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Scrivener-Serie: Texte gliedern in Scrivener mit dem Outliner

7. Mai 2012

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Im ersten Teil der Artikelserie zu Scrivener habe ich Ihnen bereits den Binder vorgestellt. Heute möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie in Scrivener Ihre Texte gliedern können, um dann daran zu arbeiten.

Scrivener kennt auch eine Gliederungsansicht

Während der Binder unmittelbar nach dem Programmstart von Scrivener sichtbar ist, gehört zum Programm noch eine weitere Ansicht, die Ihnen die Gliederung Ihres Stoffes in einer anderen Form darstellt. Der Gliederungsmodus (Outliner) funktioniert so, wie Sie es vielleicht aus anderen Schreibprogrammen gewohnt sind. Mit <CMD>+3 rufen Sie zunächst den Modus auf.

Auf den ersten Blick scheint sich jetzt nicht viel getan zu haben. Scrivener wechselt die Ansicht und im Hauptbereich des Fensters sehen Sie jetzt eine leere Tabelle.

Das was Sie dort sehen, steht immer in unmittelbarer Verbindung zum Binder. Die Gliederung korrespondiert damit also mit der Position innerhalb der Ordnerhierarchie des Binders.

Gliederungsansicht in Scrivener

Um einen ersten Gliederungspunkt anzulegen, drücken Sie <Ctrl>+<Tab>. Damit setzten Sie den Focus vom Binder in die Gliederung. Um wieder in den Binder zu wechseln, nutzen Sie erneut <Ctrl>+<Tab>.

Mit einem Druck auf die Eingabetaste legen Sie den ersten Eintrag an. Scrivener hat eine Zeile dafür angelegt und das Feld für den Titel ist jetzt editierbar. Tragen Sie den gewünschten Text ein und beenden Sie die Eingabe mit einem Druck auf ESC.

Erste Einträge im Outliner von Scrivener

Wenn Sie jetzt erneut die Eingabetaste drücken, legen Sie ein weiteres Element an, das sich auf der gleichen Hierarchie-Ebene befindet. Das sehen Sie auch innerhalb des Binders selbst.

Im weiteren Verlauf des Artikels zeige ich Ihnen, wie Sie solche Elemente umstellen.

Möchten Sie jetzt ein Unterelement anlegen, zum Beispiel einen Abschnitt eins Kapitels, wechseln Sie zurück in den Binder. Mit den Pfeiltasten wechseln Sie den Hauptabschnitt. Rufen Sie jetzt erneut den Outliner-Modus (CMD+3) auf und legen Sie den Unterabschnitt an.

Kapitel, Abschnitte oder logische Einheiten? Wie in Scrivener gliedern?

Es liegt nahe, eine Gliederung anzulegen, die letztlich nur aus den bekannten Aufteilungen wie Teile, Kapitel und Unterkapitel besteht. Wenn Sie so arbeiten, spricht natürlich nichts dagegen, die Gliederung auch exakt so in Scrivener umzusetzen. Da ein Element im Binder bzw. dem Outliner nicht automatisch im fertigen Manuskript als Überschrift auftaucht, können Sie Ihren Stoff aber viel feiner organisieren.

Zum Beispiel:

  • Schlüsselszenen
  • Dialoge
  • Szenen an Orten
  • Logische Abschnitte in Sachtexten

An meinem Arbeitsplatz entstehen ja in erster Linie Artikel zu Sachthemen. Bei vielen dieser Artikel habe ich während des Schreibens auch bereits eine unmittelbare Vorstellung von der optischen Gestaltung, die auch teilweise aus Kundenwünschen entsteht. So werden Kästen mit weiteren Informationen oder auch thematisch abgeschlossene Workshops gern gesehen. Jedes dieser Elemente umfasst dann in der Gliederung einen einzelnen Punkt.

Gliederung bearbeiten und umstellen

Wie es sich für einen vollwertigen Gliederungsmodus gehört, besteht auch in Scrivener jederzeit die Option, die Gliederung nachträglich zu bearbeiten oder umzustellen.

An dieser Stelle zeigt sich Scrivener recht intuitiv. Befinden Sie sich im Outliner, verschieben Sie ein Objekt innerhalb der gleichen Ebene durch die Benutzung von <ctrl>+<cmd>+<Pfeiltaste>.

Auch das Tiefer- oder Höherstufen eines Eintrag ist möglich. Mit der gleichen Tastenkombination stufen Sie einen Eintrag tiefer (Pfeil nach rechts) oder höher (Pfeil nach links). So ist selbst bei umfangreichen Umarbeitungen der Griff zur Maus nicht nötig.

Damit kann auch aus einem Unterabschnitt eines Elements schnell ein Element eines anderen Haupteintrags werden. Dazu stufen Sie den Abschnitt zunächst um eine Ebene höher.

Element höher stufen im Outliner von Scrivener

So wird aus einem Unterkapitel etwa ein Hauptkapitel. Diesen Eintrag bewegen Sie jetzt mit den Pfeiltasten unmittelbar hinter das später übergeordnete Kapitel.

Verschieben eines Elements im Outliner

Rücken Sie den Abschnitt jetzt wieder ein, wird der Eintrag wieder zum Unterkapitel. Diesmal allerdings des neuen Oberkapitels. Jetzt müssen Sie im Zweifel lediglich noch einmal die Position anpassen.

Tieferstufen eines Elements im Outliner

Fazit: Mit dem Outliner-Modus verfügt Scrivener über ein sehr mächtiges Werkzeug, mit dem sich Texte sehr feinteilig gliedern lassen. Insbesondere dadurch, dass aus einem Element nicht unbedingt später ein durch eine Überschrift gekennzeichneter Abschnitt werden muss, bleiben Sie als Autor sehr flexibel und können umfangreiche Texte sehr feinteilig gliedern.

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Tipps für ein erfolgreiches E-Book

4. Mai 2012

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Der Markt für elektronische Bücher scheint zu explodieren. Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls bei einer aufmerksamen Sicht auf Tages- und Online-Medien auf. Und nahezu jedes Blog bietet mittlerweile eines oder gar mehrere E-Books an. Damit stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, die lange gehütete Idee in Form eines eigenen E-Books umzusetzen. Wird das Buch seine Lesern finden? Oder geht es schlicht im Rauschen der Titel unter?

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

Wie bei jedem neuen Medium setzt ein regelrechter »Goldrausch« ein. Jeder möchte am neuen Markt partizipieren. Jeder möchte reich werden, und die Betreiber von E-Book-Plattformen versprachen und versprechen den Autoren enormes Potential.

In den vergangenen 12 Monaten sind Tausende elektronische Bücher auf den Markt gekommen. Doch darunter auch extrem viele Titel, die sich nur mit dem Titel »Schrott« charakterisieren lassen. Zwei Faktoren spielen hier eine Rolle:

  1. Zu schnelle Produktion: Gerade weil die Autoren schnell einen Platz auf dem Markt erobern wollten, haben zahlreiche Bücher weder ein Lektorat gesehen, noch wurde überhaupt darauf geachtet, wie sich die Besonderheiten des neuen Mediums nutzen lassen.
  2. Zu viele selbsternannte Autoren: Unter den E-Books gibt es fast unendlich viel unleserliches »Zeug«. Aneinanderreihungen leerer Worthülsen, stilistisch schwer verdauliche Satzkonstruktionen, kurz um: Bücher von Autoren, die eigentlich nicht schreiben können, denen dies nur noch nie jemand gesagt hat. Und das betrifft Belletristik genauso wie Sachbücher.

Wenn Sie die Idee für ein E-Book haben, lassen Sie sich nicht von den bereits veröffentlichten Titeln unter Druck setzen. Selbst, wenn es »Ihr« Thema vielleicht schon gibt. Das Schreiben eines E-Books ist kein Wettrennen, das Sie gewinnen müssten. Wenn Ihnen ein Thema am Herzen liegt, Sie für Ihre Idee glühen, werden das die Leser bemerken. Vertrauen Sie auch hier auf den alten Leitsatz: »Qualität setzt sich durch.«

Ob ein E-Book erfolgreich wird, hängt weder von der Geschwindigkeit ab, mit der Sie es veröffentlichen, noch vom Preis. Es entscheiden schlicht der Inhalt sowie die Präsentation des Buches selbst.

Nehmen Sie sich Zeit! Aber woher?

Vom Schreiben seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Das schaffen nur sehr sehr wenige E-Book-Autoren. Auch wenn es Ihnen nicht an Selbstbewusstsein mangelt, sind die Chancen für einen durchschlagenden und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg des Buches eher gering. Mit anderen Worten: Sie werden das Buch in der Freizeit oder Randstunden Ihres Arbeitstages schreiben müssen.

Die Zeit, die für das Schreiben eines Buches benötigt wird, ist nicht plötzlich da, sondern will gefunden und besetzt werden. Kontinuität ist hier das Zauberwort. Egal wie gut Ihre Idee auch sein mag, sie wird nicht veröffentlicht werden, wenn Sie sich nicht regelmäßig an Ihr Manuskript setzen.

Nehmen Sie sich vor, täglich an Ihrem Buch zu arbeiten. Reservieren Sie Zeit dafür. Vielleicht mögen Sie am frühen Morgen eine halbe oder eine ganze Stunde an Ihrem Manuskript arbeiten? Gerade die Morgenstunden können sehr produktiv sein. Wenn Sie sich bewusst machen, dass Sie jetzt auch nur diese Stunde für das Schreiben haben, werden Sie schnell und (meist) gut schreiben.

Oder Sie bevorzugen größere Zeiteinheiten: Dann könnten Sie sich in den kommenden Wochen einen Nachmittag des Wochenendes für das Schreiben frei halten. Wichtig ist dabei, dass Sie diese Zeit in Ihrem Kalender blockieren und dann auch nutzen! Dann wächst das Manuskript über die Zeit von ganz allein.

Schreiben Sie ein gutes Buch!

Ein elektronisches Buch ist in erster Linie zunächst einmal ein Buch. Das bedeutet, dass Sie sich an den klassischen Schreibprozess halten müssen, um überzeugende Arbeit abzuliefern.

  1. Sie brauchen eine Idee oder einen Aufhänger. Und dies nicht für das Buch allein, sondern auch für jedes Kapitel und jeden Abschnitt. Notieren Sie sich die Idee am besten direkt in Ihrem Editor, mit dem Sie auch das Buch schreiben werden.
  2. Recherchieren Sie gründlich: Dies gilt natürlich besonders für Sachtitel, aber auch Romane profitieren von einer soliden Recherche. Wer mag schon über eine Stadt lesen, die er in einem Buch nicht wieder erkennt, weil die geschilderten Orte oder Straßenzüge schlicht nicht vorhanden sind.
  3. Sie brauchen eine Gliederung. Das können für jedes Kapitel einige wenige Stichpunkte sein oder auch sehr umfangreiche Aufstellungen. Das hängt von Ihrem persönlichen Arbeitsstil ab. Aber wenn Sie dank der Gliederung bereits vor dem Schreiben wissen, was Sie vermitteln wollen, geht die Arbeit schneller und leichter von der Hand.
  4. Schreiben Sie!
  5. Überarbeiten Sie das Manuskript – sorgfältig! Genau an dieser Stelle können Sie gegenüber vielen Mitbewerbern punkten. Achten Sie auf die korrekte Schreibung. Feilen Sie am Stil Ihrer Sätze. Kümmern Sie sich aber auch um eventuell eingebundene Abbildungen. Kurzum: Geben Sie sich viel Mühe mit Ihrem Buch und verwenden Sie ausreichend Zeit auf diese Phase.

Erst dann veröffentlichen Sie Ihr Buch. Wandeln Sie es in das Zielformat um und betrachten Sie das Ergebnis noch einmal kritisch mit einer Software zum Lesen elektronischer Bücher. Oder laden Sie Ihr Buch in Ihren Reader und sehen Sie es sich Seite für Seite noch einmal durch.

Ans Marketing denken: Beziehen Sie die Leser mit ein

Sie wollen natürlich viele Leser erreichen. Und dies nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen. Sobald Ihr Buch einen präsentablen Stand erreicht hat, beginnen Sie am besten mit dem Marketing für Ihr Buch. Bloggen Sie? Dann berichten Sie doch in Ihren Blog über den Text. Veröffentlichen Sie Leseproben und geben Sie einen Ausblick auf den Titel. Bitten Sie Ihre Leser dabei auch um Unterstützung. Fragen Sie, ob ein wichtiger Aspekt Ihres Themas fehlt. Erkundigen Sie sich danach, ob es Inhalte gibt, die sich die zukünftigen Leser (Käufer) von Ihrem Buch wünschen.

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Scrivener mit externen Text-Dateien synchronisieren

7. Februar 2012

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Scrivener ist ein fantastisches Werkzeug für alle Autoren. Sie können damit hervorragend Ihre Gedanken gliedern, Stoffe sammeln und verwalten und der Vollbild-Modus ist wirklich vortrefflich. Doch nach wie vor steht der komplette Funktionsumfang lediglich in der Version für den Mac zu Verfügung. Zwar ist MacOS auch das Betriebssystem, mit dem ich meine meiste Zeit zubringe, ich schreibe aber auch viel über Windows und Linux. Und da empfinde ich es als praktisch, wenn ein Teil der Texte auch auf dem System entsteht, mit dem ich mich gerade beschäftige. Dennoch möchte ich auf Scrivener nicht verzichten, insbesondere die Unterstützung von Markdown erweist sich für mich als unverzichtbar.

Glücklicherweise verfügt die Software über eine Funktion, mit der Sie Ihr Manuskript mit externen Ordnern synchronisieren können. Steht dieser Ordner über das Netzwerk oder das Internet zur Verfügung, können Sie Ihre Texte also auch auf anderen Systemen bearbeiten und sind damit dennoch immer auf dem aktuellen Stand.

Synchronisation einrichten

Eine Projektdatei aus Scrivener ist bei weitem kein so starres Gebilde, wie es auf den ersten Blick scheint. Scrivener speichert Ihre Dokument in Form einzelner Dateien ab, die in einem Archiv gemeinsam mit einigen Metainformationen abgelegt werden. Wenn Sie die Synchronisation mit einem externen Ordner einrichten, werden die einzelnen Dateien in diesen Ordner geschrieben und können dort von Ihnen bearbeitet werden.

Ein Wort zur Vorsicht: Versuchen Sie nicht eine Projektdatei mittels Dropbox auf mehreren Systemen zu synchronisieren. Ich habe in der Vergangenheit die schmerzliche Erfahrung machen müssen, dass dies zu Komplikationen führen kann, die schlimmstenfalls das gesamte Projekt unbrauchbar machen. Dropbox eignet sich aber sehr wohl für die Synchronisation der einzelnen Dateien. Genauso wie ein NAS oder auch freigegebenes Laufwerk.

Empfehlenswert ist immer vor einer Synchronisation zu überprüfen, ob das Laufwerk auch verfügbar ist. Zur Einrichtung öffnen Sie das gewünschte Projekt in Scrivener und führen aus dem Menü File das Kommando Sync aus. Entscheiden Sie sich dann für External Folder. Im nachfolgenden Dialog wechseln Sie über Choose in das Verzeichnis Ihrer Wahl. In den Optionen aktivieren Sie die Synchronisation des Ordners des Entwurfes (Draft). Optional können Sie auch alle weiteren Dokumente mit einem externen Ordner synchronisieren. Für die reine Bearbeitung genügt aber der Draft-Ordner.

scrivener synchronisation externer ordner

Empfehlenswert ist auch die Aktivierung von Check external folder on project open, denn damit erhalten Sie stets den aktuellen Stand des Projekts. Verlassen Sie den Dialog. Damit führen Sie bereits die erste Synchronisation aus. Sie können Scrivener damit beenden.

Im ausgewählten Ordner liegen nach der Synchronisation jetzt eine Reihe von RTF-Dateien. Dies ist das interne Format, in dem Scrivener seine Dateien ablegt. Diese Dateien können Sie jetzt mit einem beliebigen Programme öffnen und auch dort bearbeiten. Wenn Sie die automatisch Synchronisation beim Programmstart aktiviert haben, erkennt Scrivener, dass sich etwas an den Dateien geändert hat und übernimmt die Änderungen. Im Binder werden Ihnen die geänderten Dateien präsentiert, sodass Sie auch die Änderungen nachverfolgen können.

In seinen Voreinstellungen nummeriert Scrivener die synchronisierten Dateien automatisch. Ich persönlich habe diese Option ausgeschaltet, da sie meiner Meinung nach nicht zur Übersichtlichkeit beiträgt. Insbesondere wenn es sich um zahlreiche Dateien handelt, fällt es mir dann schwer, die richtige Datei im externen Programm zu öffnen.

Mit reinen Textdateien unter Scrivener arbeiten

Ich bevorzuge aus verschiedenen Gründen Markdown, wenn ich Texte schreibe. Das reine Textformat, das als Grundlage für Markdown genutzt wird, hat für mich den Vorteil, dass ich die Dateien wirklich auf jeder Plattform und einer breiten Palette an Werkzeugen bearbeiten kann. Mit einer kleinen zusätzlich Einstellung in der Konfiguration nutzen Sie für die externen Dateien das Text-Format. Unter Format wählen Sie aus dem Listenfeld das TXT-Format aus. Scrivener speichert damit nach wie vor die Dokumente intern im RTF-Format ab, Sie können die Dokumente aber mit jedem beliebigen Editor bearbeiten.

Scrivener externe Textdateien

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Twitter als Inspirationsquelle nutzen

4. Februar 2011

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Eine gute Idee oder einen Aufhänger für einen Fachartikel oder redaktionellen Beitrag zu finden, ist nicht immer ganz leicht. Es gehört zum Alltag eines Texters oder Autoren, dass einem partout nichts einfallen will. Nutzen Sie doch das Internet als Inspirationsquelle!

Erweiterte Suche bei Twitter

Nachrichtenagenturen, PR-Experten aber auch viele Freiberufler und Journalisten nutzen inzwischen Twitter nicht nur als Kommunikationsmitteln, sondern auch zum Verbreiten von Informationen oder interessanten Webseiten. Nur wenige Anwender wissen, dass es derzeit (noch) eine erweiterte Suchfunktion für Twitter gibt, mit der Sie recht komfortabel den Datenbestand nach Inspirationen durchkämmen können.

Dazu besuchen Sie die erweiterte Suche.

Auf dieser Seite finden Sie ein umfangreiches Formular, mit der Sie auch komplexe Suchanfragen zusammenstellen können. Die Suchfunktion entspricht in ihrer Syntax und Möglichkeiten Suchdiensten wie Google. Dabei sind die Suchbegriffe auch mit logischen Parametern zu kombinieren. So könnten Sie in das Feld This exact phrase auch eine Kombination eintragen:

“CRM” OR “Business Intelligence”

In diesem Fall gelten Tweets als Treffer, die entweder “CRM” oder “Business Intelligence” in exakter Schreibweise enthalten.

Erweiterte Twittersuche

Beachten Sie dabei, dass Sie die Suche auch auf eine bestimmte Sprache und Hashtag beschränken können. Twitter hat Ihnen auch eine Zusammenstellung der logischen Operatoren zusammengestellt.

Ständig wird auch Twitter auf interessante Artikel und Internetadressen verwiesen. Deswegen rate ich Ihnen, die Option “Containing Links” zu aktivieren. Haben Sie die Suche soweit zusammengestellt, können Sie mit einem Klick auf Search einen Test starten.

Speichern der Twittersuche

Damit gelangen Sie zur Ergebnisseite. Achten Sie auf den Link am oberen rechten Rand der Seite. Das Ergebnis der Suche können Sie in Ihren RSS-Reader speichern und somit ständig neue Ergebnisse erhalten.

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Zeit und Mühe sparen: Semantisches Schreiben mit Markdown

2. Februar 2011

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Vielleicht sind alle Ihre Texte bisher mit Word von Microsoft oder dem OpenOffice-Paket entstanden. So lange Sie Ihre Texte mit Nutzern der gleichen Software austauschen, verläuft das ja ohne Probleme. Wie Sie aber mit Sicherheit aus eigener Erfahrung wissen, kommt es gerade bei der Weitergabe von Dokumenten immer mal wieder zu Problemen. Ich möchte Ihnen in diesem Artikel zeigen, wie ich arbeite und Sie mit dem Konzept des semantischen Schreibens vertraut machen.

Was ist falsch an der Textverarbeitung

Ob Fachbuch oder Artikel: Mit den integrierten Vorlagen gestalten Sie Ihren Text ganz nach Ihren Vorstellungen. Wie Sie ja wissen, benötigt die Textverarbeitung diese Vorlagen auch noch aus einem anderen Grund. Wenn automatisch ein Inhaltsverzeichnis erzeugt werden soll, durchsuchen die Programme den Text nach passenden Vorlagen und nehmen die entsprechend formatieren Passagen dann auch in den Index und das Verzeichnis auf.

Als ich meine Schreibmaschine zugunsten eines IBM-PC eingemottet habe, bin ich lange Zeit davon ausgegangen, dass ich mit der Funktion der Formatvorlage auch der so formatierten Passage einen entsprechenden Sinn verliehen habe. Denn das wollte ich ja eigentlich erreichen: eine Textpassage als Überschrift kennzeichnen, und nicht ihr nicht nur das Aussehen einer Überschrift geben. Als ich dann erstmals einen Text aus Word heraus in einem anderen Format exportierte, war im Zielprogramm leider von meiner Überschrift nichts mehr zu sehen.

An diesem Problem hat sich in den vergangenen Jahren recht wenig geändert. Zwar bemühen sich Word und OpenOffice darum, in ihren Textformaten auch den Sinn einer Passage zu speichern, ob dieser aber übertragen wird, ist unter anderem vom Importfilter des Programms abhängig, in dem Sie den Text weiterverarbeiten wollen. Im schlimmsten Fall bleibt Ihnen dann nur das Textformat übrig, wobei von Ihrer Struktur aber nichts übrig bleibt.

Semantisches Schreiben mit Markdown

Seit einiger Zeit entstehen alle meine Arbeiten, ob Fachartikel, Buch oder Blogbeitrag im reinen Textformat. Für das Format sprechen einige Vorteile:

  • Die Dateien bleiben sehr klein.
  • Die Dateien können leicht durchsucht werden
  • Der Inhalt kann wirklich auf jedem System betrachtet werden.
  • Das Format lässt mir die Freiheit, mich für die Software zu entscheiden, mit der ich arbeiten möchte.

In Kombination mit einem kostenlosen Werkzeug, kann ich dennoch meinen Texten Struktur und Formate zuweisen, die ich dann mit anderen Anwendungen wieder einlesen kann. Möglich macht dies MarkDown. Dabei handelt es sich um eine Textauszeichnungssprache, mit der ich während des Schreibens den Sinn einer Passage zuweisen kann. Diese werden dann später abweichend formatiert.

Markdown kann Txt-Dateien als HTML bzw. XHTML, LaTex und RTF bzw. PDF ausgeben. Wenn ich beispielsweise eine Passage als Überschrift der dritten Ebene formatieren möchte, gebe ich ein:

###Überschrift der dritten Ebene#

Auf ähnliche Weise kann ich Links und Verweise setzen. Sogar an Metainformationen wie eine Beschreibung oder den Namen des Autoren hat der Entwickler gedacht.

Der Workflow von Markdown

Ausgabe der Texte in verschiedene Formate

Damit ich meine Textdateien dann an Redaktionen und andere Kunden weitergeben kann, muss ich meine Text-Dateien ins das gewünschte Format übertragen. Dieser Vorgang wird als Kompilieren bezeichnet. Das klingt sehr technisch und kompliziert, ist es aber gar nicht. Sie müssen sich lediglich das passende Markdown-Paket für Ihren Rechner herunterladen und in einem Verzeichnis Ihrer Wahl entpacken. Anschließend genügen einige wenige Befehle, um das Kompilieren zu starten.

Die Arbeit mit Markdown erweist sich als echter Zeitsparer. Ich schreibe viel und kenne die meisten Tastenkürzel meiner Lieblingsprogramme. Aber das Auszeichnen einer Passage mittels der passenden Befehle geht doch schneller als jeder Formatbefehl. Und meine Texte behalten ihren Sinn. Egal in welches Format ich sie verwandeln möchte.

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Die Sache mit der Inspiration und Transpiration

20. Januar 2011

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Bücher entstehen nicht über Nacht, egal ob Roman oder Fachbuch. Vielleicht haben Sie bereits einen Vertrag unterschrieben, in dem der Mindestumfang des Manuskripts definiert wurde? Dann liegt jetzt also die Aufgabe vor Ihnen 200 oder gar 400 Druckseiten mit Inhalt zu füllen.

Gerade wer noch keine Erfahrung auf dem Gebiet besitzt, ist zunächst einmal über den unterschriebenen Vertrag glücklich, aber unterschätzt in aller Regel, wie viel Arbeit das eigentlich ist.

Die Ernüchterung setzt ein, wenn die ersten Seiten tatsächlich geschrieben worden sind. “So lange habe ich dafür gebraucht?” Diese Ernüchterung kann schnell zu einer ersten Panik werden, wenn mit dem Schreiben der Seiten viel zu spät begonnen wurde.

Deswegen teilen Sie sich unbedingt den Stoff ein. Teilen Sie die Mindestseitenzahl durch die Zahl der Arbeitstage (ohne Wochenenden!), die Ihnen bis zur Abgabe verbleiben. Das ist Ihr tägliches Pensum! Sie müssen also jeden Tag so viele Seiten tatsächlich schreiben, damit Sie in der Zeit bleiben.

Das klingt zunächst einfach, ist aber zugleich die größte Herausforderung für uns Autoren. Wenn Sie zu den Menschen gehören, bei denen die Selbstdisziplin nicht allzu stark ausgeprägt ist, müssen Sie sich überwinden, sich täglich an den Schreibtisch zu setzen und diese Menge Text zu produzieren.

Ror Wolf hat dazu einmal geschrieben:

Das allerhübscheste Talent nützt nichts, wenn der Autor nicht in der
Lage ist, sich an den Tisch zu setzen und sehr entschlossen dort
sitzenzubleiben.

Doch selbst dann, wenn Ihnen kein Abgabetermin oder eine Mindestlänge im Nacken sitzt, wird Sie diese Stetigkeit weiter bringen. Ob Thomas Mann oder Ernest Hemingway: beide haben sich jeden Tag hingesetzt und sich vorgenommen, eine Mindestzahl an Seiten zu schreiben. Dass längst nicht alle diese Texte es in die finalen Fassungen der Romane und Erzählungen geschafft haben, steht auf einem anderen Blatt.

Aber Sie werden sehen, dass Ihre Inspiration auch während des Schreibens kommt. Oder anders formuliert: Schreiben Sie, machen Sie sich täglich an die Arbeit. Sie werden damit mehr erreichen, als täglich auf die “große Idee” oder die Inspiration zu warten. Kürzen und Umarbeiten können Sie später immer noch. Viel wichtiger ist es, anzufangen und zu schreiben!
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