In Word schreiben, Markdown speichern – Writage

Ich gebe es unumwunden zu. Word nutze ich nur noch selten. Beruflich habe ich natürlich nach wie vor damit zu tun, etwa wenn ich einen Artikel rund um das Office-Paket verfasse. Aber ein solcher Artikel entsteht dann mit einer anderen Software. Das liegt auch daran, dass ich intern nur noch das Markdown-Format verwende. Und das wird von Microsoft ja nicht unterstützt.

Das ändert sich mit dem Programm Writage, das derzeit kostenlos angeboten wird. Es arbeitet als Add-in für Word und rüstet die Markdown-Funktion für Word (getestet mit 2013 und 2010) nach.

Einfache Installation – Pandoc notwendig

Die Installation und Einrichtung von Writage ist sehr einfach und stellt auch Computerneulinge vor keine Probleme. Sie laden sich die aktuelle Version von der Homepage des Projekts auf Ihren Rechner und beginnen die Installation mit einem Doppelklick.

Writage nutzt im Hintergrund Pandoc. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, weist das Setup-Programm Sie darauf hin. Sie werden dann auf die Pandoc-Seite verwiesen und laden sich die aktuelle Version von dort auf Ihren Rechner.

Schreiben wie gewohnt – Markdown speichern

Writage wendet sich an alle Autoren, die von den Vorzügen des Markdown-Formats überzeugt sind, aber weder Lust noch Zeit haben, sich in die Syntax einzuarbeiten. Sie können wie gewohnt in Word schreiben und den Text mit den Funktionen der Werkzeugleisten formatieren.

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Das funktioniert soweit auch bereits mit dieser ersten Version von Writage sehr gut. Problemlos und intuitiv werden diese Formate verstanden:

  • Überschriften
  • Links (werden als Inline-Links umgesetzt)
  • Auszeichnungen wie fett, kursiv und unterstrichen
  • Tabellen
  • Fußnoten

Probleme bereiten derzeit noch Code-Blöcke. Werden die Codezeilen mit einem Tabulator eingerückt, hat dies im finalen Markdown-Text keine Auswirkungen.

Um den Text mit einem beliebigen Markdown-Editor bearbeiten zu können, nutzen Sie in Word einfach den Befehl „Speichern unter“. In der Liste der Formate markieren Sie „Markdown“. Der exportierte Text kann mit jedem beliebigen Markdown-Editor bearbeitet werden.

Markdown-Text bearbeiten

Erhalten Sie Markdown-Texte anderer Autoren, öffnen Sie diese direkt in Word. Sie müssen dort ebenfalls lediglich im Feld „Format“ die Option „Markdown“ aktivieren. Nun greift Writage auf eine Formatvorlage zurück, die dann auch Formate für die eher selten genutzten Auszeichnungen enthält. Ich glaube aber, dass der Entwickler sicherlich noch im Laufe der Zeit eine Dokumentation nachreicht oder eine entsprechende Vorlage freigibt.

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Fazit

Mit Writage liegt ein ganz interessanter Ansatz für alle Nutzer vor, die etwa Markdown-Texte an andere Autoren weitergeben wollen, die nach wie vor mit Word arbeiten wollen. Die Konvertierung jedenfalls funktioniert bereits für eine so frühe Version sehr gut.

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