feiner organisieren.

Zum Beispiel:

  • Schlüsselszenen
  • Dialoge
  • Szenen an Orten
  • Logische Abschnitte in Sachtexten

An meinem Arbeitsplatz entstehen ja in erster Linie Artikel zu Sachthemen. Bei vielen dieser Artikel habe ich während des Schreibens auch bereits eine unmittelbare Vorstellung von der optischen Gestaltung, die auch teilweise aus Kundenwünschen entsteht. So werden Kästen mit weiteren Informationen oder auch thematisch abgeschlossene Workshops gern gesehen. Jedes dieser Elemente umfasst dann in der Gliederung einen einzelnen Punkt.

Gliederung bearbeiten und umstellen

Wie es sich für einen vollwertigen Gliederungsmodus gehört, besteht auch in Scrivener jederzeit die Option, die Gliederung nachträglich zu bearbeiten oder umzustellen.

An dieser Stelle zeigt sich Scrivener recht intuitiv. Befinden Sie sich im Outliner, verschieben Sie ein Objekt innerhalb der gleichen Ebene durch die Benutzung von <ctrl>+<cmd>+<Pfeiltaste>.

Auch das Tiefer- oder Höherstufen eines Eintrag ist möglich. Mit der gleichen Tastenkombination stufen Sie einen Eintrag tiefer (Pfeil nach rechts) oder höher (Pfeil nach links). So ist selbst bei umfangreichen Umarbeitungen der Griff zur Maus nicht nötig.

Damit kann auch aus einem Unterabschnitt eines Elements schnell ein Element eines anderen Haupteintrags werden. Dazu stufen Sie den Abschnitt zunächst um eine Ebene höher.

Element höher stufen im Outliner von Scrivener

So wird aus einem Unterkapitel etwa ein Hauptkapitel. Diesen Eintrag bewegen Sie jetzt mit den Pfeiltasten unmittelbar hinter das später übergeordnete Kapitel.

Verschieben eines Elements im Outliner

Rücken Sie den Abschnitt jetzt wieder ein, wird der Eintrag wieder zum Unterkapitel. Diesmal allerdings des neuen Oberkapitels. Jetzt müssen Sie im Zweifel lediglich noch einmal die Position anpassen.

Tieferstufen eines Elements im Outliner

Fazit: Mit dem Outliner-Modus verfügt Scrivener über ein sehr mächtiges Werkzeug, mit dem sich Texte sehr feinteilig gliedern lassen. Insbesondere dadurch, dass aus einem Element nicht unbedingt später ein durch eine Überschrift gekennzeichneter Abschnitt werden muss, bleiben Sie als Autor sehr flexibel und können umfangreiche Texte sehr feinteilig gliedern.

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Die große Übersicht – Software für Schriftsteller, Autoren und Drehbuchschreiber

Auf dieser Seite habe ich für Sie einige Werkzeuge für Autoren und Schriftsteller zusammengestellt. Fehlt Ihnen Ihr Lieblingswerkzeug? Dann hinterlassen Sie doch einen kurzen Kommentar. Ich sehe mir Ihren Tipp dann gern einmal an.

Schreibprogramme für Autoren und Schriftsteller

Mac OS

  • Scrivener zählt sicherlich zu den Klassikern der Programme für den Mac. Die Software unterstützt den Autoren bei der Sammlung von Material, der Entwicklung von Orten und Charakteren und bei der Gliederung. Der Vollbildmodus hilft dem Autoren beim Schreiben ohne Ablenkungen. Die in der Software gespeicherten Texte werden dann kompiliert und in unterschiedlichste Formate ausgegeben. Auch E-Books stehen zur Auswahl. Eine Version für Windows befindet sich im Betastadium. Scrivener eignet sich für Romane und Sachtexte gleichermaßen. Eine ausführliche Besprechung lesen Sie in meinem Projekt Der Lifehacker.
  • Storyist hat mehr Romanschriftsteller und Drehbuchautoren im Fokus. Für Sachtexte oder die Verwaltung von Recherchematerial eignet sich das Programm nur bedingt. Beim Entwickeln von Zeitstrahlen und Handlungsabläufen erhält der Autor aber wichtige Hilfen. Beim Lifehacker habe ich eine Beschreibung zur Software verfasst.
  • StoryMill: Bietet im Prinzip den gleichen Funktionsumfang wie Scrivener. Zwischen welchen dieser beiden Varianten Sie sich entscheiden, ist primär eine Frage des Geschmacks und der persönlichen Vorlieben. Deswegen sollten Sie sich die Demoversionen beider Programme ansehen, um direkt vergleichen zu können. Meine Rezension finden Sie ebenfalls beim Lifehacker.
  • Tinderbox: Das Tool erschlägt bei der ersten Begegnung seinen Anwender. Wie ein Chamäleon bietet die Software derartig viele Facetten, dass man zunächst verwirrt ist. Es bietet sicherlich den geringsten Schreibkomfort, hat aber seine Stärken in der Gliederung, Strukturierung und Vernetzung von Informationen. Komplexe Romanhandlungen oder Drehbücher werden damit gelingen, wenn Sie sich auf das Programm einlassen. Tipps dazu lesen Sie beim Lifehacker.
  • Ulysses: Ist auf den ersten Blick ein einfacher Texteditor. Verwaltung von Ergebnissen der Recherche? Memoboards? Solche Funktionen suchen Sie in dieser Software vergeblich. Dafür bietet das Programm mit der Terminalansicht einen Blick auf den Text, der zur Fokussierung beiträgt. Um die Formatierung Ihres Textes kümmert sich das Programm während des Exports. Sie weisen einzelnen Passagen mit Kürzeln, die Sie definieren, eine Bedeutung zu. Ob daraus eine Überschrift wird, legen Sie über den Exportfilter fest.

Windows

  • CeltX: Die Software eignet sich für alle Drehbuchschreiber oder Konzepter. Der Schwerpunkt liegt im Anlegen und Bearbeiten von Storyboards. Für 5 Dollar pro Monat können Sie auch die Studio-Lizenz erwerben, mit der Sie gemeinsam mit bis zu fünf anderen an den Projekten arbeiten können. Die Software wird kostenfrei angeboten. Deren Funktionsumfang ergänzen Sie mit kostenpflichtigen Add-ons, die dann etwa Statistiken anbieten, mit denen Sie Ihren Fortschritt messen oder im Vollbildmodus arbeiten können.
  • MyNovel: Für Romanautoren oder Essayisten gedacht, erleichtert auch dieses Stück Software die Bearbeitung von Manuskripten und die Verwaltung von Stoffen. Das Programm bietet einen eigenen Editor, Sie können Daten aber auch problemlos exportieren und wieder einlesen, so dass die Arbeit mit der eigenen Textverarbeitung ebenfalls möglich ist.
  • Papyrus Autor: Ist eine Textverarbeitung. Funktionen zur Verwaltung von Projekten oder Charakteren beschränken sich auf ein Minimum. Dafür biete das Programm viele Funktionen an, die Sie so in anderen Schreibprogrammen nicht finden. Eine Stilanalyse hilft, der mehrfachen Verwendung von Begriffen auf die Spur zu kommen. Papyrus gibt Ihnen aber auch Hinweise auf Verbfaulheit. Eine Lesbarkeitsanalyse markiert besonders schwer verständliche Passagen in ihren Texten. Und was auf jeden Fall eine Erwähnung finden muss. In der jeweils aktuellen Programmversion ist auch immer eine aktuelle Version des DUDEN Korrektors enthalten.
  • Writeway: Auch WriteWay wird mit einem eigenen Editor ausgeliefert. Es sind viele sinnvolle Komponenten enthalten und wer sich der Einarbeitung nicht scheut, wird mit einem zuverlässigen Begleiter für Projekte aller Art belohnt.
  • Writing Outliner: Das Programm setzt auf Word für Windows auf und bereichert die Software um Gliederungsfunktionen, Materialsammlung und auch die Ausgabe aller Dokumente in einem übersichtlichen Manuskript. Die Funktionen sind durchaus praktisch gewählt und erleichtern die tägliche Arbeit. Allerdings sind knapp 50 Euro für eine Ergänzung von Word auch nicht gerade ein Schnäppchen. Eine Rezension des Writing Outliners lesen Sie in unserem Schwesterblog.
  • YWriter: Bereits seit einigen Jahren wird der YWriter als kostenloses Programm angeboten. Die Software legt ihren Schwerpunkt auf die Verwaltung von Kapitel und Szenen, aber auch der Stoffsammlung. Angenehm ist auch hier, dass Sie mit einem externen Editor arbeiten können. Sie brauchen sich also nicht umzugewöhnen, sondern arbeiten mit Ihrem gewohnten Programm weiter. Damit es nicht zu Komplikationen kommt, werden die Dateien wie in einer Versionsverwaltung ausgecheckt. Gute Arbeitshilfe zu unschlagbarem Preis.

Linux

Insgesamt sieht das Angebot für Linux nicht besonders gut aus.

  • YWriter kann über Mono gestartet werden. Dabei kommt es aber leider immer mal wieder zu Abstürzen.
  • CeltX funktioniert reibungslos, setzt seinen Fokus allerdings mehr auf Drehbücher und Storyboards.
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So stellen Sie einem Verlag Ihre Buch-Idee vor

Sie haben eine gute Idee für ein neues Fachbuch und wollen es Verlagen anbieten? Sie werden kaum erwarten, dass Sie der einzige Autor sind, der auf diesen Gedanken gekommen ist und so können sich die Lektoren in den Verlagshäusern kaum über Mangel an Arbeit beklagen. Damit Sie auch Gehör finden, einige Tipps.

Hüten Sie sich vor schnellen Standard-Mails!

Die schön gemachten Internetseiten der Verlagshäuser verleiten natürlich dazu, sich einfach eine Adresse herauszusuchen und an den Ansprechpartner eine E-Mail zu senden. Wenn Sie nicht gerade zu den Top-Autoren Ihres Segments gehören, dürfte dies der am wenigsten Erfolg versprechende Weg sein. Und wenn Sie bereits viele Veröffentlichungen geschafft haben, werden Sie ohnehin bereits Ansprechpartner haben. Betrachten Sie das Einschicken einer Themenideen wie das Versenden einer Bewerbung auf eine neue Arbeitsstelle. Nutzen Sie die Chance, sich und Ihr Produkt im besten Licht darzustellen. Schnellschüsse sind dazu nicht geeignet.

Informieren Sie sich über den Verlag

Bevor Sie Ihr Expose an den Verlag senden, überprüfen Sie zunächst einmal kritisch, ob denn Ihr Buch überhaupt ins Verlagsprogramm passen könnte? Natürlich wollen Sie Ihr Buch gern veröffentlicht sehen, aber wenn der Verlag sich bisher auf das Thema „Gartenbau“ spezialisiert hat, hat Ihr Ratgeber zum Thema Zeitmanagement dort kaum eine Chance ins Programm aufgenommen zu werden. Ein technisches Handbuch wiederum passt nicht in einen Verlag, der in erster Linie mit Titeln aus dem Segment „Lebensführung“ bekannt geworden ist.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Buch in das Programm passen könnte, recherchieren Sie über Amazon und die Verlagsseiten, ob vielleicht bereits ein ähnlicher Titel im Programm oder in Planung ist. Die meisten Häuser stellen zukünftige Veröffentlichungen bereits lange vor Erscheinen im Internet vor. Gibt es da bereits einen ähnlichen Titel, können Sie sich die Mühe sparen, das Lektorat mit der gleichen Idee noch einmal zu konfrontieren.

Formulieren Sie Ihr Anschreiben

Vielleicht bietet der Verlag auf seinen Seiten eine allgemeine Adresse des Lektorats an. Möglicherweise finden Sie aber auch nur einen Fragebogen, den Sie ausfüllen müssen. Wie auch immer sich das Verlagshaus die Kommunikation mit neuen Autoren wünscht. Sie brauchen ein Anschreiben, einen einleitenden Text. Verwenden Sie auf die Formulierung dieses Textes viel Mühe.

  • Versuchen Sie bereits auf wenigen Zeilen herauszuarbeiten, warum der Titel eine Lücke im Verlagsprogramm darstellt.
  • Beantworten Sie die Frage, warum gerade jetzt die richtige Zeit für das Schreiben dieses Buches ist. Gibt es eine aktuelle Entwicklung auf diesem Fachgebiet, die das Buch aufgreifen wird?
  • Wenn dies das erste Buch auf dem Gebiet im deutschsprachigen Raum sein wird, weisen Sie darauf hin, stellen Sie aber auch heraus, welche Vorteile der Verlag damit auf seiner Seite hat. Zum Beispiel, dass sich sehr gute Verkaufszahlen erwarten lassen, weil das Thema auch in Deutschland in Kürze extrem interessant werden wird?

Arbeiten Sie Nutzen und Leser heraus

Wenn Sie mit einem klassischen Expose arbeiten können, weil Sie Dateianhänge an den Verlag senden dürfen, reservieren Sie genügend Platz für einen Abschnitt, der den Nutzen für die Leser herausarbeitet.

  • Was lernen Ihre Leser von Ihnen?
  • Welche Aufgaben lassen sich nach der Lektüre des Buches leichter bewältigen?
  • Wen sehen Sie als Zielgruppe für Ihr Buch? Wer wird den Titel mit Gewinn lesen? Denken Sie beim Schreiben an diese Zielgruppe!
  • Wer sollte das Buch ebenfalls lesen?

Werden Sie hier ruhig konkret, denn Sie beflügeln damit auch die Phantasie des Lektors.

Skizzieren Sie den Inhalt

Niemand lässt sich gern in die Karten schauen und wer regelmäßig mit zukünftigen Autoren spricht, muss sich häufig dem Einwand stellen, dass der Verlag ja das Buch auch mit einem anderen Autoren umsetzen kann, wenn zu viel über den Inhalt verraten wird. Dieser Einwand ist prinzipiell schon richtig, aber auf die Dauer kann kein Verlag so ein Geschäftsgebaren geheim halten. Damit der Lektor auch versteht, worüber Sie schreiben wollen, müssen Sie ihm schon eine Gliederung des Buches anbieten. Bei vielen Verlagen wird diese Gliederung später auch Teil des Vertrages. Schreiben Sie zu jedem Punkt der Gliederung einige Stichworte, sofern der Inhalt sich nicht aus der Überschrift ergibt.

Denken Sie an die Vermarktung

Natürlich wird der Verlag alles dafür tun, dass die Neuerscheinung auch ein wirtschaftlicher Erfolg wird. Aber das allein wird nicht ausreichen, denn schließlich müssen sich die Marketing-Abteilung und der PR-Bereich dort auch noch um andere Titel kümmern. Formulieren Sie, was Sie selbst für die Vermarktung tun werden.

  • Wollen Sie ein begleitendes Blog einrichten? Oder bloggen Sie vielleicht schon? Dann weisen Sie darauf hin. Das ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn Sie dann auch täglich dort etwas zum Buch schreiben. Und zwar Dinge, die den Inhalt ergänzen und nicht nur einen Extrakt des Buches bilden.
  • Können Sie den Verkauf durch Lesungen oder Vorträge ergänzen?
  • Verfügen Sie über ein großes Netzwerk auf XING oder anderswo, das Sie ebenfalls für die Vermarktung nutzen könnten?

Beantworten Sie die Frage, warum Sie der richtige Autor sind

Dieser Abschnitt wird Ihnen mit der Zeit immer leichter fallen. Wenn Sie bereits veröffentlicht haben, können Sie auf Ihre bisherigen Publikationen verweisen und brauchen das Lektorat nur davon zu überzeugen, dass Sie jetzt auch die Kompetenz zu ihrem neuen Thema aufgebaut haben. Wenn dies Ihre erste Publikation werden sollte, müssen Sie diesen Bereich etwas stärker ausschmücken.

  • Was sind Ihre persönlichen Kompetenzen in diesem Thema? Das Interesse am Thema allein wirkt nicht überzeugend.
  • Wieso trauen Sie sich zu, den Stoff unterhaltsam und didaktisch aufzubereiten?
  • Haben Sie bereits anderswo etwas geschrieben? Dann verweisen Sie darauf!

Haken Sie nach!

Nachdem Sie Ihr Expose eingereicht haben, werden Sie wahrscheinlich eine automatische Rückmeldung erhalten, die Ihnen den Eingang Ihres Vorschlags bestätigt. Geben Sie Ihrem Lektor genügend Zeit, um sich mit Ihrem Vorschlag zu beschäftigen. Halten Sie Ihre Neugier und Ungeduld etwas im Zaum, auch wenn es schwerfällt. Nach etwa 14 Tagen können Sie sich aber ruhig noch einmal in Erinnerung bringen.

Fragen Sie aktiv nach, ob noch weitere Informationen gebraucht werden. Bieten Sie an, eventuelle Unklarheiten in einem Telefonat zu erläutern und fragen Sie ruhig nach, bis wann Sie mit einer Entscheidung rechnen dürfen. Schauen Sie dabei auch auch in Ihren Kalender. Weniger Wochen vor einer Buchmesse ist es niemals eine gute Idee, seine Vorschläge zu unterbreiten. Da herrscht in den Verlagshäusern zu viel Trubel und Betriebsamkeit und die Gefahr ist groß, dass Ihr guter Vorschlag schlicht und einfach übersehen wird.

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