Die große Übersicht – Software für Schriftsteller, Autoren und Drehbuchschreiber

Auf dieser Seite habe ich für Sie einige [wpseo]Werkzeuge für Autoren[/wpseo] und Schriftsteller zusammengestellt. Fehlt Ihnen Ihr Lieblingswerkzeug? Dann hinterlassen Sie doch einen kurzen Kommentar. Ich sehe mir Ihren Tipp dann gern einmal an.

Schreibprogramme für Autoren und Schriftsteller

Mac OS

  • Scrivener zählt sicherlich zu den Klassikern der Programme für den Mac. Die Software unterstützt den Autoren bei der Sammlung von Material, der Entwicklung von Orten und Charakteren und bei der Gliederung. Der Vollbildmodus hilft dem Autoren beim Schreiben ohne Ablenkungen. Die in der Software gespeicherten Texte werden dann kompiliert und in unterschiedlichste Formate ausgegeben. Auch E-Books stehen zur Auswahl. Eine Version für Windows befindet sich im Betastadium. Scrivener eignet sich für Romane und Sachtexte gleichermaßen. Eine ausführliche Besprechung lesen Sie in meinem Projekt Der Lifehacker.
  • Storyist hat mehr Romanschriftsteller und Drehbuchautoren im Fokus. Für Sachtexte oder die Verwaltung von Recherchematerial eignet sich das Programm nur bedingt. Beim Entwickeln von Zeitstrahlen und Handlungsabläufen erhält der Autor aber wichtige Hilfen. Beim Lifehacker habe ich eine Beschreibung zur Software verfasst.
  • StoryMill: Bietet im Prinzip den gleichen Funktionsumfang wie Scrivener. Zwischen welchen dieser beiden Varianten Sie sich entscheiden, ist primär eine Frage des Geschmacks und der persönlichen Vorlieben. Deswegen sollten Sie sich die Demoversionen beider Programme ansehen, um direkt vergleichen zu können. Meine Rezension finden Sie ebenfalls beim Lifehacker.
  • Tinderbox: Das Tool erschlägt bei der ersten Begegnung seinen Anwender. Wie ein Chamäleon bietet die Software derartig viele Facetten, dass man zunächst verwirrt ist. Es bietet sicherlich den geringsten Schreibkomfort, hat aber seine Stärken in der Gliederung, Strukturierung und Vernetzung von Informationen. Komplexe Romanhandlungen oder Drehbücher werden damit gelingen, wenn Sie sich auf das Programm einlassen. Tipps dazu lesen Sie beim Lifehacker.
  • Ulysses: Ist auf den ersten Blick ein einfacher Texteditor. Verwaltung von Ergebnissen der Recherche? Memoboards? Solche Funktionen suchen Sie in dieser Software vergeblich. Dafür bietet das Programm mit der Terminalansicht einen Blick auf den Text, der zur Fokussierung beiträgt. Um die Formatierung Ihres Textes kümmert sich das Programm während des Exports. Sie weisen einzelnen Passagen mit Kürzeln, die Sie definieren, eine Bedeutung zu. Ob daraus eine Überschrift wird, legen Sie über den Exportfilter fest.

Windows

  • CeltX: Die Software eignet sich für alle Drehbuchschreiber oder Konzepter. Der Schwerpunkt liegt im Anlegen und Bearbeiten von Storyboards. Für 5 Dollar pro Monat können Sie auch die Studio-Lizenz erwerben, mit der Sie gemeinsam mit bis zu fünf anderen an den Projekten arbeiten können. Die Software wird kostenfrei angeboten. Deren Funktionsumfang ergänzen Sie mit kostenpflichtigen Add-ons, die dann etwa Statistiken anbieten, mit denen Sie Ihren Fortschritt messen oder im Vollbildmodus arbeiten können.
  • MyNovel: Für Romanautoren oder Essayisten gedacht, erleichtert auch dieses Stück Software die Bearbeitung von Manuskripten und die Verwaltung von Stoffen. Das Programm bietet einen eigenen Editor, Sie können Daten aber auch problemlos exportieren und wieder einlesen, so dass die Arbeit mit der eigenen Textverarbeitung ebenfalls möglich ist.
  • Papyrus Autor: Ist eine Textverarbeitung. Funktionen zur Verwaltung von Projekten oder Charakteren beschränken sich auf ein Minimum. Dafür biete das Programm viele Funktionen an, die Sie so in anderen Schreibprogrammen nicht finden. Eine Stilanalyse hilft, der mehrfachen Verwendung von Begriffen auf die Spur zu kommen. Papyrus gibt Ihnen aber auch Hinweise auf Verbfaulheit. Eine Lesbarkeitsanalyse markiert besonders schwer verständliche Passagen in ihren Texten. Und was auf jeden Fall eine Erwähnung finden muss. In der jeweils aktuellen Programmversion ist auch immer eine aktuelle Version des DUDEN Korrektors enthalten.
  • Writeway: Auch WriteWay wird mit einem eigenen Editor ausgeliefert. Es sind viele sinnvolle Komponenten enthalten und wer sich der Einarbeitung nicht scheut, wird mit einem zuverlässigen Begleiter für Projekte aller Art belohnt.
  • Writing Outliner: Das Programm setzt auf Word für Windows auf und bereichert die Software um Gliederungsfunktionen, Materialsammlung und auch die Ausgabe aller Dokumente in einem übersichtlichen Manuskript. Die Funktionen sind durchaus praktisch gewählt und erleichtern die tägliche Arbeit. Allerdings sind knapp 50 Euro für eine Ergänzung von Word auch nicht gerade ein Schnäppchen. Eine Rezension des Writing Outliners lesen Sie in unserem Schwesterblog.
  • YWriter: Bereits seit einigen Jahren wird der YWriter als kostenloses Programm angeboten. Die Software legt ihren Schwerpunkt auf die Verwaltung von Kapitel und Szenen, aber auch der Stoffsammlung. Angenehm ist auch hier, dass Sie mit einem externen Editor arbeiten können. Sie brauchen sich also nicht umzugewöhnen, sondern arbeiten mit Ihrem gewohnten Programm weiter. Damit es nicht zu Komplikationen kommt, werden die Dateien wie in einer Versionsverwaltung ausgecheckt. Gute Arbeitshilfe zu unschlagbarem Preis.

Linux

Insgesamt sieht das Angebot für Linux nicht besonders gut aus.

  • YWriter kann über Mono gestartet werden. Dabei kommt es aber leider immer mal wieder zu Abstürzen.
  • CeltX funktioniert reibungslos, setzt seinen Fokus allerdings mehr auf Drehbücher und Storyboards.

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6 Antworten auf Die große Übersicht – Software für Schriftsteller, Autoren und Drehbuchschreiber

  1. Franz Grieser 9. Juni 2011 at 22:19 #

    Hallo, Herr Kollege.

    Gute Übersicht. Nur ein Hinweis: Papyrus Autor gibt’s auch für Mac OS X.

    Schönen Gruß, Franz Grieser

    • Stephan Lamprecht 10. Juni 2011 at 15:11 #

      Hallo, Herr Grieser,

      ja. Nutze ich da auch ab und an. Allerdings ist rein optisch auf dem Mac schwer in die Jahre gekommen und verändert sich auch nicht. Das ist schade, denn inzwischen muss ich ehrlicherweise sagen, habe ich mich daran unter OS X total satt gesehen. Da macht Scrivener einfach mehr Laune.

      • Hugo 12. Juli 2012 at 17:57 #

        >> Allerdings ist rein optisch auf dem Mac schwer in die Jahre gekommen

        Das ist sehr freundlich ausgedrückt! Habe mir kürzlich die Trial runtergeladen … kommt daher wie eine Portierung direkt aus Win 98! Tut dem Auge weh und beleidigt das ästhetische Empfinden.

        Die Menü- und Dialogtexte sind auch auffallend stümperhaft. Wenn ich nicht wüsste, das es eine deutsche Entwicklung ist, hätte ich gesagt, da ging die Lokalisierung in die Hose.

        Eigentlich schade, da das Programm sehr interessante Funktionen hat; aber UI-Design scheint dort ein Fremdwort zu sein.

  2. Die Designerin 25. Oktober 2013 at 11:44 #

    Hallo Herr Lamprecht,
    ständig auf der Suche nach derartigen kleinen Hilfsmitteln, bin ich auf Ihren Beitrag hier gestoßen. Ich selbst nutze Scrivener (was es inzwischen auch für Windows gibt!) und bin begeistert davon. In diesem ebook http://www.amazon.de/dp/B00G04RGPC habe ich noch viele weitere Tools gefunden. Besonders die Quellen für kostenlose Fotos (für Titel) sind für mich hier interessant. Aber auch zahlreiche andere kleine Werkzeuge, die die tägliche Schreib-Arbeit erleichtern, sind dort zu finden. Vielleicht auch eine Empfehlung für Ihre Leser hier?
    Herzliche Grüße
    Die Coveria

  3. Charline 1. August 2014 at 20:44 #

    Guten Abend Herr Lamprecht,

    ich bin echt froh, dass ich Ihre Seiten im Netz gefunden habe. Mich interessieren besonders die Ausführungen über das Autorenprogramm Scrivener. Da ich einen Compi mit Vista habe, brauche ich auch dafür ein passendes Schreibprogramm. Bisher habe ich immer meine Texte in Word verfasst und bin damit auch bisher ganz zufrieden gewesen, aber solch ein Schreibprogramm bringt dann doch eine enorme Arbeitserleichterung durch die ganzen Möglichkeiten während der Arbeit. Da Sie schreiben, dass Scrivener eigentlich für den Mac ist, aber eine Betaversion für Windows entwickelt wurde, möchte ich nun gerne von Ihnen als Nutzer und Experte wissen, ob diese Version dennoch einwandfrei auf meinem Windows Vista laufen würde.
    Inzwischen habe ich mir eine Demoversion heruntergeladen, in die ich mich gerade versuche einzufinden. Dabei habe ich auch versucht das deutsche Wörterbuch zu laden, was aber nicht geklappt hat. In den Arbeitsleisten/Programmen finde ich immer noch englische unter den deutschen Begriffen. Ein bisschen verwirrend finde ich. Kann es sein, dass diese Funktion nicht einwandfrei arbeitet, weil es quasi noch eine Testversion ist? Ich hoffe Sie können mir dazu Infos geben. Wäre ja wirklich nicht schön, wenn ich mir das Programm kaufe und ich hätte immer noch eine englisch/deutsch gemischte Version.

    Ich bedanke mich herzlich im Voraus für Ihre Mühe.

    MIt freundlichen Grüßen
    Charline

    • Stephan Lamprecht 4. August 2014 at 14:00 #

      Hallo, Charline,

      als Beta ist Scrivener für Windows nicht mehr. Und mit jeder neuen Funktion holt die Ausgabe für Windows-Rechner auch gegenüber der Mac-Version auf. Unter Windows sollte das Teil schon arbeiten, jedenfalls muckte es bei mir nicht. Das mit dem deutschen Wörterbuch habe ich nicht verstanden. Denn nach dem Download und der Installation sollten alle Dialoge in Deutsch erscheinen. Das ist jedenfalls bei meiner Version so.

      Beste Grüße
      Stephan Lamprecht

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