So arbeiten Sie als Autor mit einer Redaktion zusammen

Eine Frage, die mir von meinen Lesern häufiger gestellt wird, widmet sich dem Alltag in der Zusammenarbeit mit Redaktionen. Denn viele Autoren würden gern über ihr Fachgebiet in einem (Online-)Magazin schreiben. Aber wie stellen Sie als Freelancer den ersten Kontakt her. Wie läuft die Zusammenarbeit konkret ab?

Den ersten Kontakt herstellen

Zum ersten Mal mit einer Person in Kontakt zu treten, ist immer der schwerste Schritt. Das gilt auch bei der Platzierung eigener Artikel in einem Fachmedium.

Ich gehe an dieser Stelle davon aus, dass Sie sich umfassend informiert haben, und inzwischen bereits über eine Liste von Zeitschriften und Webseiten verfügen, die als potentielle Abnehmer Ihrer Beiträge in Betracht kommen.

Sehen Sie sich das Impressum des Objekts an. Größere Redaktionen sind nach Sachgebieten organisiert. Suchen Sie sich hier Ihren Ansprechpartner heraus. Wenn die Redaktion so organisiert ist, dass Ihr Fachgebiet von mehreren Redakteuren betreut wird, wenden Sie sich nicht gleich an den Leiter. Er ist durch Personalverantwortung und organisatorische Aufgaben extrem angespannt. Schreiben Sie besser einen seiner Mitarbeiter an.

Themenvorschläge einreichen

Für den ersten Kontakt habe ich persönlich gute Erfahrungen mit der E-Mail gemacht. Im hektischen Alltag, der in den meisten Redaktionen herrscht, wird Ihr Ansprechpartner nicht so einfach aus seinen Abläufen herausgerissen. Wenn Ihnen das lieber ist, können Sie natürlich auch anrufen. Das dauert meist aber viel länger, da einige Versuche notwendig sein werden.

  • Stellen Sie sich (kurz!!!) vor: Dabei sollte der Bezug zum Thema des Ressorts oder des Magazins deutlich werden.
  • Stellen Sie ein Thema für einen Artikel (auch kurz!) vor. Worum geht es? Welchen (neuen) Aspekt des Themas werden Sie untersuchen? Warum ist das relevant für das Magazin?
  • Nennen Sie einen ungefähren Umfang
  • Geben Sie Ihre Kontaktdaten an!

Die Kunst einer solchen E-Mail besteht darin, auf der einen Seite das Thema interessant genug darzustellen. Auf der anderen Seite aber auch nicht zu ausführlich zu sein. Zum einen verschwenden Sie damit die Zeit Ihres Gegenübers, zum anderen könnte es der Redakteur dann ja auch gleich selbst schreiben. Es kommt zum Glück eher selten vor, dass Ihnen ein Thema „gestohlen“ wird. Aber passieren kann das schon.

Wenn Sie auf Ihre Nachricht keine Antwort bekommen, fragen Sie nach einer Zeit wieder nach. Dieses Nachfassen sollten Sie unbedingt machen. Denn schnell wird im Alltag auch einmal etwas vergessen. Jetzt dürfen Sie auch gern einmal zum Telefon greifen!

So wickeln Sie den Auftrag professionell ab

Wenn alles geklappt hat, haben Sie die Neugier des Redakteurs geweckt und Sie Ihren ersten Auftrag in der Tasche.

Denken Sie daran: Der Artikel ist Ihre gemeinsame Arbeit!

Das mag sich aus Ihrer Sicht merkwürdig anhören. Aber der Redakteur weiß am besten, was die Leser wollen. Er kann auch beurteilen, ob bereits ein ähnlicher Artikel erschienen ist. Kurzum: er gibt die Richtung Ihrer Arbeit vor. Und in den allermeisten Fällen wird er den Artikel auch redigieren und eventuell sprachlich überarbeiten.

Ihr Ansprechpartner wird von Ihnen unter Umständen ein Kurzkonzept haben wollen. Das ist keine Regel, aber gerade in Fachmedien haben Redakteure gern bereits vorab eine Vorstellung davon, wie Sie Ihren Artikel aufbauen wollen. Etwa auch, ob Sie Informationskästen planen oder besonders viele Abbildungen vorhanden sein werden.

Was auch immer Sie absprechen, halten Sie sich daran!

Änderungen am Kurzkonzept oder am inhaltlichen Aufbau, die die grundlegende Richtung des Artikels verändern, sollten Sie immer erst nach Rücksprache mit dem Redakteur vornehmen.
Vereinbart wird auch ein Abgabetermin. Schätzen Sie hier möglichst realistisch. Es ist immer besser, wenn Sie früher abgeben können, als den Termin zu überziehen. Planen Sie also ruhig etwas Puffer ein. Wenn der Termin nicht passt, wird Ihnen das der Redakteur schon sagen. Dann verständigen Sie sich auf ein neues Datum.

Ist der Tag der Abgabe gekommen, geben Sie nur etwas ab, hinter dem Sie auch stehen können. Neben dem Inhalt Ihrer Arbeit sollten auch die Formalien stimmen. Der Texte sollte also sowohl auf die Richtigkeit der Fakten als auch auf Rechtschreibung und Grammatik geprüft sein. Bevor Sie Ihre Mail absenden, prüfen Sie zusätzlich, ob alle Dateien lesbar sind.

Haben Sie bereits Erfahrungen im Umgang mit Redaktionen gesammelt? Was sind Ihre Tipps zu diesem Thema?

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